Schwarzensee im Naturpark Sölktäler | © TVB Schladming-Dachstein | SupersusiCom Schwarzensee im Naturpark Sölktäler | © TVB Schladming-Dachstein | SupersusiCom

    Nationalpark & Naturparke in der Steiermark

    Natururlaub in Österreich: Naturjuwele, Kraftplätze und besondere Naturorte

    Die Steiermark zählt zu den vielseitigsten Regionen für einen Natururlaub in Österreich: vom alpinen Hochgebirge über sanfte Almen bis hin zu Auenlandschaften und Weinregionen auf engstem Raum. Eine Besonderheit in ganz Europa. Wer ein Naturparadies in Österreich sucht, findet hier nicht nur Vielfalt, sondern auch Ruhe, Ursprünglichkeit und echte Naturerlebnisse.

    Nahezu die Hälfte der Steiermark sind Naturschutzgebiete. Das ist einzigartig in Österreich. Diese Vielfalt schafft besondere Orte: ruhig, kraftvoll und voller Leben. Diese geschützten Räume sind nicht nur wertvoll für die Biodiversität, sondern auch ideale Orte, um Ruhe im Urlaub zu finden, neue Energie zu schöpfen und die Natur als Kraftquelle zu erleben.

    Dem Naturschutz wird in der Steiermark große Bedeutung zugemessen. 45% der Fläche stehen unter Schutz. Hier die Schutzgebiete der Steiermark im Überblick:

    • Im 120 km² großen Nationalpark Gesäuse entwickelt sich die Natur ohne große Eingriffe.
    • Die 7 Naturparke mit 2.160 km² verbinden Naturschutz, Nutzung, regionale Entwicklung und Naturerlebnis.
    • 137 Naturschutzgebiete mit rund 1.182 km² schützen wertvolle Lebensräume wie Moore, Trockenrasen oder Wälder.
    • 38 Landschaftsschutzgebiete mit etwa 5.413 km² stehen für besondere Schönheit und nachhaltige Nutzung.
    • 61 Natura-2000-Euopaschutzgebiete mit 2.877 km² sind Teil des europäischen Schutznetzes für Arten und Lebensräume.
    • Das 35 km² große UNESCO Weltnaturerbe Dürrenstein–Lassingtal schützt ungestörte Natur und ist nur geführt zugänglich.
    • Der UNESCO Biosphärenpark Unteres Murtal mit 130 km² ist Modellregion für nachhaltige Entwicklung.
    • Der UNESCO Global Geopark Steirische Eisenwurzen steht für bedeutendes geologisches Erbe und nachhaltige Entwicklung.
    • Das Naturnachtgebiet Eisenwurzen („Dark Sky Places“) setzt Maßnahmen zum Schutz des Nachthimmels und reduziert Lichtverschmutzung.

    Quelle: Land Steiermark / Naturschutz Steiermark, Stand März 2026

    Imposanter Nationalpark Gesäuse

    Wildes Wasser - Steiler Fels

    Der Nationalpark ist ein Ort für echte Wildnis – und gleichzeitig ein perfekter Rückzugsraum für einen Digital Detox Natururlaub oder eime bewusste Entschleunigung im Urlaub in einem wahren Naturparadies in Österreich. Hier entwickelt sich Natur ohne Eingriffe. Mit einer Fläche von 12.000 Hektar ist der Nationalpark fast 35-mal so groß wie der Central Park in New York. Und er zeigt, wie dynamisch Natur sein kann.

    Was den Nationalpark Gesäuse besonders macht:

    • Entlang der ungezähmten Enns findet sich eines der letzten Brutgebiete für Flussuferläufer.
    • Die wilden Wälder sind sich selbst überlassen: Auf den beeindruckenden Felswänden gedeihen seltene Arten wie die weltweit einzigartige Federnelke.
    • Die Lebensräume Wald, Wasser, Fels und Alm tragen zu hoher Biodiversität bei. Über 1.230 Schmetterlingsarten sind im Nationalpark Gesäuse nachgewiesen.
    • Naturprozesse bleiben erhalten: Lawinen, Hochwasser oder Windwurf formen die Landschaft. Wälder erneuern sich selbst, Flüsse verändern ihren Lauf.

    Intensiv erleben lässt sich das Gesäuse gemeinsam mit einem Nationalpark-Ranger, bei Rafting- und Kajaktouren in der Enns und Salza oder bei einer Skitour in den Gesäusebergen.

    Die beiden Besucherzentren, das Erlebniszentrum Weidendom und der Nationalpark Pavillon Gstatterboden, machen Natur erlebbar. Besonders das lebendige Bauwerk des Weidendoms am Ufer der Enns mit der Forschungswerkstatt und dem begehbaren Ökologischen Fußabdruck beeindruckt.

    Sechs Themenwege führen durch den Nationalpark. Sie machen Natur verständlich und spannend. Erlebnishungrige begeben sich auf die Spuren des Wilden John und entdecken dabei das Johnsbachtal. Ausblicke auf die Enns und ihre umgebenden Felswände bietet  der Rauchbodenweg.

    Wanderer und Bergsteiger kommen auf den zahlreichen markierten Wanderwegen wie der Gesäuse Hüttenrunde auf ihre Kosten. Am Luchstrail zeigen sich mit dem Nationalpark Gesäuse sowie dem Nationalpark Kalkalpen und dem Wildnisgebiet Dürrenstein drei international anerkannte Wildschutzgebiete von ihrer wilden Seite.

    Die Nationalpark Ranger übersetzen bei ihren Führungen die Dynamik von Wasser, Fels und alpinen Lebensräumen in nachvollziehbare Zusammenhänge. Touren mit den Nationalpark Rangern sind keine Inszenierung, sondern ein Zugang zur Natur.

    Eine Besonderheit stellt die Nationalpark Fotoschule dar: Sie zeigt, wie Natur perfekt eingefangen wird. Unterschiedliche Kurse vermitteln Know-how und neue Perspektiven.

    Die Naturparke in der Steiermark auf einen Blick

    Sieben Naturwunder in Österreich

    Die sieben Naturparke der Steiermark mit ihren 34 Gemeinden repräsentieren eine Vielfalt charakteristischer Natur- und Kulturlandschaften, die sich durch ihre landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte auszeichnen. Besonders für Familien bieten die Naturparke ideale Angebote für einen Natururlaub: Hier lässt sich Natur mit Kindern entdecken, spielerisch erleben und gemeinsam Zeit in einer intakten Umwelt verbringen.

    „Schützen durch Nützen“ lautet das Motto der Naturparke in der Steiermark. Durch das harmonische und vor allem bewusste Miteinander von Mensch und Natur wird hier der Lebensraum langfristig erhalten. Doch nicht nur die Besucher erhalten hier die Gelegenheit, in die intakte Natur im Grünen Herz Österreichs einzutauchen.

    • Das „Natur wirkt!“ Programm schafft Formate, in denen Landschaft wieder lesbar wird – als Zusammenspiel von Ökologie, Nutzung und regionaler Identität. Es geht weniger um das Erlebnis als um die Fähigkeit, Natur zu begreifen.
    • Über 60 Naturpark-Gastgeber schaffen Räume für echte Erholung – für einen Natururlaub in Österreich, der entschleunigt und Kraft gibt – ideal für einen nachhaltigen Urlaub in Österreich.
    • 58 Naturpark-Spezialitäten Partner stehen für höchste Qualität, regionale Herkunft und traditionellen Genuss. Sie machen die biologische Vielfalt nicht nur sichtbar, sondern auch schmeckbar.
    • 52 Naturpark-Schulen und 35 Naturpark-Kindergärten ermöglichen Kindern und Jugendlichen das, was für viele heute nicht mehr selbstverständlich ist: Lernen mit allen Sinnen in der Natur. Es werden Naturerfahrungen geschaffen, die Bildung und Sensibilisierung für die biologische Vielfalt fördern.
    Yoga im Garten des Hotels Pichlschloss | © STG | Tom Lamm

    Naturpark Gastgeber

    Ihre qualitätsgeprüften Unterkünfte in den Naturparken: Jeder einzelne davon ist ein zertifizierter Botschafter der Naturpark-Philosophie.

    Sie sind Experten für gesundes Wohnen, gesundes Essen, gesunde Lebensräume und vermitteln unterschiedlichste Naturerlebnisse in "ihrem" Naturpark.

    Naturpark Gastgeber mit Herz
    Kinder im Wald der Sinne im Naturpark Mürzer Oberland | © Naturpark Mürzer Oberland | nicoleseiser.at
    Kinder im Wald der Sinne im Naturpark Mürzer Oberland | © Naturpark Mürzer Oberland | nicoleseiser.at

    Natur wirkt!

    Das Programm „Natur wirkt!“ eignet sich ideal für alle, die Natur zum Abschalten suchen, bewusst Kraft in der Natur tanken möchten oder zur Ruhe kommen wollen. Wer hier unterwegs ist, spürt schnell: Natur ist mehr als Landschaft – sie ist ein Raum für mentale Erholung, für neue Perspektiven und für echte Verbindung mit sich selbst.

    Gerade in einer Zeit von Tempo, Reizüberflutung und ständiger Erreichbarkeit wird die Natur zum Gegenpol. Die Steiermark bietet Räume, in denen Entschleunigung möglich wird – fernab von Hektik und Massentourismus.

    Natur wirkt!

    UNESCO Weltnaturerbe Dürrenstein-Lassingtal

    Das steirische Paradies der Rotbuche

    Ein Stück echte Wildnis – selten geworden in Europa: Im Wildnisgebiet rund um den Lassingbach entfaltet sich auf rund 3.500 Hektar eine der ursprünglichsten Waldlandschaften der Alpen. Seit 2023 zählt dieses Gebiet zum UNESCO-Weltnaturerbe – als Teil der bedeutendsten Buchenwälder Europas.

    Hier wächst Natur nach ihren eigenen Regeln: uralte Rotbuchen, dynamische Waldentwicklung und eine beeindruckende Artenvielfalt machen das Gebiet zu einem Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten. In unmittelbarer Nähe zum Nationalpark Gesäuse und zum Natur- & Geopark Steirische Eisenwurzen gelegen, eröffnet sich ein einzigartiger Naturraum, der bewusst nur im Rahmen geführter Touren zugänglich ist – für intensive, echte Naturbegegnungen abseits des Alltags.

    UNESCO Biosphärenpark Unteres Murtal

    Europas letzte große Flusswildnis erleben

    Wo die Mur noch frei fließen darf, entsteht eine der wertvollsten Auenlandschaften Mitteleuropas: Der UNESCO-Biosphärenpark Unteres Murtal erstreckt sich zwischen Bad Radkersburg und Mureck über rund 13.000 Hektar und ist Lebensraum für außergewöhnliche Biodiversität.

    Mehr als 300 Vogelarten, seltene Fischarten und dynamische Flusslandschaften prägen dieses Naturjuwel. Die natürlichen Überschwemmungsräume schützen gleichzeitig vor Hochwasser und sichern wertvolle Ressourcen wie sauberes Trinkwasser.

    Doch der Biosphärenpark ist kein abgeschottetes Schutzgebiet, sondern ein lebendiger Erlebnisraum:

    • Naturbeobachtung entlang der Murauen - wenn gewünscht auch mit Führung
    • Wissensvermittlung über River’scool-Stationen wie in Halbenrain oder Bad Radkersburg
    • Weitläufiges Wegenetz für sanfte Erkundungstouren durch die Auenlandschaft

    Tipps:

    • Fernglas oder Becherlupe mitnehmen – die Vielfalt zeigt sich oft im Detail
    • Murturm bei Mureck für den Perspektivenwechsel von oben besuchen

    UNESCO Global Geopark Steirische Eisenwurzen

    Erdgeschichte zum Angreifen

    Hier erzählt die Landschaft ihre eigene Geschichte – Millionen Jahre alt und bis heute sichtbar: Der Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen zählt zu den international bedeutenden Georäumen Europas und ist Teil des UNESCO Global Geopark-Netzwerks.

    Felsformationen, Schluchten und Höhlen machen die Entwicklung der Erde unmittelbar erlebbar. Gleichzeitig ist die Region ein eindrucksvolles Beispiel für das Zusammenspiel von Natur, Kultur und traditioneller Nutzung.

    Besondere Erlebnisorte:

    Naturnachtgebiet Eisenwurzen im Gesäuse

    Einer der dunkelsten Sternenhimmel Europas

    Im Naturnachtgebiet Eisenwurzen wird die Dunkelheit zum Erlebnis: Abseits von Lichtverschmutzung eröffnet sich hier einer der klarsten Sternenhimmel Österreichs. Bis zu 6.000 Sterne werden sichtbar.

    Im größten Naturnachtgebiet Mitteleuropas erleben Besucher eine echte Naturnacht – mit funkelnder Milchstraße, stillen Landschaften und intensiven Naturmomenten. Vor allem bei Neumond entfaltet sich die ganze Magie. Der Himmel wird tiefschwarz, Sternschnuppen ziehen über den Himmel, ferne Galaxien wirken überraschend nah und die Milchstraße spannt sich klar sichtbar über die Landschaft.

    Der dunkelste Ort Österreichs befindet sich laut Messungen in Johnsbach im Gesäuse. Hier wird der Blick nach oben zum Erlebnis und die Weite des Universums spürbar.

    Sterne beobachten und fotografieren

    Ein besonderes Erlebnis im Gesäuse

    Künstliches Licht beeinflusst Natur und Mensch: Es stört Insekten, nachtaktive Tiere und unseren Schlaf – und lässt die Sterne verblassen. Diese kurzen Ausflüge in die natur machen die Bedeutung der Dunkelheit erlebbar. Mit etwas Glück zeigt sich ein klarer Sternenhimmel.

    Noch mehr Naturerlebnisse in der Steiermark

    Naturschauplätze zwischen Dachstein und Weinland

    Von wilder Natur in Österreich über sanfte Kulturlandschaften bis hin zu echten Geheimtipps im Naturparadies Österreichs – die Steiermark vereint bekannte Highlights mit versteckten Plätzen. Im Fokus stehen Naturerlebnisse, regionale Besonderheiten und nachhaltige Entdeckungen für bewusste Genießer.

    Die Naturschutzgebiete der Steiermark erwandern

    Wandertourentipps zwischen Gesäuse und Südsteiermark

    Das Wandern ist das ganze Jahr über wohl eine der entspanntesten Möglichkeiten, um die Naturschutzgebiete im Grünen Herz Österreichs zu entdecken. Nachfolgende Wandertouren und Themenwege führen durch tiefgrüne Wälder, entlang von klaren Bächen, durch eindrucksvolle Schluchten und Klammen – und oft auch zu beeindruckenden Wasserfällen, die die Kraft der Natur hautnah erlebbar machen.

    Naturjuwele in der Steiermark

    Ein Erlebnis für alle Sinne

    Die Naturjuwele der Steiermark bieten Stille und Erholung. Viele dieser Naturschauplätze zählen zu den schönsten Orten für einen Natururlaub in der Steiermark und gehören zu den besonderen Landschaftsräumen Österreichs. Durch geringe Besucherzahlen und die ideale Lage fernab jeglichen Verkehrsgeschehens kann man hier die Umgebung mit allen Sinnen erleben:

    • Die malerische Geräuschkulisse bestimmen nur die Tiere, das Rascheln der Blätter und das Rauschen des Wassers.
    • Das Geruchsorgan wird mit zartem Blumenduft, erfrischendem Wassergeruch und aromatischen Waldnoten verwöhnt.
    • Hände und Füße erfassen naturbelassene Oberflächen und Böden.
    • Natur pur schmeckt man beim Probieren des erfrischenden Quellwassers und der Wildfrüchte von den Wäldern und Wiesen.
    • Mit den Augen kann man das Wechselspiel von Licht und Schatten verfolgen.

    FAQ - Häufig gestellte Fragen zu Nationalparks und Naturparke in Österreich

    Was ist ein Nationalpark, was ein Naturpark? Wieso werden diese oftmals Schätze der Natur genannt?

    Rund 45 % der Steiermark steht unter Natur- oder Landschaftsschutz. Die Steiermark schützt diese Landschaften, damit ihre Artenvielfalt, Schönheit und ökologische Funktion auch für kommende Generationen erhalten bleiben. Antworten zu den Schutzgebieten in der Steiermark und in Österreich finden sich hier.

    Einführung – Was sind Schutzgebiete?

    In der Steiermark gibt es mehrere Arten von Schutzgebieten, die unterschiedliche Ziele verfolgen. Die wichtigsten sind:

    Alle dienen dem Schutz der Natur – unterscheiden sich aber darin, wie stark eingegriffen werden darf und welche Nutzung möglich ist.

    Nationalparks in Österreich schützen möglichst unberührte Naturlandschaften, in denen sich die Natur weitgehend ohne menschliche Eingriffe entwickeln darf.

    Naturparke in Österreich hingegen sind Kulturlandschaften, in denen Naturschutz, nachhaltige Nutzung und Naturerlebnis miteinander verbunden werden.

    Biosphärenparks sind UNESCO-Modellregionen, in denen nachhaltiges Wirtschaften und der Schutz der Natur gemeinsam entwickelt werden.

    Internationale Schutzgebiete & Auszeichnungen

    Ein UNESCO-Weltnaturerbe ist ein Naturgebiet von außergewöhnlichem universellem Wert für die gesamte Menschheit. Die UNESCO zeichnet Landschaften aus, die weltweit einzigartig sind – etwa wegen ihrer besonderen Geologie, ihrer Biodiversität oder spektakulären Naturphänomene.

    Merkmale sind:

    • international bedeutende Naturgebiete
    • außergewöhnliche Landschaften oder Lebensräume
    • besonders hoher Schutzstatus
    • langfristige Erhaltung für kommende Generationen

    Weltnaturerbestätten werden von der UNESCO offiziell anerkannt und stehen unter internationaler Beobachtung und Schutz.

    Typische Beispiele weltweit sind etwa einzigartige Gebirgslandschaften, Korallenriffe, besonders artenreiche Naturräume oder auch die Urwälder im 70 km² großen Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal an der Grenze zwischen der Steiermark und Niederösterreich. Der steirische Anteil beträgt etwa 35 km².

    Ein UNESCO-Biosphärenpark ist eine Modellregion, in der gezeigt wird, wie Mensch und Natur nachhaltig zusammenleben können. Biosphärenparks sind keine reinen Schutzgebiete, sondern Lebensräume, in denen Naturschutz, Wirtschaft und Tourismus gemeinsam gedacht werden.

    Sie erfüllen drei zentrale Aufgaben:

    • Schutz der Natur und Artenvielfalt
    • nachhaltige Entwicklung der Region
    • Forschung und Umweltbildung

    Typisch für Biosphärenparks ist ihre Zonierung:

    • Kernzone – Natur entwickelt sich weitgehend ohne menschliche Eingriffe
    • Pufferzone – naturverträgliche Nutzung und Forschung
    • Entwicklungszone – Lebens- und Wirtschaftsraum für Menschen

    Ein Biosphärenpark wie jener entlang der Mur im Süden der Steiermark zeigt, wie nachhaltiges Leben und Wirtschaften in wertvollen Landschaften möglich ist.

    Ein UNESCO Global Geopark ist eine Region mit besonders bedeutendem geologischem Erbe.

    Im Mittelpunkt stehen:

    • außergewöhnliche Gesteinsformationen
    • Erdgeschichte und Landschaftsentstehung
    • geologische Besonderheiten wie Fossilien, Schluchten oder Karstlandschaften

    Geoparks wie der in der Steirischen Eisenwurzen verbinden Geologie, Natur, Kultur und regionale Entwicklung.

    Ziele eines Geoparks:

    • Schutz geologischer Besonderheiten
    • Vermittlung der Erdgeschichte
    • nachhaltiger Tourismus
    • Stärkung regionaler Identität

    Besucher können Geoparks meist über Themenwege, Besucherzentren und geführte Touren entdecken.

    Ein Naturnachtgebiet ist ein speziell geschützter Raum, in dem die natürliche Dunkelheit der Nacht bewahrt wird. Ziel ist es, künstliche Lichtverschmutzung zu minimieren, um die Nachtlandschaft, den Sternenhimmel und die Lebensräume nachtaktiver Tiere zu schützen.

    Typische Merkmale:

    • kaum künstliches Licht – Straßenbeleuchtung wird reduziert oder angepasst
    • Schutz der Tierwelt – besonders wichtig für nachtaktive Arten
    • Erlebnis des Sternenhimmels – ideale Bedingungen für Astronomie
    • sanfter Tourismus – bewusstes Naturerleben, z. B. geführte Nachtwanderungen

    Zu den bekanntesten Naturnachtgebieten in Europa zählen der Gallowy Forst Park in Schottland, der Pic du Midi in Frankreich oder der Naturpark Westhavelland in Deutschland.

    Kurz gesagt: Ein Naturnachtgebiet schützt die Nacht als wertvolle Ressource – für Natur, Mensch und ein echtes Gefühl von Ruhe und Weite.

    Schutzgebietskategorien in Österreich

    Ein Nationalpark schützt großflächige Naturlandschaften, in denen sich die Natur möglichst ohne menschliche Eingriffe entwickeln darf. In der Steiermark gibt es einen Nationalpark: den Nationalpark Gesäuse, eine der wildesten Berglandschaften in Österreich und ein besonderes Ziel für Naturfreunde, Wanderer und Bergsteiger.

    Merkmale:

    • großflächige, naturnahe Landschaft
    • Schutz natürlicher Prozesse
    • Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten
    • Naturerlebnis und Umweltbildung für Besucher

    Viele Bereiche sind zugänglich – etwa über markierte Wanderwege, Rangerprogramme oder Besucherzentren.

    Naturparke sind Modellregionen für das Zusammenspiel von Natur, Mensch und regionaler Entwicklung. In Österreich verbinden Naturparke Naturschutz, Kulturlandschaft und sanften Natururlaub.

    Sie folgen dem Prinzip „Schützen durch Nützen“

    Das bedeutet:

    • Die Landschaft wird aktiv gepflegt.
    • Landwirtschaft, Tourismus und Naturschutz arbeiten zusammen.
    • Besucher sind ausdrücklich willkommen

    Naturparke erfüllen vier zentrale Aufgaben:

    • Naturschutz und Landschaftspflege
    • Erholung in der Natur
    • Bildung und Naturvermittlung
    • Regionale Entwicklung

    Die 7 Naturparke sind also keine Sperrgebiete, sondern bewusst gestaltete Erlebnisräume.

    Naturschutzgebiete schützen besonders empfindliche Lebensräume oder seltene Arten.

    Typische Beispiele:

    • Moore
    • Feuchtwiesen
    • Auwälder
    • alpine Lebensräume

    Hier gelten meist strengere Regeln – etwa:

    • Wege nicht verlassen
    • Pflanzen nicht pflücken
    • Tiere nicht stören

    Ziel dieser rund 140 Naturschutzgebiete in der Steiermark ist der Erhalt wertvoller Lebensräume und der biologischen Vielfalt in einer der artenreichsten Landschaftsräume Österreichs.

    Ein Landschaftsschutzgebiet schützt vor allem das charakteristische Landschaftsbild und die Erholungsfunktion einer Region. In der Steiermark gibt es knapp 40 Landschaftsschutzgebiete.

    Im Unterschied zu Naturschutzgebieten sind hier meist mehr Nutzungen möglich, etwa:

    • Landwirtschaft
    • Wandern und Naturerholung
    • teilweise auch touristische Infrastruktur

    Europa-Schutzgebiete sind Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000. Die rund 60 Europa-Schutzgebiete in der Steiermark schützen besonders wichtige Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten Europas.

    Auch hier gilt:

    • Natur erleben ist möglich
    • aber sensiblen Bereichen muss besondere Rücksicht gelten.

    Naturdenkmäler sind einzelne besonders schützenswerte Naturerscheinungen, zum Beispiel:

    • alte Bäume
    • Wasserfälle
    • Felsformationen
    • seltene geologische Strukturen

    Sie sind oft kleine, aber sehr beeindruckende Plätze inmitten der Natur.

    Besuch & Regeln

    In den meisten Schutzgebieten der Steiermark dürfen Besucher die Natur auf markierten Wegen erleben. Diese Wege führen durch die Landschaft, ohne empfindliche Lebensräume zu beeinträchtigen.

    Mit ein paar einfachen Regeln kann jeder dazu beitragen, die Natur zu schützen und für ein gutes Miteinander sorgen:

    • auf den markierten Wegen bleiben, denn abseits der Wege könnten seltene Pflanzen zerstört oder Tiere gestört werden
    • Tiere nicht stören, besonders während der Brut- und Setzzeit brauchen Wildtiere Ruhe
    • Pflanzen nicht pflücken und Naturmaterialien nicht sammeln
    • Müll wieder mitnehmen – alles, was mitgebracht wird, sollte auch wieder mitgenommen werden
    • Hunde anleinen, da freilaufende Hunde Wildtiere aufscheuchen können
    • So bleibt die Natur ein Ort der Erholung und des Naturerlebnisses – für Menschen und Tiere gleichermaßen.

    In manchen Schutzgebieten gibt es besonders sensible Zonen, die nicht frei zugänglich sind. Dazu zählen häufig:

    • Brutgebiete seltener Vogelarten
    • Rückzugsräume großer Wildtiere
    • besonders empfindliche alpine Lebensräume
    • wissenschaftliche Forschungsflächen

    Diese Bereiche dürfen meist nur mit autorisierten Guides oder Ranger:innen betreten werden. Der Grund: Störungen könnten Tiere vertreiben oder empfindliche Lebensräume dauerhaft schädigen.

    Sensible Bereiche sind normalerweise:

    • vor Ort beschildert
    • in Karten gekennzeichnet
    • in Besucherinformationen erklärt

    Ranger:innen und Naturparkführer:innen kennen diese Gebiete genau und können Besucher sicher durch die Landschaft führen, ohne die Natur zu gefährden.

    Natur erleben & Angebote

    Schutzgebiete erfüllen viele wichtige Funktionen:

    • Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten
    • Schutz von Wasser, Böden und Klima
    • Orte für Naturerlebnis, Erholung und Natururlaub in Österreich
    • Bewahrung der steirischen Kulturlandschaft

    Sie sind damit nicht nur wertvoll für die Natur – sondern auch für uns Menschen.

    Absolut. Wenn Natur verantwortungsvoll erlebt wird. Zahlreiche Angebote in der Steiermark zeigen genau das:

    • geführte Ranger-Touren
    • Naturpark-Programme
    • nachhaltige Wanderangebote
    • Naturbildung für Kinder und Erwachsene

    So entsteht ein sanfter Naturtourismus, der gleichzeitig schützt und begeistert.

    Ja, etwa im Nationalpark Gesäuse und in den Naturparken gibt es mehrere Besucherzentren und Naturmuseen. Sie vermitteln Wissen über Tiere, Pflanzen und Landschaften und sind ideale Ausgangspunkte, um die Natur zu erleben, zu wandern oder an Naturführungen teilzunehmen.

    Zu den wichtigsten Besucherzentren zählen:

    • Erlebniszentrum Weidendom im Nationalpark Gesäuse: ein einzigartiges „lebendiges“ Weidenbauwerk direkt an der Enns mit Ausstellungen, Themenwegen, Bildungsprogrammen und Ruheinseln. Ein idealer Ort, um die Natur des Nationalparks zu entdecken.
    • Nationalpark Pavillon Gstatterboden: Besucherzentrum im Nationalpark Gesäuse mit wechselnden Ausstellungen, Gastronomie und Sonnenterrasse mit Kinderspielplatz. Perfekt für Familien und als Startpunkt für Wanderungen im Gesäuse.
    • Naturparkhaus Schloss Großsölk im Naturpark Sölktäler: Ausstellung zur Natur- und Kulturlandschaft der Region, Informationen zu Wanderungen, Naturerlebnis-Angeboten, Naturführungen und Veranstaltungen.
    • NaturErlebnisMuseum – nature4future im Naturpark Mürzer Oberland: interaktive Ausstellung zu Umwelt-, Natur- und Klimathemen mit modernen Inszenierungen, überraschenden Effekten und spannenden Stationen zum Mitmachen.
    • NaturLese-Museum Neumarkt im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen: eine besondere Verbindung aus Naturvermittlung und regionaler Kulturgeschichte mit interaktiver Ausstellung, Workshops und Veranstaltungen.
    • Naturparkzentrum Grottenhof im Naturpark Südsteiermark: Erlebnisstationen, Veranstaltungen und Workshops bieten Einblicke in Landwirtschaft, Kulturlandschaft und Natur der Südsteiermark.

    Diese Besucherzentren machen die Naturschutzgebiete der Steiermark anschaulich erlebbar und sind ideale Orte für Naturerlebnis, Familienausflüge und Natururlaub in Österreich.

    Der Nationalpark Gesäuse und die sieben Naturparke der Steiermark bieten viele Angebote, die Natur für Kinder spannend und spielerisch erlebbar machen. Sie verbinden Bewegung, Abenteuer und Wissen über Tiere, Pflanzen und Landschaften:

    • Themenwege wie der Johnsbacher Sagenweg „Der Wilde John“ im Gesäuse oder der Kräuterpfad der Sinne im Naturpark Pöllauer Tal sind familienfreundliche Wanderwege mit Informationstafeln und interaktiven Stationen. Kinder können die Natur entdecken, Rätsel lösen und Geschichten über Tiere und Pflanzen kennenlernen. Viele Wege sind kurz und ideal für Familienausflüge.
    • Erlebnispfade wie der Erlebnisweg „klimawandeln“ im Naturpark Mürzer Oberland oder der Moorlehrpfad im Naturpark Almenland sprechen alle Sinne an. Balancierstationen, Wasserstationen, Beobachtungsplätze oder Lernspiele machen den Spaziergang zum kleinen Abenteuer.
    • In vielen Schutzgebieten gibt es Programme für Familien, etwa Ranger-Touren für Kinder, Naturerlebnisprogramme „Natur wirkt!“ in den Naturparken, Workshops zum Spurenlesen oder Pflanzen entdecken sowie Naturcamps.

    So werden Schutzgebiete zu Orten, an denen Familien gemeinsam Natur erleben, lernen und Zeit miteinander verbringen können.

    Ja, viele Regionen der Steiermark – etwa der Nationalpark Gesäuse oder die sieben steirischen Naturparke – bieten Programme für Naturerlebnis, Bewegung und Erholung:

    • Rangerführungen im Nationalpark Gesäuse
    • Unterwegs sein mit Naturparkenführer:innen
    • Naturerlebnisprogramme für Familien
    • Geführte Wanderungen zu besonderen Naturplätzen
    • Kurse und Workshops zur Naturbeobachtung und Naturfotografie

    Die Angebote unter dem gemeinsamen Begriff „Natur wirkt!“ verbinden Wissen, Bewegung und Naturerlebnis.

    Geführte Touren eröffnen oft Einblicke, die man allein leicht übersieht:

    • Spuren von Wildtieren entdecken
    • seltene Pflanzen erkennen
    • Zusammenhänge in der Natur verstehen
    • Geschichten über Landschaft und Kultur hören

    Gleichzeitig helfen Nationalpark Ranger:innen und Naturparkführer:innen dabei, die Natur respektvoll zu erleben.

    Viele Schutzgebiete der Steiermark sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Bahn- und Busverbindungen ermöglichen eine klimafreundliche Anreise.

    Möglichkeiten sind:

    • Anreise mit der Bahn zu Bahnhöfen in der Region, z. B. entlang der Ennstalbahn. Von dort fahren Regionalbusse weiter in die Schutzgebiete.
    • Regionale Busverbindungen, die viele Naturparke, Wanderstartpunkte und Ausflugsziele anfahren.
    • Wander- oder Freizeitbusse in manchen Regionen, die speziell für Wanderer und Ausflügler eingerichtet wurden.

    Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist, reduziert Verkehr und Emissionen und trägt dazu bei, die Naturlandschaften der Steiermark nachhaltig zu schützen. Tipp: Viele Besucherzentren und Tourismusbüros informieren gerne über die besten Anreisemöglichkeiten ohne Auto.

    Die FAQs wurden mit Unterstützung von KI erstellt. Die endgültige Zusammenstellung und Kuratierung erfolgte durch Mag. Günther Steininger, Steiermark Tourismus.