Zirbitzkogel mit Weitblick | © Steiermark Tourismus | Tom Lamm Zirbitzkogel mit Weitblick | © Steiermark Tourismus | Tom Lamm
Besondere Naturschauplätze im Grünen Herz Österreichs

Erholungsurlaub in der Natur der Steiermark

Still und ruhig und trotzdem voller Leben – die Vielfalt der Natur im Grünen Herz Österreichs reicht von Weinbergen und Almen über waldreiche Teich- und Flussgebiete bis hin zu Streuobstwiesen.

Diese Landschaften tun Körper und Geist gut, was die Natur auch zum wesentlichen Bestandteil der Grünkraft Steiermark macht.

Imposanter Nationalpark Gesäuse

Der Nationalpark Gesäuse ist mit einer Fläche von 12.000 Hektar fast 35-mal so groß wie der Central Park in New York. Insgesamt nimmt er somit 0,7 Prozent der Fläche des Bundeslandes Steiermark ein und zählt zu den schönsten Naturjuwelen der Steiermark:

  • Entlang des ungezähmten Wassers der Enns findet sich eines der letzten Brutgebiete für Flussuferläufer.
  • Die wilden Wälder sind sich selbst überlassen: Auf den beeindruckenden Felswänden links und rechts an den Ufern der Enns wachsen endemische Raritäten wie – weltweit einzigartig – die zierliche Federnelke.
  • Die natürlichen Lebensräume Wald, Wasser, Fels und Alm tragen zur hohen Biodiversität des Gesäuses bei. Vor allem Insekten fühlen sich hier wohl. Bereits mehr als 1.230 Schmetterlingsarten wurden im Nationalpark nachgewiesen.
  • Das Besondere am Nationalpark Gesäuse ist, dass die Natur sich hier frei entwickeln kann und Prozesse wie Lawinen oder Windwurf zugelassen werden. Auf rund drei Viertel der Gesamtfläche entwickeln sich Wälder immer weiter. Alte Bäume sterben und machen neuen Platz. Auch die Flüsse nehmen ihren freien Lauf. Sie treten über ihr Ufer hinaus und gestalten das Umfeld neu.

Richtig erleben lässt sich der Nationalpark Gesäuse gemeinsam mit einem Nationalpark-Ranger sowie bei Rafting- und Kajaktouren in der Enns oder Salza. Für die wasserreichen Erlebnisse stehen gekennzeichnete Stellen zum Ein- und Aussteigen zur Verfügung, die zu festgelegten Zeiten verwendet werden können.

Die beiden Besucherzentren, das Erlebniszentrum Weidendom und der Nationalpark Pavillon Gstatterboden, bieten Möglichkeiten in die facettenreichen Naturphänomene des Nationalparks Gesäuse noch tiefer einzutauchen. Besonders das lebendige Bauwerk des Weidendoms am Ufer der Enns mit der Forschungswerkstatt und dem begehbaren Ökologischen Fußabdruck beeindruckt.

Für Familien mit Kindern sind die sechs Themenwege durch den Nationalpark besonders spannend. Erlebnishungrige begeben sich beispielsweise im Waldweg ab dem Parkplatz Weidendom auf die Spuren des Wilden John und entdecken dabei das Johnsbachtal. Gleich im Anschluss kann die Entdeckungstour am Rauchbodenweg weitergehen. Hier bringt vor allem der Ausblick hinunter zur Enns und hinauf zu den überwältigenden Felswänden des Gesäuses Groß und Klein zum Staunen.  

Wanderer und Bergsteiger kommen auf den zahlreichen markierten Weitwanderwegen und Klettersteigen auf ihre Kosten. Am Luchstrail zeigen sich mit dem Nationalpark Gesäuse sowie dem Nationalpark Kalkalpen und dem Wildnisgebiet Dürrenstein drei international anerkannte Wildschutzgebiete von ihrer wilden Seite.

Die Klettersteige im Gesäuse wurden im Einklang mit der Natur geschaffen und bieten herausfordernde Touren mit herrlichen Aussichten. Routen gibt es für alle Anforderungsprofile, vom barrierefreien Spazierweg bis zur schwierigen Klettertour.

Erlebnis-Tipp: Die Nächte im Gesäuse zählen zu den dunkelsten in ganz Europa. Beim „Sternderl-Schauen“ rund um das Erlebniszentrum Weidendom im Nationalpark zeigen sich den Beobachtern bis zu 6.000 Sterne am dunklen Sternenhimmel Österreichs. Vor allem bei Neumond ist das Beobachten der Sterne besonders schön. An diesen Tagen prasseln Sternschnuppen vom Himmel und Tausende von Lichtjahren entfernte Sterne wirken zum Greifen nahe.

Sieben Naturwunder in der Steiermark

Naturparke im Grünen Herz Österreichs

Die sieben Naturparke der Steiermark repräsentieren eine Vielfalt charakteristischer Natur- und Kulturlandschaften, die sich durch ihre Unberührtheit, aber auch durch ihre natürlichen und kulturellen Höhepunkte auszeichnen. Außerdem bieten sie zahlreiche Möglichkeiten des Naturerlebens und -begreifens.

Doch nicht nur die Besucher erhalten hier die Gelegenheit, in die intakte Natur im Grünen Herz Österreichs einzutauchen. Die Naturparke bieten vor allem seltenen Pflanzen und Tieren einen geschützten Lebensraum.

Lesen im Grünen. Landsitz Pichlschloss in Mühlen, Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen | © Steiermark Tourismus | Tom Lamm

Naturpark Gastgeber

Ihre qualitätsgeprüften Unterkünfte in den Naturparken

Unsere Naturpark Gastgeber sind Hotels, Pensionen, Urlaub am Bauernhof-Betriebe und Privatzimmer-Vermieter. Jeder einzelne davon ist ein zertifizierter Botschafter der Naturpark-Philosophie. Sie sind Experten für gesundes Wohnen, gesundes Essen, gesunde Lebensräume und vermitteln Ihnen Naturerlebnisse in "ihrem" Naturpark.

Naturpark Gastgeber mit Herz

Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten

Facettenreicher UNESCO-Biosphärenpark Unteres Murtal in der Steiermark

Seit Juni 2019 hat Österreich einen vierten UNESCO-Biosphärenpark: Der Biosphärenpark Unteres Murtal in der Steiermark zwischen Bad Radkersburg und Mureck erstreckt sich als beeindruckende Flusslandschaft über 13.000 Hektar. Die Mur schafft hier mit ihrer natürlichen Flussdynamik ständig neue Lebensräume für unzählige bedrohte Tier- und Pflanzen-, darunter mehr als 300 Vogelarten. Auch zahlreiche Fischarten nutzen das Flusssystem auf ihren Wanderungen.

Und nicht zuletzt schützen intakte Auen hier an der österreichisch-slowenischen Grenze die Siedlungen vor Hochwasser und garantieren außerdem die Versorgung mit sauberem Trinkwasser.

Das einzigartige Naturjuwel ist kein Museum, sondern Lebens- und Erholungsraum für vielfältige Aktivitäten: Über Wissenswertes zu Fauna und Flora informieren sogenannte River’scools-Tafeln an den wichtigen Plätzen im Biosphärenpark.

Tipp: Unbedingt Fernglas oder Becherlupe mitnehmen, denn es gibt viel zu entdecken und zu bestaunen!

Ein idealer Ausgangspunkt für spannende Erlebnisse entlang des optimal ausgebauten Wegenetzes durch die Murauen ist Donnersdorf. Mit etwas Glück sichtet man hier sogar einen Seeadler, eine der seltensten Vogelarten der Steiermark. Beim Murturm in Mureck lässt sich das Gebiet aus der Vogelperspektive betrachten.

Ein Erlebnis für alle Sinne

Naturjuwele in der Steiermark

Die Naturjuwele der Steiermark bieten Stille und Erholung. Durch geringe Besucherzahlen und die ideale Lage fernab jeglichen Verkehrsgeschehens kann man hier die Umgebung mit allen Sinnen erleben: 

Die malerische Geräuschkulisse bestimmen nur die Tiere, das Rascheln der Blätter und das Rauschen des Wassers.

Das Geruchsorgan wird mit zartem Blumenduft, erfrischendem Wassergeruch und aromatischen Waldnoten verwöhnt.

Hände und Füße erfassen naturbelassene Oberflächen und Böden.

Natur pur schmeckt man beim Probieren des erfrischenden Quellwassers und der Wildfrüchte von den Wäldern und Wiesen.

Mit den Augen kann man das Wechselspiel von Licht und Schatten verfolgen.

Naturvielfalt der Steiermark erwandern

Das Wandern ist wohl eine der entspanntesten Möglichkeiten, um die Naturschutzgebiete im Grünen Herz Österreichs zu entdecken. Folgende Wandertouren und Themenwege führen an facettenreichen Wegen mit rauschenden Flüssen, ruhigen Wäldern und noch vielem mehr vorbei.

Naturerlebnisse in der Steiermark

Ob beim Waldbaden, bei Veranstaltungen in und über die Natur oder auf besonderen Themenwanderungen: Die steirischen Naturschätze lassen sich auf unterschiedliche Weise erkunden.