Schneeschuhwanderer in Hohentauern | © Erlebnisregion Murtal | Robert Maybach Schneeschuhwanderer in Hohentauern | © Erlebnisregion Murtal | Robert Maybach

    Schneeschuhwandern und Winterwandern

    Abseits der Trampelpfade zum wahren Naturerlebnis

    In der Abgeschiedenheit der Niederen Tauern, des Toten Gebirges, des Gesäuses, der Seetaler Alpen oder der Fischbacher Alpen wird Schneeschuhwandern zum wahren Naturerlebnis.

    Das Wandern mit federleichten Schneeschuhen durch unberührte, weiße Pracht ist eine entspannende und herrliche Alternative wie auch Ergänzung zum Skifahren und Snowboarden. In der Steiermark führen endlose Kilometer abseits der geräumten Wege durch die verschneite Winterlandschaft.

    Und das Beste daran: Großartige Vorkenntnisse braucht es nicht. Einfach Schneeschuhe anschnallen, und das Vergnügen kann losgehen. Nicht vergessen: Bitte das richtige Verhalten am Berg beachten.

    Die schönsten Schneeschwanderungen

    Ob eine gemütliche Rundtour zum Erproben der Schneeschuhe oder anspruchsvolle Trails durch dichte Wälder: In der Steiermark finden Anfänger und Geübte die passende Wanderung. Noch mehr Tourentipps finden sich im Rother Schneeschuhführer Steiermark von Silvia Sarcletti und Elisabeth Zienitzer.

    Sicher mit Schneeschuhen unterwegs

    Schritt für Schritt zur perfekten Schneeschuhwanderung:

    1. Schneeschuhtour sorgfältig planen: Vorzugsweise Touren mit geringen Höhenunterschieden wählen. Das erleichtert sowohl den Auf- als auch den Abstieg
    2. Wetter sowie Lawinengefahr beachten: Der LVS-Check am Start verschafft Klarheit
    3. Geeignete Ausrüstung wählen: 
      1. Warme Bergschuhe und dichte Gamaschen
      2. Stabile Schneeschuhe mit Steighilfe
      3. Robuste, verstellbare Wanderstöcke
      4. Rucksack mit ausreichend Proviant und Kleidung zum Wechseln
      5. Lawinen-Set bestehend aus LVS, Schaufel und Sonde
    4. Richtige Technik anwenden: Natürlich gehen, Steighilfen gezielt einsetzen und auch wieder lösen sowie beim Bergabgehen die Schneeschuhe gegebenenfalls abnehmen und sicher verstauen
    5. Auf Natur und Tierwelt Rücksicht nehmen

    Bequeme Vorbereitung: Die Informationen und Tipps des Österreichischen Alpenvereins rund um die Sicherheit bei Wintersportaktivitäten helfen bei der Planung. So wird jede Schneeschuhwanderung zum besonderen Naturerlebnis in der Steiermark.

    Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.
    – Johann Wolfgang von Goethe

    Genussmomente beim Winterwandern

    Natürlich darf auch beim Winterwandern die Einkehr nicht fehlen. Gemütlich auf einer Bank vor einer der zahlreichen Almhütten lassen sich in der Steiermark die Sonnenstrahlen und traumhaften Ausblicke genießen.

    Und das Beste daran: Auch der Gaumen freut sich. Bei frischer Bergluft schmecken die traditionellen steirischen Schmankerl besonders gut.

    Die schönsten Winterwanderwege

    Winterwandern in der Steiermark ist ein unvergessliches Erlebnis für Naturliebhaber und Erholungssuchende. Die verschneiten Landschaften schaffen eine traumhafte Kulisse für entspannte Wanderungen: Touren durch idyllische Wälder, vorbei an glitzernden Bächen und zu atemberaubenden Aussichten.

    Auf leisen Sohlen durch die Steiermark

    Schneeschuhwandern | © STG | Tom Lamm

    Wanderhotels Steiermark

    Für eine rundum gelungene Reise seien Urlaubern die spezialisierten Wanderhotels der Steiermark ans Herz gelegt. Diese begeistern mit einer Rundumbetreuung, die auf die Bedürfnisse von Wanderern abgestimmt ist. Spezielle Tourentipps, geführte Gruppenwanderungen, Wandertaxis und vieles mehr. In der Unterkunft versprechen Wellnessangebote wie Sauna, Dampfbad und Massagen sowie genussreiche regionale Köstlichkeiten optimale Regeneration. 

    Zu den Wanderhotels

    Winterfrische Geschichten

    Beeindruckende Landschaften zwischen Dachstein und Weinland sowie herzlichen Menschen sorgen immer wieder für unvegessliche Momente. Noch mehr Tipps für einen Winterurlaub in der Steiermark finden sich im Steiermark Online-Magazin.

    FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Schneeschuh- und Winterwandern in Österreich

    Was ist bei der Tourenplanung zu bedenken? Gibt es geführte Touren?

    Ob Winterwandern oder Schneeschuhwandern – mit der richtigen Vorbereitung wird der Winterurlaub in der Steiermark zu einem sicheren und intensiven Naturerlebnis. Hier finden sich die wichtigsten Antworten rund ums Winterwandern und Schneeschuhwandern in der Steiermark.

    Grundlagen & Einstieg

    Winterwanderwege sind ausreichend breit, nur mäßig steil und nicht ausgesetzt angelegt, so dass diese auch bei schlechtem Wetter und Schneefall relativ gefahrlos mit geeignetem Schuhwerk begangen werden können.

    Schneeschuhwanderwege führen abseits ausgetretener Pfade oder geräumter Wege durch die Landschaft. Wichtig: immer auf den markierten Wegen bleiben und nicht über Langlaufloipen gehen.

    Winterwandern und Schneeschuhwandern sind zwei ideale Formen für einen ruhigen Winterwanderurlaub abseits des Skibetriebs.

    Ein Winterwanderurlaub in der Steiermark eignet sich besonders für Menschen, die aktive Erholung und Ruhe abseits des hektischen Alltags suchen. Die Bewegung in der Natur bei niedrigen Temperaturen regt das Herz-Kreislauf-System an, stärkt das Immunsystem und macht den Körper weniger anfällig für Infekte.

    Schneeschuhwandern ist deutlich anstrengender als Sommerwandern. Daher ist speziell beim Schneeschuhwandern eine gute Grundkondition zu empfehlen. Besonders wenn der Schnee tiefer ist, wird jeder Schritt deutlich anstrengender.

    Als grober Richtwert zur Orientierung gilt: Eine Stunde Wandern im Sommer entspricht grob etwa 10 Minuten Schneeschuhwandern. Daher ist es ratsam die erste Schneeschuhwandertour mit einem Guide zu machen.

    Planung & Ausrüstung

    Wichtig ist atmungsaktive, wetterfeste Outdoor-Bekleidung. Beim Winterwandern ist zudem das richtige Schuhwerk entscheidend. Die Schuhe müssen gut sitzen, wärmen, stabil und wasserfest sein. Optimal sind Stiefel oder Wanderschuhe mit einer griffigen Sohle und einem guten Profil. Diese ermöglichen einen besseren Halt bei Schnee und Eis (Tipp: Grödel verwenden).

    Der Markt für Schneeschuhe ist mittlerweile riesig. Für die ersten Touren lohnt es sich, Schneeschuhe zu leihen – im Hotel oder auch im Ski- und Langlaufverleih vor Ort. So kann einmal ausprobiert werden, ob das Schneeschuhwandern Spaß macht und in welche Richtung die eigene Ausrüstung gehen soll.

    Was noch wichtig ist:

    • Sonnenschutz (Sonnenbrille, Sonnencreme, Haube)
    • Kälteschutz (Mütze, Handschuhe)
    • Rucksack mit gepolsterten Trageriemen und belüftetem Rücken
    • Wanderstöcke (ideal sind Teleskopstöcke)
    • Wasserflasche (auffüllbar)

    Was noch in den Rucksack gehört:

    • Ausweis, Versicherungs- und Mitgliedskarten (z.B. Alpenverein)
    • Bargeld (da es auf den meisten Hütten nicht möglich ist, mit Bankomat- oder Kreditkarte zu bezahlen)
    • Erste-Hilfe-Ausrüstung und persönliche Medikamente (Pflaster, Blasenpflaster Verbandsmaterial, Desinfektionsspray, Rettungsdecke, Vitamin-/Magnesiumtabletten, etc.)
    • Mobiltelefon mit vollem Akku und Ladegerät, ggf. Powerbank (wichtige Telefonnummern einspeichern, Alpinnotruf: 140)
    • Stirnlampe/kleine Taschenlampe
    • Taschenmesser und Feuerzeug
    • Toilettenpapier
    • Wanderkarte und Informationsmaterial, GPS optional

    Unbedingt auch ausreichend Essen und Trinken mitnehmen. Müsliriegel, Nüsse oder Trockenobst eignen sich gut als Snack. Durch die körperliche Belastung als auch durch die niedrigen Temperaturen hat man einen erhöhten Kalorien- und Flüssigkeitsverbrauch.

    Ja. In der Steiermark gibt es zahlreiche ausgewiesene Touren. Die Tour muss der Kondition, aber auch der Schneeverhältnisse entsprechend ausgewählt werden. Je nach Schneelage wird der Weg auch leichter oder schwerer. Wichtig: Wer sich selbstüberschätzt, tut sich am Ende keinen Gefallen.

    Informationen zu markierten Winterwanderwegen und Schneeschuhtouren erhalten Gäste bei den regionalen Tourismusbüros.

    Ja. Das Angebot reicht von Schneeschuhwanderungen für Einsteigerinnen und Einsteiger bis zu Gipfeltouren mit geprüften Guides. Geführte Schneeschuhwanderungen sind besonders für Frischlinge ideal, um die richtige Technik von Beginn an zu erlernen.

    Sicherheit & Naturverträglichkeit

    Bitte immer auf den markierten Wegen bleiben. Unberührte Schneeflächen sind oft wichtige Rückzugsorte für Wildtiere, die im Winter besonders empfindlich auf Störungen reagieren. Rehe, Gämse und andere Tiere geraten durch unerwartete Begegnungen in Stress. Eine einzige Störung kann sie zwingen, überlebenswichtige Kraftreserven zu verbrauchen.

    Auch Pflanzen unter der Schneedecke können durch Spuren dauerhaft geschädigt werden. Markierte Winterwander- und Schneeschuhrouten sind daher nicht nur sicherer, sondern auch naturverträglich geplant.

    Beim Winterwandern und Schneeschuhwandern besteht allgemein wenig Gefahr für Verletzungen, wenn die Sicherheitsvorschriften beachtet werden und die Ausrüstung angemessen ist. Da es jedoch nicht nur ein Spaziergang durch den Schnee ist, sondern speziell eine Schneeschuhtour eine sportliche Aktivität ist, ist eine gute Planung wichtig.

    Wenn es etwas glatt ist, sind beim Winterwandern Wanderstöcke – im Idealfall Teleskopstöcke – sehr hilfreich. Eisige Stellen können oftmals auch am Wegrand „umgangen“ werden. In zahlreichen Hotels kann man sich übrigens Schneeschuhe wie auch Wanderstöcke ausleihen.

    Der Alpin-Notruf 140 ist in ganz Österreich für Unfälle im alpinen Gelände vorgesehen. Alternativ kann der Euronotruf 112 gewählt werden – beide Nummern lösen die Rettungskette aus.

    Regionen & besondere Erlebnisse

    Beliebte Winter- und Schneeschuhwanderregionen sind unter anderem:

    Für Sportliche:

    • Schladming-Dachstein
    • Gesäuse
    • Erzberg-Leoben

    Für Genussmenschen:

    • die Seenlandschaften im Ausseerland Salzkammergut
    • die Almen in der Hochsteiermark, Region Murau, Erlebnisregion Murtal und im Westen der Erlebnisregion Graz rund um die Koralm
    • die Weinregionen in der Oststeiermark, im Themen- & Vulkanland und in der Südsteiermark

    Für Ruhesuchende:

    • die Naturparke, die insbesondere auf Entspannungsurlaub setzen

    Lesetipp: Zwischen den Schneeflocken: Zwei Schneeschuhwander-Expertinnen erzählen

    Ja. Zahlreiche Bergstationen von Seilbahnen und Sesselliften sind Ausgangspunkte für Winterwanderwege und Schneeschuhtouren. Besonders beliebt sind:

    • Tauplitz/Tauplitzalm
    • Stuhleck
    • Kreischberg
    • Rittisberg

    Tipp: Das Winterwanderticket Stuhleck und das Winterwanderticket Schladming-Dachstein gilt auf den Bergen Planai, Hochwurzen, Dachstein, Galsterberg, Reiteralm, Fageralm und Hauser Kaibling. Inkludiert sind zahlreiche Fahrten mit Seilbahnen, Sesselliften und Bussen.

    Ja, ganz ausgezeichnet. Ein Winterwanderurlaub in der Steiermark lässt sich ideal mit Wellness, Thermenbesuchen und regionaler Kulinarik kombinieren. Zahlreiche Wanderhotels haben einen Wellnessbereich und die 9 Thermen in der Steiermark laden natürlich auch zur Entspannung ein.

    Kulinarisch verwöhnt wird man bei den Touren in zahlreichen Hütten. Hier bitte bei der Planung der Touren die Winteröffnungszeiten der Hütten beachten.

    Absolut. Ein nachhaltiger Winterurlaub in der Steiermark ist besonders einfach umzusetzen. Winterwandern und Schneeschuhwandern ist eine sanfte Urlaubsform mit Fokus auf Regionalität, kurze Wege und Naturerlebnis.

    Zahlreiche Regionen sind bestens mit der Bahn erreichbar. Vor Ort gibt es vielerorts Skibusse, die auch Wanderer (fallweise gegen ein geringes Entgelt) nutzen dürfen und Shuttle-Dienste.

    Hunde sind stets an der Leine zu führen, möglichst in der Mitte der Gruppe zu halten und sollten einen Beißkorb tragen. Bitte sich auch versichern, dass der Hund in guter gesundheitlicher Verfassung ist.

    Gegebenenfalls ist dies mit einem Tierarzt zu besprechen. Zudem benötigt der Hund – je nach Rasse – einen Pfotenschutz wie auch ausreichend Futter und Wasser. Bitte vorab auch regionale Bestimmungen beachten!

    Die FAQs wurden mit Unterstützung von KI erstellt. Die endgültige Zusammenstellung und Kuratierung erfolgte durch Mag. Günther Steininger, Steiermark Tourismus.

    Den Winter in der Steiermark erleben