Auf der Reiteralm am Spiegelsee mit Blick auf Dachstein | © Steiermark Tourismus | photo-austria.at Auf der Reiteralm am Spiegelsee mit Blick auf Dachstein | © Steiermark Tourismus | photo-austria.at
    Wanderwege so weit das Auge reicht

    Wandern in der Steiermark

    Vom Blütenfrühling bis zur Winterfrische gibt das Wandern in der Steiermark Schritt für Schritt neue Kraft. Ein aktiver Ausflug in die Berge, durch die Wälder, entlang von Bächen oder durch die Gärten reinigt die Seele.

    Klettersteig oder Weinwanderweg? Almhütte oder Buschenschank? Wanderer haben die Wahl. Das Grüne Herz Österreichs lädt dazu ein, die Natur bewusst zu genießen und in gemütlichen Almhütten, Gasthäusern oder Buschenschänken einzukehren. Schroffe Gebirge im alpinen Norden, Europas größtes zusammenhängendes Almgebiet im Osten oder das sanfte Weinland im nahezu mediterranen Süden: Wie landschaftlich vielfältig und erlebnisreich die Steiermark ist, lässt sich wohl am besten bei einer Wanderung entdecken ...

    „Nur wo zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“
    Johann Wolfgang von Goethe, Dichter und Naturforscher

    Die schönste Entdeckungsreise im Grünen Herz Österreichs

    Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“

    Die Wanderdestination Steiermark ist geprägt von spannenden Gegensätzen. So begeistert einerseits der Facettenreichtum rund um die Bergpersönlichkeiten Dachstein, Gesäuse oder Hochschwab – sowohl mit erstaunlichen Geschichten zu Alpinismus, Historie, Kulinarik wie auch mit den Menschen, die diese Landschaft prägen. Andererseits verzaubert die liebliche Gegend, gesäumt von Wein- und Apfelgärten im Süden und Osten. Hier führen die Wanderwege zu idyllisch gelegenen Buschenschänken und kulinarischen Manufakturen.

    Die schönste Entdeckungsreise im Grünen Herz Österreichs stellt die Wanderroute „Vom Gletscher zum Weindar. Marschieren von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, von Hütte zu Hütte, von Buschenschank zu Buschenschank und durch die abwechslungsreiche Landschaft der Steiermark. Die Wanderung führt auf einer Nordroute und einer Südroute – wie es beliebt – über sanfte Almen und zu spannenden Ausflugszielen bis ins Weinland im Süden und Osten der Steiermark. Atemberaubende Aussichten und Fotopunkte sind ständige Wegbegleiter.

    Reich an wohltuendem Nass

    Wege zum Wasser

    Wilde Wasser in Schladming. Fallende Wasser wie die Palfauer Wasserlochklamm im Gesäuse. Oder die Raabklamm, die längste Schlucht Österreichs. Wer am und zum Wasser wandern möchte, hat in der Steiermark vielfach Gelegenheit dazu. Zum Wasserreichtum zählen neben den vielen tosenden Bächen und rauschenden Flüssen entlang der Wanderrouten auch die unzähligen Bergseen – allein in den Schladminger Tauern sind es mehr als 300. 

    Die Tauplitz präsentiert sich wiederum als das größte Seenhochplateau Mitteleuropas. Die Berge Hochschwab und Rax versorgen die Städte Wien und Graz über Hochquellenwasserleitungen mit Trinkwasser. Das und noch mehr erfahren Aktivurlauber auf den Wasserwanderwegen im Grünen Herz Österreichs. Allerorts lässt sich abwechslungsreiche Bewegung mit wohlverdienter Abkühlung verbinden. 

    Vom Apfel bis zum Wein

    Wege zum Genuss

    Ob Norden, Süden, Osten oder Westen: In allen Himmelsrichtungen gelangen Feinschmecker auf speziellen Genusswanderungen zu den regionalen Köstlichkeiten, für die die Steiermark berühmt ist. 

    Auf der Glanzer Weintour, am Schilcherweg, dem Weinweg der Sinne oder dem Klöcher Traminerweg wandern und verkosten Urlauber zwischen Sauvignon Blanc und Schilcher Traube. Alternativ empfiehlt es sich, durch die herrlichen Obstgärten in der Oststeiermark zu schlendern: Auf der Elzer Roas geht es in Form einer Achterschleife auf insgesamt 3,5 Kilometern durch die sanft gegliederten Obstgärten - allerlei Wissenswertes über den Apfel inklusive. 

    Weitwandern und Pilgern

    Auf Wanderreise durch die Steiermark

    Wer den Zauber der Natur und die herrliche Bergwelt ausgiebig erleben möchte, sollte sich zu einem der vielen attraktiven Weitwanderwege in der Steiermark aufmachen. Hier findet sich das dichteste Weitwanderwegenetz im Alpenraum, das einerseits durch die lange Bergsteigerhistorie der Steiermark begründet ist. Und andererseits durch die seit Jahrhunderten gelebten Wallfahrten und Pilgerreisen nach Mariazell – dem Pilgerweg schlechthin in Österreich.

    Via Ferratas zwischen Dachstein und Riegersburg

    Klettersteige in der Steiermark

    Lust auf neue Perspektiven? Wo Wanderwege enden, beginnt in der Steiermark oftmals ein neues Erlebnis: Klettersteige oder eine Kletterroute gilt es zu bezwingen. Der Wunsch sich entlang von Drahtseilen und Leitern durch Felswände zu bewegen, erfährt immer mehr Zuspruch. Kein Wunder, ermöglichen sie es doch, die Bergwelt zwischen Dachstein, Gesäuse, Hochschwab und Rax bis zur Riegersburg oder den Seetaler Alpen auf spektakuläre Art und Weise zu entdecken.

    Apropos Ramsau am Dachstein: 22 Klettersteige und -touren, darunter ein Kinderklettersteig und drei Jugendklettersteige sowie „Kalis Klettersteiggarten“, machen den Dachstein zum Klettersteig-Hotspot in Österreich.

    Unterwegs mit kleinen Gipfelstürmern

    Familienwandern im Grünen Herz Österreichs

    Auch viele kleine Schritte führen ans Ziel – und dank der Tourenvielfalt wandern auch Kinder mit Freude durch die Steiermark. Mehr noch, die Wanderung im Grünen Herz Österreichs wird schnell zum Abenteuer. Zum Beispiel auf einer der folgenden familienfreundlichen Touren:

    Angebote, Unterkünfte und Touren

    Wanderurlaub in der Steiermark planen

    Für eine rundum gelungene Reise seien Urlaubern die spezialisierten Wanderhotels der Steiermark ans Herz gelegt. Diese begeistern mit einer Rundumbetreuung, die auf die Bedürfnisse von Wanderern abgestimmt ist. Spezielle Tourentipps, geführte Gruppenwanderungen, Wandertaxis und vieles mehr. In der Unterkunft versprechen Wellnessangebote wie Sauna, Dampfbad und Massagen sowie genussreiche regionale Köstlichkeiten optimale Regeneration. 

    Welcher Weg darf es sein? Spezielle Touren für das Wandern mit Hund oder Stadtspaziergänge in der Genusshauptstadt Graz: Das Tourenportal gibt einen Überblick über alle Wanderungen im Grünen Herz Österreichs. Wer noch nach einem passenden Angebot für den Wanderurlaub sucht, wird vielleicht bei den nachfolgenden Pauschalen fündig:

    Almen, Hütten und Seilbahnen

    Für den Wohlfühlfaktor beim Wandern

    Almen gelten seit jeher als natürliche Sehnsuchtsorte. In der Steiermark erstrecken sich rund 1.900 Almen auf insgesamt 146.000 Hektar. In Hunderten von Almhütten ist es Haltern und Wirten eine Herzensangelegenheit, erholungssuchende Gäste kulinarisch zu verwöhnen. Einzigartige Genussmomente versprechen zum Beispiel die Almkulinarik by Richard Rauch oder die ausgezeichneten Kulinarium Steiermark Hütten

    Gut zu wissen: Zahlreiche Seilbahnen sind auch im Sommer geöffnet, erleichtern den Aufstieg und sind der Ausgangspunkt zu zahlreichen Attraktionen am Berg. Mit der Sommercard können Urlauber die Seilbahnen und Sessellifte der Urlaubsregion Schladming-Dachstein kostenfrei nutzen. Zudem sollte sich jeder Gast mit den Sicherheitsregeln vertraut machen.

    Wandern "Vom Gletscher zum Wein" nach Klöch, Südoststeiermark | © Steiermark Tourismus | Tom Lamm
    Hölzlerhütte auf der Eselsberger Alm (bei Oberwölz-Lachtal) | © Steiermark Tourismus | Günther Steininger
    Wanderroute Vom Gletscher zum Wein: Etappe 2 beim Friedenskircherl (Stoderzinken) | © Steiermark Tourismus | Pixelmaker

    Ein Sport mit Geschichte

    Wissenswertes zum Bergwandern in der Steiermark 

    Es gibt eine ganze Reihe von Ereignissen, die die Geschichte des Wanderns und Bergsteigens in der Steiermark geprägt haben. Hier ein paar Einblicke und Anregungen für weiterführende Informationen: 

    • Das Gesäuse ist auch als Universität des Bergsteigens bekannt. Dieser Name ist auf den Journalisten und Kletterpionier Kurt Maix zurückzuführen. Seit der Wende zum 20. Jahrhundert gilt die Region als Kletterparadies der Wiener Bergsteigerschule. 
    • Die Rax ist die Geburtsstätte der Wiener Alpinschule.
    • Nach einem tödlichen Unfall dreier Wiener Alpinisten wurde in Mürzzuschlag am Fuße von Rax, Schneealm und Stuhleck im März 1896 die erste Bergrettungsstelle der Welt eingerichtet.
    • Am Fuße des Dachstein befindet sich ein Alpinmuseum.
    • In der Landeshauptstadt Graz findet jährlich das Internationale Mountainfilm Festival statt. 
    • Erstmals bestiegen wurde der Hohe Dachstein durch die Gebrüder Adam und Peter Gappmayr gemeinsam mit Karl Thurwieser im Jahr 1834 - es gibt Hinweise, dass Peter Gappmayr schon 1832 am Gipfel stand. Im Jahr 1810 gelang Erzherzog Johann schon die erste Überquerung des Dachsteinmassivs. Heute führt von Ramsau am Dachstein eine Panoramagondel auf den Gletscher. Viele bedeutende Menschen haben die Bergpersönlichkeit Dachstein geformt: Maler, Schriftsteller, Forscher und Adelige, Bergsteiger, Kletterer und Höhlenforscher, Bergleute und Handwerker.

    Apropos Kletterer: Ramsau am Dachstein ist das Klettersteiggebiet Nr. 1 in Österreich. Bergfexe erwarten 22 Klettersteige, davon drei Jugendklettersteige und ein Kinderklettersteig, Kalis Klettersteiggarten und Einsteigerkurse mit Klettersteigschein.

    Hinweis: Es wird eindringlich empfohlen, den Dachsteingipfel nur mit einem Bergführer zu besteigen. Zwischen dem Kalkgestein des Dachsteinmassivs und dem Gletscher ergeben sich jeden Sommer aufgrund der Schnee- und Eisschmelze Öffnungen, die mehrere Meter breit sein können. Für Fragen und nähere Informationen zu geführten Touren steht das Bergführerbüro Ramsau am Dachstein gerne zur Verfügung.

    Aktiv in der Steiermark