...da möchte man probieren | © Thermen- & Vulkanland Steiermark | Harald Eisenberger ...da möchte man probieren | © Thermen- & Vulkanland Steiermark | Harald Eisenberger
Mit Leidenschaft und Lebensfreude hergestellt

Vulkanisch geprägte Weine

Im Thermen- & Vulkanland gibt's Wein vom Vulkan: Vom einstigen Feuer blieb dessen Temperament. Die Betriebe sind klein, ihre Produkte hingegen groß.

Wer auf einen spannenden Dialog zwischen moderner Wellness- und traditionsreicher Weinkultur nicht verzichten will, der ist im Thermen- & Vulkanland Steiermark bestens aufgehoben. Der Mensch ist hier ein großer Baumeister, der seit Jahrhunderten die Natur mit fruchtbaren Weinbergen formt und kultiviert. Die Weinbauregion im Thermen- & Vulkanland nennt sich „Vulkanland Steiermark“ und was hier in den Holzfässern oder Stahltanks reift, gefällt nicht nur den heimischen Konsumenten. Die Rot- und Weißweine erreichen internationale Klasse, auch wenn das südoststeirische Anbaugebiet mit gerade einmal 1.644 Hektar Rebfläche eher kleinere Ausmaße erreicht.  

Auf den 1.644 Hektar des steirischen Vulkanlands wächst eine ansehnliche Sortenvielfalt an Weinreben. Freunde des Traminers sollten sich unbedingt einen Zwischenstopp in Klöch einplanen. In Straden und seiner Umgebung findet der Grauburgunder optimale Verhältnisse vor, so hat das Gebiet diesen auch als Leitsorte kultiviert. 

An der Spitze des Weinanbaugebietes steht mengenmäßig der Welschriesling  (310 Hektar). Danach folgen mit 239 Hektar die Reben des Weißburgunders, vor der Nachhut weißer Sorten aus Sauvignon Blanc (108 Hektar), Morillon (92 Hektar), Gelber Muskateller und  Riesling steht die rote Sorte Zweigelt mit rund 77 Hektar an dritter Stelle der Anbaufläche. Die weißen Rebsorten finden im Vulkanland Steiermark DAC Platz, die roten Sorten kommen mit der Herkunftsbezeichnung „Steiermark“ auf den Markt. 

Die wichtigsten Anbauinseln und Zentren des lokalen Weingeschehens sind – von Nord nach Süd – die neuen  Ortsweingebiete Oststeiermark, Riegersburg, Gleichenberg, Kapfenstein, St. Anna am Aigen, Straden, St. Peter, Tieschen und Klöch. 

  

Boden des Vulkanlands Steiermark

Weine aus der Weinbauregion Vulkanland Steiermark besitzen sehr hohe Qualitäten und haben allesamt etwas mit Erdgeschichte zu tun. Denn das Anbaugebiet wird von Millionen Jahre alten Gesteinsschichten geprägt, die durch aktive Vulkane vor rund acht bis zehn Millionen Jahren entstanden sind. Auf ihrer Suche nach Nährstoffen dringen heute die Wurzeln der Rebstöcke tief in den Boden ein und werden dadurch stark beeinflusst. Viele Reben wachsen auf den Ablagerungen aus dem Meer der Paratehys, längst versiegter Seen und Flüssen des Steirischen Beckens sowie auf quartären Terrassenschottern. 

Vulkanisches Gestein tritt im Vulkanland als Tuff und als Basalt auf. Tuff ist das Material, das vor Millionen von Jahren explosiv aus einem Vulkan geschleudert wurde, dann als Niederschlag größerer und kleinerer sogenannter Pyroklasten und als Ascheregen auf die Erde herunterfiel und sich im Laufe der Zeit zu einem meist porösen Gestein verfestigte. Basalt dagegen ist erkaltetes Magma, also flüssiges Gestein aus dem Erdinneren, das nach dem Austritt abkühlte, erstarrte, hart und kompakt wurde und eine neue Gestein- und Bodenschicht bildete. 

 

 

Klima im Thermen-& VUlkanland 

Ein weiteres Kriterium ist das Klima, das hier eine Sonderstellung einnimmt. Gegenüber der Südsteiermark hält man bereits im Frühjahr in der Vegetationsentwicklung meist einen Vorsprung von einer Woche, den man bis zur Lese nicht mehr abgibt. Auch die physiologische Reife der Trauben setzt früher ein als anderswo in der Steiermark, die daraus entstehenden Weine wirken sehr elegant und glänzen mit tiefer, reifer Mineralik, brillanter Finesse und animierendem Trinkfluss. 

Wein & Genuss in einer Region vereint

Die Urlauber im Thermen- & Vulkanland schätzen insbesondere das ursprünglich gebliebene und naturnahe Lebensgefühl, das die Region prägt. Vier Weinstraßen führen durch die romantische Hügellandschaft, perfekt beschilderte Themenwanderwege - wie beispielsweise der Weinweg der Sinne - ergänzen das Angebot, das Land zu durchqueren und von seinen Besonderheiten zu erfahren. 

Auf diesen Wegen laden überall kleine Buschenschanken mit freundlichen Gastgebern zur kurzen oder langen Rast ein, wo der Einkehrende neben Geschichten vom Wein auch von der anderen kulinarischen Köstlichkeit der Gegend erzählt bekommt: wie beispielsweise dem einzigartigen steirischen Kürbiskernöl oder der steirischen Käferbohne.