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An apple a day keeps the doctor away

Der Apfel und die Steiermark

Wer einmal in einen steirischen Apfel gebissen hat, weiß, wie herrlich saftig und knackig er ist. Doch die steirische Paradiesfrucht kann auch aromatisch, würzig, zart-säuerlich und süßlich – ein sehr vielfältiges Obst eben. Was sie alle gemeinsam haben? Sie sind vitaminreich!

„In den sauren Apfel beißen …“, das machen die Steirer herzhaft gerne. Und wer den köstlichen steirischen Apfel erst mal probiert hat, wird dies auch verstehen. Die Steiermark verfügt mit einer Fläche von 5.200 Hektar über das größte Apfelanbaugebiet Österreichs. Dort werden jährlich 180.000 Tonnen Äpfel geerntet. Die Sorten reichen von zart-säuerlich bis süß-fruchtig.

Zahlreiche Sonnenstunden im Sommer, teils signifikante Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht im Herbst: Das besondere Klima der Oststeiermark verleiht den Äpfel aus der Region ihren besonderen Geschmack, ihre intensive Farb- und Aromabildung sowie ihr ausgewogenes Verhältnis zwischen Zucker und Säure.

Zu Gast im Apfelland

Gala, Fuji oder Kronprinz Rudolf – insgesamt zehn verschiedene Apfelsorten hat die Steiermark zu bieten. Geschmacklich sind sie so vielfältig wie die Natur im Grünen Herz Österreichs selbst. Da ist für jeden etwas Passendes dabei. Direkt vom Baum ließe sich der Apfel natürlich am besten naschen. Oftmals steht ihm aber noch eine weite Reise bevor, bis er letztendlich als Apfelessig, Apfelkren oder Apfelstrudel in den heimischen Küchen der Steiermark Einzug hält. Und nicht nur fürs Kochen und Backen wird der steirische Apfel gerne verwendet. In gepresster Form überzeugt er seine Genießer als Most, Cider oder Fruchtsaft

Rund um die abwechslungsreiche Frucht bietet das Apfelland zahlreiche Verkostungsmöglichkeiten an. Ausflugsziele wie das Haus des Apfels laden zum Gustieren und Kennenlernen ein. Rund um die Apfelhauptstadt Puch bei Weiz finden außerdem jährlich Veranstaltungen wie das Apfelblüten- oder Apfelstraßenfest statt, wo man sich an kulinarischen Schmankerln rund um den Apfel erfreut – in Begleitung von Volksmusik und Tanz.

Steirische Apfelsorten

Der Apfel ist Österreichs Lieblingsobst und die Steirische Apfelstraße der Hauptlieferant. Würde man die im Apfelland in der Oststeiermark geernteten Äpfel aneinanderreihen, ginge diese Apfelstraße von Puch bei Weiz bis Peking.

Das Tolle am Apfel? Er lässt sich immer wieder neu entdecken. Die steirischen Apfelsorten können vielfältig verarbeitet werden: 

  • Arlet: für Kompott, Gelees, Desserts oder zu würzig-kräftigem Schnittkäse
  • Braeburn: für deftige Brettljausen und fruchtige Obstsalate
  • Elstar: für Apfelkren und herzhafte Obstsalate oder zu cremigem Weichkäse
  • Fuji: zum Braten und Schmoren, aber auch für Kompott und Gelees
  • Gala: für glasierte Äpfel und zum Backen, aber auch als süßer Bratapfel
  • Golden Delicious: zum Backen und für Desserts, harmoniert hervorragend mit Edelschimmelkäse
  • Idared: für Apfelmus und Kompott
  • Jonagold: zum Backen, für Obstsalate, Chutneys und frische Säfte
  • Kronprinz Rudolf: der Klassiker, ideal für Apfelstrudel
  • Topaz: festfleischige und relativ junge Sorte, am besten einfach reinbeißen
Apfel-Stillleben an der steirischen Apfelstraße | © Steiermark Tourismus | Tom Lamm
Apollonia Kelz und ihr Apfelstrudel: ein Gedicht. Haus des Apfel in Puch bei Weiz | © Steiermark Tourismus | Tom Lamm
Über 100 Obstsorten im Bioobsthof Schloffer in Anger, Oststeiermark | © Steiermark Tourismus | Johannes Geyer

Prost und Mahlzeit: steirische Schmankerl mit Apfel

Zum Essen und Trinken, zum Verkosten vor Ort und zum Mitnehmen für Zuhause – es gibt viele Wege, den steirischen Apfel zu erleben.

Apfelwein und Most

Eine deftige Jause mit knusprigem Brot, würzigem Käse, selbstgemachten Aufstrichen und dazu frischer Apfelwein oder Most – damit ist der Genussmoment des Tages gesichert. Der „Most“ ist schon seit jeher eine beliebte Köstlichkeit im Grünen Herz Österreichs. Der Begriff Most stammt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet „junger Wein“. Er ist eine gern gesehene Erfrischung, die vor allem in den steirischen Gaststätten und Buschenschenken serviert wird. Zum traditionellen Most gesellen sich neue, regionale Apfel-Wein-Kreationen, die am besten frisch und gekühlt getrunken werden.

Serviert wird der Trinkgenuss in Buschenschänken oder in ausgewählten Lokalen und Restaurants. Oft können Apfelweine und Most auch auf Bauernmärkten und in Hofläden direkt bei den regionalen Produzenten gekauft werden.

Fruchtige Spezialitäten der Apfelwirte

Wem das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn er an einen frischen steirischen Apfel denkt, der ist bei den Apfelwirten genau richtig. Entlang der rund 25 Kilometer langen Apfelstraße, die von St. Ruprecht an der Raab über Puch bei Weiz bis Anger führt, bieten ausgewählte Gaststätten besondere Schmankerl zum Schlemmen an.

Und auch die Mürztaler StreuObstRegion lädt zum Apfelgenuss ein. In diesen besonderen Gasthäusern stehen alte Obstsorten und Wildfrüchte am Speiseplan, die sich zu wunderbaren Gaumenfreuden in traditionellen und modernen Gerichten vereinen.

Kulinarische Schätze aus der Steiermark