Skitour auf der Frauenalpe mit Apollonia-Kapelle | © STG | Tom Lamm Skitour auf der Frauenalpe mit Apollonia-Kapelle | © STG | Tom Lamm

    Skitouren in der Steiermark

    Skivergnügen am Puls der Natur

    Die Ursprünglichkeit des Skivergnügens in allen Zügen erleben. Wenn man abseits der Pisten die eigene Spur in den Schnee zeichnet, ist man wohl am wahren Puls der Natur angekommen.

    Wohin einen Skitourengeher die Reise auch führt, das Angebot an Skitouren und -gebieten in der Steiermark ist vielfältig. Aber eines ist gewiss: Skitouren in der Steiermark ermöglichen unvergessliche Momente und offenbaren traumhafte Eindrücke von der steirischen Berglandschaft.

    Nicht vergessen: Bitte das richtige Verhalten am Berg beachten und schon bei der Tourenplanung den aktuellen Stand der Lawinenwarnstufe und die Wetterprognose einbeziehen.

    Skitourengehen– eine Wintersportart für Jedermann

    Die Steiermark ist ein wahres Eldorado für Skitourengeher und bietet wunderschöne Routen in unterschiedlichsten Landschaften und Höhenlagen. Egal, ob

    • kurz und anspruchsvoll,
    • herausfordernd und steil oder
    • sanft und ausgedehnt,

    in den alpinen Regionen – ob in den Schladminger Tauern, im Gesäuse, am Hochschwab oder in den Seetaler und Fischbacher Alpen – finden sowohl Einsteiger und Genießer als auch Könner die geeignete Skitour.

    Sicher unterwegs: Vorbereitung ist das A und O. Skitouren- und Lawinenkundeseminare bereiten insbesondere Einsteiger bestens auf das Naturerlebnis vor. Vielerorts werden auch Kurse mit Skitourenführern für Anfänger wie auch Fortgeschrittene angeboten.

    Skitour auf die Viehbergalm | © STG | photo-austria.at
    Skitour auf die Viehbergalm | © STG | photo-austria.at

    Skitouren in der Steiermark

    Eine Übersicht zu allen Skitouren zwischen Dachstein, Fischbacher Alpen und Koralm. Bitte bei der Planung den aktellen Stand der Lawinenwarnstufe beachten.

    Zu den Skitouren in der Steiermark

    Österreichs National-Skitour

    Dachstein Überquerung

    Der Höhepunkt schlechthin und ein Muss für alle Naturfreunde ist Österreichs National-Skitour am Dachstein. Die Überschreitung führt durch das alpine UNESCO-Weltkulturerbe Dachstein Salzkammergut und zählt zu den klassischen großen Ski-Überquerungen der Alpen. Schon bei der Gondelfahrt zur Bergstation wird klar: Diese Skitour ist etwas ganz Besonderes. Mit Ruhe und Besonnenheit erfolgt der Aufstieg zur Dachsteinwarte. Zur Einkehr laden die Simonyhütte und die Gjaid-Alm ein. In sanften Schwüngen führt die 30 Kilometer lange Abfahrt durch feinsten Pulverschnee und umringt von Gipfeln zurück ins Tal.

    Die schönsten Skitourenregionen in der Steiermark

    Von hochalpin bis genussreich

    Die Steiermark bietet sehr vielfältige Skitourenregionen – von hochalpinen Klassikern bis zu genussvollen Touren in ruhiger Natur. Welche Region sich besonders eignet, hängt von Erfahrung, Kondition und dem gewünschten Erlebnis ab.

    Rau und anspruchsvoll

    Skitouren für Fortgeschrittene und Profis

    Hochalpine Herausforderungen bietet der Dachstein mit hoher Schneesicherheit, langer Saison und anspruchsvollen Gletscher-, Gipfel- und Frühjahrstouren – ideal für erfahrene Skitourengeher.

    Das Gesäuse begeistert mit steilem, unberührtem Gelände und alpinem Charakter für Fortgeschrittene und Profis. Um ein respektvolles Miteinander von Tier und Mensch am Berg zu ermöglichen, wurden vom Nationalpark Routen angelegt, wo die Tierwelt möglichst wenig gestört wird und Rückzugsgebiete findet.

    Rau, weitläufig und ursprünglich präsentieren sich die Eisenerzer Alpen in Erzberg-Leoben: klassische Anstiege, offene Hänge und markante Gipfel machen sie zu einem Geheimtipp für anspruchsvolle Skitouren abseits des Massentourismus.

    Weite, Ruhe und alpine Vielfalt

    Skitouren für Genießer und echte Bergfexe

    Die Niederen Tauern bieten eine große Auswahl an klassischen Skitouren, übersichtliches Gelände und viele Routen abseits stark frequentierter Bereiche – ideal für Einsteiger mit Grundkenntnissen, Genießer und Fortgeschrittene. Tipp: Hohentauern in der Erlebnisregion Murtal.

    Im Ausseerland Salzkammergut stehen landschaftlich reizvolle, ruhige Skitouren auf der Tauplitz, am Loser oder auf das Große Tragl am Programm.

    Der Hochschwab begeistert mit Weite, Aussicht und Ursprünglichkeit – erfordert jedoch gute Orientierung im offenen Gelände.

    Sanft, weit und still

    Skitouren für Einsteiger und Ruhesuchende

    Die Seetaler Alpen rund um den Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen zählen zu den beliebtesten Skitourengebieten in den Regionen Murau und Murtal – geprägt von sanften Bergen und viel Ruhe.

    Die Bergmassive von Veitsch, Schneealm und Rax rund um den Naturpark Mürzer Oberland in der Hochsteiermark begeistern mit weitläufigen Almen, eindrucksvollen Hochflächen und hoher Landschaftsqualität.

    In den Fischbacher Alpen am Ostrand der Alpen erwarten Skitourengeher sanfte Gipfel, gleichmäßige Hänge und naturverbundene Touren abseits bekannter Hotspots.

    Empfehlung für eine sichere Skitour

    Eine sorgfältige Tourenplanung, die richtige Ausrüstung, die Lawinensituation immer im Blick ... Mit den zehn Empfehlungen für sicheres Skitourengehen des Österreichischen Alpenvereins steht einem problemlosen Touren-Erlebnis nichts mehr im Weg.

    Noch mehr Informationen bietet das Video Sicher auf Skitour des Österreichischen Alpenvereins.

    Pistenskitouren

    Die etwas andere Art der Skitour

    Pistenskitouren in der Steiermark sind eine sichere Alternative zum freien Gelände bei geringer Schneelage oder bei großen Schneemengen und somit hoher Lawinengefahr. Pistenskitouren sind besonders beliebt bei Einsteigern, Trainingsorientierten und bei unsicheren Lawinenverhältnissen. Wichtig ist, dass aus Sicherheitsgründen ausschließlich die ausgewiesenen Aufstiegsrouten für Skitourengeher genutzt werden. Ebenso sind zur eigenen Sicherheit unbedingt die vom Skigebiet veröffentlichten Aufstiegs- und Abfahrtszeiten einzuhalten.

    Einige Skigebiete verlangen ein Touren-Ticket, das die Benützung der Infrastruktur (Aufstiegsspur, Parkplatz etc.) abdeckt. Details zu den Aufstiegsrouten, Zeiten und Gebühren (z. B. Tourentickets) finden sich direkt beim jeweiligen Skigebiet:

    Tipp: das Skitouren Ticket Schladming-Dachstein ist auf Planai, Hochwurzen, Galsterberg, Rittisberg und Fageralm gültig.

    Winterfrische Geschichten

    Beeindruckende Landschaften zwischen Dachstein und Weinland sowie herzlichen Menschen sorgen immer wieder für unvegessliche Momente. Noch mehr Tipps für einen Winterurlaub in der Steiermark finden sich im Steiermark Online-Magazin.

    FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Skitourengehen in Österreich

    Beim Skitourengehen spielt der respektvolle Umgang mit Natur und Umwelt eine zentrale Rolle. Mit der richtigen Vorbereitung wird das Skitourengehen in den Alpen zu einem sicheren und intensiven Naturerlebnis. Hier finden sich die wichtigsten Antworten rund ums Skitourengehen in der Steiermark.

    Diese Verhaltensregeln und Vorschläge gelten für Skitouren im alpinen Gelände, nicht für Pistentouren.

    Voraussetzungen & Grundlagen

    Ja, gewisse Vorkenntnisse sind wichtig. Sicheres, gutes Skifahren auf roten Pisten sowie gute Kondition sind wichtige Voraussetzungen. Ebenso sind Tiefschneekenntnisse von Vorteil. Ein wichtiger Punkt ist aber auch das Bewusstsein für die Ausgesetztheit in freiem Gelände – damit einhergehend auch der respektvolle Umgang in und mit der Natur.

    Ein Schnupperkurs zum Einstieg ist absolut sinnvoll, da man hier die richtige Planung und Technik, aber auch wichtige Sicherheitsfragen erlernt. Beliebt sind unter anderem die Skitouren-Grundkurse der Alpinen Vereine und des Bergführerverbandes. Alternativ können die ersten Touren auch mit Skitouren erfahrenen Freundinnen und Freunden unternommen werden, die einem in die „Geheimnisse“ des Skitourengehens einführen.

    Skitourengehen kann sicher sein, erfordert aber Eigenverantwortung und Vorbereitung. Nachdem man sich im freien, alpinen Gelände bewegt, sind auch natürliche Gefahren nicht ausgeschlossen. Wovon die Sicherheit abhängt:

    • Tourenwahl & Planung: Eine realistische Einschätzung von Kondition, Können und aktuellen Bedingungen ist entscheidend. Dazu gehören Wetterbericht, Schneelage und die Beachtung des Lawinenlageberichtes.
    • Lawinenbewusstsein: Lawinen stellen das größte Risiko dar. Grundkenntnisse in Lawinenkunde sowie das richtige Verhalten im Gelände sind unerlässlich.
    • Ausrüstung: Zur Standard-Sicherheitsausrüstung zählen LVS-Gerät, Schaufel und Sonde, die korrekt verwendet werden müssen. Ohne diese Ausrüstung darf keine Skitour unternommen werden.
    • Erfahrung & Ausbildung: Anfänger sollten ihre ersten Skitouren geführt oder im Rahmen eines Kurses unternehmen. So lernt man Technik, Spuranlage und Risikoeinschätzung von Grund auf richtig.
    • Respekt vor Natur & Grenzen: Wer Umkehrpunkte akzeptiert, defensiv unterwegs ist und Gefahren meidet, erhöht die Sicherheit deutlich.

    Bitte, wo vorhanden, immer auf den markierten Routen bleiben. Unberührte Schneeflächen und vor allem Wildtierfütterungsstellen sind oft wichtige Rückzugsorte für Wildtiere, die im Winter sehr empfindlich auf Störungen reagieren. Die Tiere geraten durch unerwartete Begegnungen in Stress. Störungen können sie zwingen, überlebenswichtige Kraftreserven zu verbrauchen.

    Auch Pflanzen - vor allem Jungbäume - unter der Schneedecke können durch Spuren dauerhaft geschädigt werden. Markierte Routen sind daher nicht nur sicherer, sondern auch naturverträglich.

    Absolut. Ein nachhaltiger Skitourenurlaub in der Steiermark ist gut planbar und einfach umsetzbar. Zahlreiche Skitourenregionen sind bestens mit der Bahn erreichbar. Vor Ort gibt es vielerorts Skibusse, die auch Skitourengeher (fallweise gegen ein geringes Entgelt) nutzen dürfen und Shuttle-Dienste.

    Planung & Tourenvorbereitung

    Skitourengehen ist ein Ausdauersport, der Gesundheit wie auch eine ehrliche Selbsteinschätzung voraussetzt. Zeitdruck sollte unbedingt vermieden werden. Das Tempo ist beim Aufstieg so zu wählen, dass man nicht außer Atem kommt, denn man braucht auch Kraftreserven für die Abfahrt.

    In einer Gruppe richtet sich das Tempo am schwächsten Glied. Ebenso wichtig sind eine sorgfältige Tourenplanung inklusive der Beachtung des Wetter- und Lawinenlageberichts. Wichtig: Vertraute Personen immer über Ziel, Route und Rückkehr informieren. Wenn möglich, keine Skitouren alleine unternehmen.

    Ja. Abstände retten Leben – besonders im steilen Gelände.

    Beim Aufstieg ist ab einer Hangneigung von 30° und je nach Gefahrenstufe laut Lawinenlagebericht etwa 10 Meter und mehr Abstand einzuhalten, damit die Schneedecke entlastet wird.

    Bei Abfahrten sind Abstände von mindestens 30 Meter einzuhalten. Steile Hänge sind einzeln zu befahren.

    Aktuelle Schneeberichte bietet das Portal von bergfex. Die verlässlichsten Informationen rund um Lawinenwarnstufen bietet der Lawinenwarndienst Steiermark.  Eine gute Tourenauswahl findet man im Tourenportal.

    Ja. In der Steiermark gibt es zahlreiche ausgewiesene Touren. Die Tour muss der Kondition, aber auch der Schneeverhältnisse entsprechend ausgewählt werden.

    Ausrüstung & Technik

    Neben einer entsprechenden atmungsaktiven, wetterfesten Skitouren-Bekleidung gehört auch folgendes dazu:

    • Tourenski
    • Skifelle - auf die Ski angepasst
    • Tourenskischuhe
    • Skistöcke mit großen Tellern
    • Harscheisen
    • Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS)
    • Lawinenschaufel (ausschließlich Metallschaufeln, keine Kunststoffschaufeln)
    • Lawinensonde
    • Ev. Airbag-System
    • Biwaksack
    • Skihelm
    • Skibrille

    Was noch wichtig ist:

    • Sonnenschutz (Sonnenbrille, Sonnencreme, Haube)
    • Kälteschutz (Mütze, Handschuhe)
    • Rucksack mit Halterungsvorrichtung für Ski und Helm
    • Thermosflasche

    Was in den Rucksack gehört:

    • Ausweis, Versicherungs- und Mitgliedskarten (z.B. Alpenverein, Naturfreunde, ÖSV)
    • Bargeld (da es auf den meisten Hütten nicht möglich ist, mit Bankomat- oder Kreditkarte zu bezahlen)
    • Erste-Hilfe-Ausrüstung und persönliche Medikamente (Pflaster, Blasenpflaster Verbandsmaterial, Rettungsdecke, etc.)
    • Mobiltelefon mit vollem Akku und Ladegerät, ggf. Powerbank (wichtige Telefonnummern einspeichern, Alpinnotruf: 140)
    • Stirnlampe/kleine Taschenlampe
    • Taschenmesser und Feuerzeug
    • Toilettenpapier, Taschentücher

    Unbedingt auch ausreichend Essen und Trinken mitnehmen. Müsliriegel, Nüsse oder Trockenobst eignen sich gut als Snack. Durch die körperliche Belastung als auch durch die niedrigen Temperaturen hat man einen erhöhten Kalorien- und Flüssigkeitsverbrauch.

    Wenn die Skitourensaison vorbei ist, ist es ratsam die Ausrüstung gut einzuwintern:

    • Batterien sind aus dem LVS zu entfernen
    • Der Lawinen-Airbag ist zu „entschärfen“, d.h. die Patrone bei der Kartusche herausnehmen und den Airbag ohne Patrone auslösen, um die Feder zu entspannen
    • Tourenski wachsen, dadurch werden auch die Kanten vor Korrosion geschützt
    • Felle auf die Zwischenfolie kleben und kühl und trocken lagern

    Angebote & Rahmenbedingungen

    Ja. Das Angebot reicht von Einsteigerkursen bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren mit geprüften Skiführern. Geführte Touren sind besonders für Anfänger ideal, um die richtige Technik von Beginn an zu erlernen.

    Ja, ganz ausgezeichnet. Ein Skitourenurlaub in der Steiermark lässt sich ideal mit Wellness, Thermenbesuchen und regionaler Kulinarik kombinieren. Zahlreiche Hotels in den alpinen Regionen haben einen Wellnessbereich und Thermen wie die Aqualux Therme in Fohnsdorf, die GrimmingTherme in Bad Mitterndorf oder die Therme Nova Köflach laden natürlich auch zur Entspannung ein.

    Kulinarisch verwöhnt wird man bei den Touren in zahlreichen Hütten. Hier bitte bei der Planung der Touren die Winteröffnungszeiten der Hütten beachten.

    Im freien Gelände - abseits der Pisten - ist die Mitnahme von Hunden erlaubt, sofern keine lokalen Verbote wie beispielsweise in Naturschutzgebieten bestehen. Auf präparierten Skipisten sind Hunde generell verboten. Pistentourengeher dürfen ihre Hunde also nicht auf der Piste mitführen, da das Verletzungsrisiko für Hund und Skifahrer zu hoch ist.

    Der Hund ist im alpinen Gelände immer an der Leine zu führen (Ausnahme: Hunde der Suchhunde- und Lawinenhundestaffel der Bergrettung bzw. der Alpinpolizei). Hunde müssen von Wildfütterungen und Ruhezonen ferngehalten werden. Die Skitour muss an das Leistungsvermögen des Hundes angepasst sein. Nicht alle Hunderassen sind für Touren im Tiefschnee geeignet.

    Bitte vorab immer die regionalen Bestimmungen beachten!

    Der Alpin-Notruf 140 ist in ganz Österreich für Unfälle im alpinen Gelände vorgesehen. Alternativ kann der Euronotruf 112 gewählt werden – beide Nummern lösen die Rettungskette aus. Im alpinen Gelände ist aber nicht immer eine Netzabdeckung gegeben.

    Im Falle eines Lawinenabganges ist die Kameradenrettung die einzig mögliche Maßnahme, Verschüttete rechtzeitig (innerhalb von 10 – 15 Minuten) zu bergen. Daher muss der Umgang mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät immer wieder trainiert werden.

    Die FAQs wurden mit Unterstützung von KI erstellt. Die endgültige Zusammenstellung und Kuratierung erfolgte durch Mag. Günther Steininger, Steiermark Tourismus.

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