Blickwechsel Tour
Eigenschaften
TechnikTour in Zahlen
Abwechslungsreiche Fahrradetappen, eindruckvolle Aussichtspunkte und genussvolle Zwischenstopps verbinden Bewegung mit bewussten Momenten - und eröffnen neue Perspektiven auf eine Region, die man zu kennen glaubt.
Auf der Blickwechsel Tour erwarten dich 11 Aussichtswarten , von denen aus du weit über das Südsteirische Hügelland blicken kannst. Jede Anhöhe belohnt die kurzen Anstiege mit neuen, beeindruckenden Ausblicken über die typischen Weingartenlandschaften, entlang der drei prägenden Weinstraßen der Region: der Südsteirischen, der Sausaler und der Schilcher Weinstraße.
Die Tour eignet sich sowohl für sportliche Radfahrer als auch für genussorientierte Ausflügler, die die Südsteiermark in ihrem eigenen Tempo entdecken möchten. Unterwegs laden Panoramaplätze, schattige Rastmöglichkeiten und regionale Einkehrmöglichkeiten zum Entspannen und Verkosten ein. Die Südsteiermark zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite: weitläufig, genussvoll und voller natürlicher Highlights.
Ob als gemütlicher Tagesausflug oder als Teil einer längeren Entdeckungsreise – die Blickwechsel Tour ist die perfekte Wahl für alle, die Radfahren mit spektakulären Aussichten verbinden möchten. Die zusätzlichen Wanderwege ermöglichen es, die Landschaft intensiver zu erkunden und die Region abseits der Hauptroute zu entdecken.
Beste Jahreszeit
Weitere Informationen
https://verkehrsauskunft.verbundlinie.at
Die Hüter des Horizonts – Eine Geschichte aus der Südsteiermark
Wer durch die sanften, grünen Hügel der Südsteiermark radelt, ahnt oft nicht, dass diese Landschaft ein eigenes Netz von stillen Wächtern besitzt. Es sind die Aussichtswarten, hölzerne Türme, die wie freundliche Hüter über den Weingärten stehen – jeder mit einer eigenen Geschichte.
Der älteste unter ihnen ist die Warte vom Kogelberg, die laut den Winzern schon vor Jahrzehnten errichtet wurde, um den Menschen Mut zu geben. „Wenn ihr hinaufsteigt“, sagte der alte Bauer Leitner immer, „dann seht ihr nicht nur weiter – ihr fühlt euch auch leichter.“ Viele glaubten, der Turm könne Sorgen wegwehen, wenn man oben tief genug einatmete. Und tatsächlich gingen schon manche Besucher leiser und gelöster wieder hinunter.
Ein jüngerer Turm, die Panoramawarte am Sonnenhügel, wurde von einer Gruppe junger Weinbauern gebaut. Sie wollten einen Ort schaffen, an dem man die erste Morgensonne der Saison begrüßen konnte. Jedes Jahr am Frühlingsanfang treffen sie sich dort, trinken den ersten Schluck neuen Weins und erzählen Geschichten aus dem vergangenen Jahr. Man sagt, wer an diesem Morgen dort oben steht, schmeckt den Frühling in der Luft, lange bevor die Blüten aufgehen.
Die Warte von Eichberg hingegen gilt als der „Erzählerturm“. Kinder aus den umliegenden Dörfern glauben, dass er nachts leise die Geschichten der Menschen sammelt, die tagsüber die Stufen hinaufgestiegen sind. Manche schwören sogar, wenn man kurz vor Sonnenuntergang ganz still steht, hört man ein Flüstern im Holz – Geschichten von Wanderern, Radfahrern, Liebenden, die hier Rast gemacht haben.
Und so stehen die Aussichtstürme der Südsteiermark über die Landschaft verteilt, wie Kapitel eines großen Buches. Jeder, der sie besucht, schreibt eine kleine Zeile hinzu: ein kurzer Moment des Staunens, ein Atemzug voller Weite, ein Blick, der hängen bleibt.
Bis heute erzählen die Leute, dass die Türme den Menschen nicht nur die Schönheit der Gegend, sondern auch ein Stück Ruhe, Mut und Klarheit schenken. Denn wer hoch steigt, sieht weiter – und manchmal sogar ein bisschen tiefer in sich selbst.
www.suedsteiermark.com