Schwarzer Holunder - man sagt ihm medizinische Eigenschaften nach | © Thermen- & Vulkanland Steiermark | Harald Eisenberger Schwarzer Holunder - man sagt ihm medizinische Eigenschaften nach | © Thermen- & Vulkanland Steiermark | Harald Eisenberger
Steirisches Superfood in Blüten- und Beerenform

Holunder & Aronia

Die Steiermark ist eines der größten Holunder- und Aroniaanbaugebiete Europas. Besonders in der Südoststeiermark gedeihen die aparten schwarzen Früchte.

Das ganze Jahr über erfreuen wir uns an den heimischen Superfoods aus Holunder und Aronia. Aus den frischen Blüten werden köstliche Speisen gezaubert und im Winter genießen wir eingemachte Marmeladen, Chutneys, Schnaps und Sirup.

Holunder

Die Blüten sind klein, gelblich weiß und haben einen süßen charakteristischen Duft, die reifen Beeren glänzen schwarz und enthalten drei bräunliche Samen: Das ist Holunder. Neue Forschungen bescheinigen ihm vielfältige medizinische Eigenschaften, insbesondere entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Studien haben den Nachweis über 4.000 Biophenolverbindungen im Holunder erbracht. In der Steiermark hat Holunder eine lange Tradition, hier wurde er auch als Nahrungs- und Heilmittel wiederentdeckt. 

Der Südosten der Steiermark erwies sich als hervorragendes Anbaugebiet. Untersuchungen haben gezeigt, dass der schwarze Holunder (Sambucus nigra) in diesem Gebiet besonders viele Inhaltsstoffe enthält. Der Grund dafür könnte der vulkanische Boden sein. Heute kommt der Holunder beim Obstbau gleich an zweiter Stelle nach dem Apfel.

Energiegetränk: Holler Vulkan
"Zieh den Hut vor Holler", hieß es immer schon und mittlerweile haben wissenschaftliche Studien bestätigt, dass unsere Vorfahren jeden Hollerstrauch zu Recht mit Ehrfurcht gegrüßt haben: der dicke, dunkle Saft ist phänomenal gesund. Einige Landwirte rund um Sankt Anna am Aigen (gerade im Südosten der Steiermark wächst noch viel Holler) produzieren mit vereinten Kräften den "Holler Vulkan", eine schmackhafte Mischung aus Holunder-, Apfel-, rotem und schwarzen Ribisel- sowie Aroniasaft. Köstlich und unerreichte Biophenolwerte.

Aronia

Die Aronia, auch Apfelbeere genannt, darf als Musterbeispiel einer gelungenen Kulturpflanzenintegration gelten. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, war der Strauch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Russland erstmals obstbaulich genutzt worden. In der Folge sorgte der zart-herbe, unterschiedlich süße Geschmack der kleinen dunkelvioletten, beinahe schwarzen Beeren und die erstaunliche Heilkraft ihrer Inhaltsstoffe für ihre unwiderstehliche Verbreitung. Heute wird die Powerbeere bereits von über 40 Betrieben auf rund 300 Hektar Fläche geerntet, damit zählt das Thermen- & Vulkanland sowie die Südost- und Oststeiermark zu den größten Anbaugebieten Zentraleuropas.

Von der Ernte zum Genuss
Die Aroniastaude ist eine sehr robuste und winterharte Pflanze. Sie hält Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius aus. Sie gedeiht fast anspruchslos auf allen Böden, jedoch am liebsten hat sie Mischböden aus Sand und Lehm. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Vorzugsweise setzt man die Pflanze an einem sonnigen Standort. Auf dem Aroniastrauch reifen bis Ende August dunkelviolette, apfelförmige Früchte mit einem Durchmesser von 5-12 mm heran. Sie können entweder mit der Hand oder maschinell geerntet werden. Die Beeren sind für den rohen Verzehr nur bedingt geeignet.


Aronia wird als Saft, getrocknet im Müsli oder als Tee, pulverisiert als Nahrungsergänzungsmittel, in Marmeladen, als Aperitif, in Suppen etc. verwendet. Es wird empfohlen 100 ml Aroniasaft pro Tag zu trinken, am besten am Morgen zum Munterwerden oder vorm Sport. Die Aroniabeere ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und hat eine entzündungshemmende sowie stoffwechselanregende Wirkung. 

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