Auf der Höh´ über Rattenberger Graben
Eigenschaften
TechnikTour in Zahlen
Die kleine Ortschaft Rattenberg ist eine Katastralgemeinde von Fohnsdorf und liegt am nördlichen Rand des größten inneralpinen Beckens der Steiermark, dem Judenburg-Knittelfelder Becken. Der Name Rattenberg ist auf die im 11. Jahrhundert erbaute Burg Rottenburg zurückzuführen. Wenige Reste der Rottenburg sind auf dem ca. 1000 m hohen bewaldeten Schlossberg zu finden, der am Beginn des Rattenberger Grabens liegt. Entlang dieses tief eingeschnittenen Grabens wurden große Talsperren errichtet. Eine der schlimmsten Katastrophen für die ca. 200 Einwohner große Ortschaft hat sich am 15. Juli 1985 ereignet, als das Hochwasser des Rattenberger Baches starke Schäden verursachte. Bei dieser Wanderung führt der Pfad teils direkt neben dem Bach, der in einem ausgeprägten und stark erodierten V-Tal fließt. Der Aufstieg empfiehlt sich je nach Jahreszeit am Vormittag bzw. gegen Mittag, wo die Sonnenstrahlen das Bachbett erreichen und das Wasser mit der naturnahen Begleitvegetation in ein besonderes Licht rücken.
Beste Jahreszeit
Weitere Informationen
Von St. Michael in Obersteiermark über die Murtal Schnellstraße S36 (vignettenpflichtig) bis zur Ausfahrt "Zeltweg-Ost". Dann vorbei beim Red Bull Ring nach Rattenberg (30 km, ca. 20 Minuten).
Von Judenburg über die Murtal Schnellstraße S36 (vignettenpflichtig) bis zur Ausfahrt "Judenburg-Ost" und über Fohnsdorf nach Rattenberg (15 km, ca. 20 Minuten).
Parken beim Gasthof Perschler erlaubt
Vom Gasthof Hotel Perschler (1), 702 m, geht es durch die Ortschaft Rattenberg hindurch, wobei wir der Asphaltstraße, die rechts vom Bach leicht bergauf verläuft, folgen. Nach ca. 1,3 km kommen wir zu einer Forststraßenkreuzung bzw. zu einem größeren Umkehrplatz, der auch als Parkmöglichkeit genutzt wird. Wir gehen weiter bergauf entlang des Grabens, bis wir am Beginn einer scharfen Linkskurve rechts den Einstieg (2), 1012 m, in den Wanderweg sehen. Ab hier verlassen wir die breite Forststraße, um den alten Weg weiterzugehen. Auch wenn dieses Wegstück zwischendurch etwas „wild“ erscheint, da der Pfad nicht regelmäßig ausgeschnitten wird, ist es ein schönes Naturerlebnis, direkt neben dem Bachbett bergauf zu wandern. Nach ca. 1,4 km erreichen wir den Ausstieg (3), 1117 m, dieses alten Weges und wandern auf der breiten Forststraße weiter bergauf, bis zu einem Tor (4), 1228 m. Für Radfahrer endet hier die Tour, wir hingegen gehen rechts beim Tor vorbei und folgen der Straße, die sich in Serpentinen bergauf schlängelt. Wenngleich wir immer wieder an Abzweigungen vorbeikommen, orientieren wir uns am markierten Hauptweg, bis wir auf der Seehöhe von 1422 m einen Sattel bzw. eine Wegkreuzung erreichen. Ab hier sind wir am Haupt-Wanderweg (Weg Nr. 998) unterwegs, der über den gesamten Höhenrücken in West-Ost-Richtung führt. Wir halten uns rechts und sehen den Einstieg in den markierten Pfad. Es geht kurz etwas steiler bergauf und in Folge am Rücken eben dahin. Nachdem wir ein Stück bergab gegangen sind, kommen wir zu einem Zaun und einem Überstieg und erreichen nun unser Ziel, die Lichtung bzw. die Weidefläche Auf der Höh´ (5), 1464 m. Der Rückweg erfolgt über die Aufstiegsroute.
Für ein konfliktfreies Miteinander auf Almen und Weiden gilt es, ein paar Regeln zu beachten, speziell, wenn man mit Hunden unterwegs ist. (Quelle: www.sichere-almen.at – 09/2020)
- Kontakt zum Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!
- Ruhig verhalten, Weidevieh nicht erschrecken!
- Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden!
- Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Sofort ableinen!
- Wanderwege auf Almen und Weiden nicht verlassen!
- Wenn Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen!
- Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen!
- Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!
- Zäune sind zu beachten! Falls es ein Tor gibt, dieses nutzen, danach wieder gut schließen und Weide zügig queren!
- Begegnen Sie den hier arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt!
Ein paar Tipps zum richtigen und fairen Verhalten im Wald: (Quelle: www.bundesforste.at – 9/2020)
- Wanderer sollten Besuche im Wald ca. 1,5 Stunden vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang meiden, da in dieser Zeit Wildtiere besonders aktiv sind.
- Plastikflaschen, Taschentücher, Zigarettenstummel & Co haben im Wald nichts verloren! Bitte achtet darauf, dass Ihr keinen Müll im Wald hinterlässt.
- Zelten und Feuer machen - ist im Wald streng verboten!
- Grundsätzlich darf jede Person im Wald 2 kg Pilze und Beeren pro Tag für den Eigengebrauch sammeln. Verboten ist es nur, wenn es der Waldeigentümer ausdrücklich untersagt.
Alpiner Notruf:
Notrufnummer der Bergrettung: 140
EU-Notruf: 112
Wetterdienst:
Direktlink Bergwetter Steiermark:
https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/produkte-und-services/bergwetter/steiermark
- Rucksack mit Regenhülle
- Teleskop- / Wanderstöcke
- Berg- / Wanderschuhe
- Handschuhe: wasserdicht und wärmend
- Kopfbedeckung / Sonnenbrille
- Oberbekleidung: Zwiebelschichtsystem, T-Shirt, Pullover, Jacke und Winterjacke mit Kapuze
- Wanderhose
- Sitzunterlage
- Trinkflasche / Thermoskanne (an kühleren Tagen ist ein wärmendes Getränk angenehm)
- Snack bzw. Jause
- Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster und Zeckenzange
Weitere wichtige Ausrüstungsgegenstände
- Wegbeschreibung
- Detailplan der Wanderung
- Wanderkarte: Zur Übersicht eine Karte im Maßstab 1 : 50000 der jeweiligen Region
- GPS-Gerät
- Handy
Rattenberg ist mit Bus gut zu erreichen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Judenburg, Zeltweg und Knittelfeld.
Allgemeine Auskunft über die Öffentlichen Verkehrsmittel in die Region: www.verbundlinie.at
Murtal Taxi, Tel.: +43 660 1018101, 8740 Zeltweg, www.murtal-taxi.at
Hotel Restaurant Perschler, Tel.: +43 3573 34204, Landstraße 14, 8753 Rattenberg, www.gasthof-perschler.at
Region Murtal: www.murtal.at
Freytag & Berndt (2017): Seetaler Alpen, Seckauer Alpen, Judenburg, Knittelfeld. WK 212 Wander-, Rad-, Freizeitkarte; 1 : 50 000
C. und M. Hlatky, (2017): Murtal – Rund um Spielberg – Seetaler Alpen und Seckauer Alpen. Kral Verlag, S. 160