Paul Pizzera | © STG | Jesse Streibl Paul Pizzera | © STG | Jesse Streibl
đź’š-Botschafter

Paul Pizzera

Paul Pizzera, ob er „eine ins Leben fährt“ oder mit „Mama“ berührt, ob er mit Schnoddrigkeit die Leut´ zum Nachdenken bringt oder einfach mit charmant-nachdenklichem Schmäh unterhält. Unser Herzbotschafter ist eine Nummer, eine große sogar.

Wir sind für das Interview in der Gamlitzer Weinstube in der Grazer Innenstadt zu Gast. Unabhängig voneinander haben wir gemeint und entschieden: Das ist der Platz für ein Gespräch. Weil unaufgeregt, bodenständig, originell. So wie der Protagonist halt auch.

Lieber Paul Pizzera! Auf Ö3 läuft die Leiste „Der beste Song der Welt“ und Sie sitzen im Auto…. Und wenn dann enthusiastisch „Eine ins Leben….“ aus der Box fährt, was macht das mit einem?

Ganz ehrlich? Es erfüllt mich ein wenig mit Stolz. Ich glaube, dass wir verlernt haben, dass wir Eigenlob ein bisserl huldigen. Und wenn man regelmäßig duschen geht, kann Eigenlob stinken. Ich finde es einfach gut, dass man sich selbst ein bisserl streichelt und eine gute Leistung für sich wertschätzt. Ich glaube, man muss sich selber lieben, damit man einen anderen Menschen lieben kann. Und keiner will allein sein. Ich glaube, es ist vollkommen ok, wenn du einmal sagst, da habe ich abgeliefert und das war gut so und auf das bin ich stolz. Und wenn du irgendwelchen Leuten mit deiner Kunst eine gute Zeit bescherst, dann kann man ruhig sagen, hej, das ist schön und ich freue mich darüber.

Deine Karriere ist ja, sagen wir wie es ist, atemraubend - quasi aus dem fast Nix auf Hundertfuffzig. Die Tourneen ausverkauft, drei Mal hintereinander sogar die Stadthalle. "Aut of Orda" geht durch die Decke. Wie darf´s denn weiter gehen?

Also ich glaube, wenn es - wie du es gesagt hast - immer bergauf geht, dann fühlt sich manchmal eine Gerade wie ein Abstieg an. Und das ist tricky für den Kopf. Natürlich will man immer mehr, ein jeder ist eitel und jeder hat Befindlichkeiten. Das ist einfach so. Und natürlich will man mit der Kunst immer weiter rauf. Aber man muss sich auch vor Augen führen, dass man in einem Mikrokosmos lebt, ich kann halt nur die Leute erreichen, die mich sprachlich verstehen. In Bayern, Schweiz und Österreich funktioniert es super. Ich glaube, dass Erfolg immer eine Mischung aus Leistung und Zufall ist. Und das eine kann ich beeinflussen und für das andere bin ich wahnsinnig dankbar. Und ich glaube, dass ich einfach mit mir selber auskommen will ist der größte Erfolg. Wenn ich mich mag, ist das glaub ich das höchste Gut, was man als Künstler erreichen kann. Weil jeder Künstler hat einen Tuscher. Es ist absolut nicht logisch, dass du dich auf eine Bühne stellst und von einer anonymen Masse hören willst, sagt mir, dass ich gut bin. Das ist ein Loch was du füllen willst mit „Ausverkauft“, oder mit „Hits“ oder sonst was. Das ist natürlich ein Insuffizienz-Gefühl, ein Minderwertigkeitskomplex, aber es gibt definitiv schlechtere Sachen, wie man das ausleben kann. Es ist besser, aus unlauteren Gründen Gutes zu tun als aus lauteren Gründen Ungutes. Ich bin einfach auf der Suche nach einem Zufriedenheitsgefühl und ich glaube das ist dann der größte Erfolg.

180 Tage im Jahr auf Tour, Buchautor, Texter, Sänger, Synchronsprecher bei den Simpson – machst du auch einmal Pausen?

Ja auf jeden Fall. Zu wenige momentan, aber ich merke halt einfach auch, dass ich älter werde und mir momentan Sachen guttun, wo ich vor 10 Jahren noch gedacht hätte, wer ist das, wenn ich über sowas geredet hätte. Ich bin jetzt ein totaler Naturfreund geworden, ich gehe wahnsinnig gerne wandern. Ich habe früher immer gesagt, bergauf schmeckt derTschick nicht, das ist einfach nicht so mein Ding. Mittlerweile denke ich mir, so Waldbaden oder in Demut vor einem Bergmassiv zu stehen, das gibt mir einfach wahnsinnig viel. Mit 22 habe ich mir gedacht, ich will Hauptplatz 1 wohnen, zentraler geht´s nicht. Aber jetzt denk ich mir - Gamlitzer in Graz ist ok, aber so viele Leute und so, da bin ich ein bisserl allergisch dagegen geworden. Und dieses Entspannen und dieses Safe Haven, das dir deine Partnerin, deine Familie, deine Freunde geben, ist das um und auf, damit man entspannen, relaxen kann, und dann wieder Luft holt und sich selbst ein wenig sortiert. Der Gert Steinbäcker hat einmal diesen schönen Satz gesagt „Es frisiert die Gedanken, dass es nur so funkt“. Und ich glaube, auf das kommts an, wenn man ein bisserl eine Pause machen will.

Du bist einmal von einem Auto erwischt worden. Das hat Dich aber nicht daran gehindert, am gleichen Abend dann noch aufzutreten. Wovon lässt Du dich einbremsen?

Hauptsächlich von mir selbst. Ich kämpfe oft mit mir und bin sehr, sehr oft unzufrieden. Ich glaube aber, das ist auch ganz gut für den Erfolg. Wenn man glaubt, man ist der John Wayne und geht auf die Bühne und denkt sich, was wollt ihr von mir, ich bin eh der Beste und so und wenn man keinen Respekt und keine Demut vor der Sache hat, dann kann das ganz schnell gefährlich werden. Ich habe mit 27, als ich noch alleine gespielt habe, von außen betrachtet alles gehabt, was man so braucht. Ich war erfolgreich, ich war jetzt nicht ganz schiach…ich sag immer, ich verhüte mit dem Gesicht, aber es ist jetzt nicht mehr ganz so schlimm. Da war ich innerlich leer und dann bin ich zu einer Therapie gegangen. Ich habe mir einen Psychologen gesucht, weil ich einfach unglücklich war. Und ich habe nicht gewusst, woher es kommt. Ich habe dann mit meiner Mama geredet, mit meinen Freunden – aber es hat nichts geholfen. Mir ist es einfach ganz wichtig, dass jeder es sich einmal erlaubt, schwach zu sein, einmal fragil zu sein und zu sagen, dass krieg ich jetzt nicht hin, ich brauche Hilfe. Wenn man sich auch sonst nichts abschauen kann von den Amis. Bei uns bist ein Volldodl wennst zum Psychiater gehst, bei den Amis bis ein Volldodl, wenn du keinen hast. Die amerikanische Folklore ist ganz schlimm für mich, aber das ist ein positiver Aspekt. Ich gehe sehr öffentlich damit um. Weil wenn ich mit meinem XYZ-Promistatus jemanden dazu bewegen kann, dass er weniger Angst davor hat ein mentales Gespräch zu suchen, dann habe ich viel erreicht.

Paul Pizzera | © STG | Jesse Streibl
Paul Pizzera | © STG | Jesse Streibl
„Ich könnte nicht mehr Steirer sein, als ich bin“

„Wenn´s laft, dann laft´s“ hat Skifahrer Rudi Nierlich trefflich analysiert. Wie definierst Du Erfolg?

Ja, wie gesagt, eine Mischung aus Leistung und Zufall. 50 % kannst du beeinflussen und für 50 % solltest du sehr dankbar sein. Erfolg ist glaube ich eine Schwester von Zufriedenheit, es darf jedoch nicht deinen gesamten Selbstwert einnehmen. Jeder definiert sich über seinen Beruf, ob Journalist oder Kamerafrau, das ist vollkommen legitim, das passt schon so. Aber dein Selbstwert muss von dir kommen. Das ist glaube ich eine ewige Reise, sich selbst lieben zu lernen. Ich kämpfe damit, ich kann es noch nicht. Aber ich gebe gerne alles dafür, dass ich noch hungrig bin und lernen möchte, dass ich mich selbst akzeptiere. Und das ist der größte Erfolg, wenn du mit dir selbst zufrieden bist.

„Rotzig, pfiffig, zynisch, witzig, ein glatter Reim“ - so ein offensichtlich begeisterter Rezensent. Gibst Du was auf solche Beschreibungen Deiner Kunst?

Ich tu mir per se ein bisserl schwer mit Kritikern, die selbst noch nie auf einer Bühne gestanden sind. Es gibt Menschen, die sind wahnsinnig belesen und können super schreiben, aber weißt du, wenn du noch nie selbst ein Lied geschrieben hast und du noch nie vor 50.000 Leuten auf der Bühne gestanden bist, dann ist es leicht zu sagen: Ja, ansprechend, witzig, gute Stimmung oder halt flach. Wo war da die Pointe? Da tu ich mir ein bisserl schwer. Ich bin total dankbar natürlich, was Berichterstattung betrifft. Man sagt ja immer, man muss sich die fünfte Gewalt warmhalten und mit den Medien gut stehen. Also wenn ich mit einer/m JournalistIn reden darf, die sich wirklich beschäftigt hat mir dir, dann ist das voll schön. Mit der oder dem kann man dann gut diskutieren. Aber es traut sich halt jeder schreiben momentan und es traut sich auch jeder auf die Bühne gehen. Und das wird schnell klebrig, finde ich.

Paul, beim `Voices for Ukraine Benefiz´ bist du gemeinsam mit dem Otto Jaus aufgetreten und hast dort ein beeindruckendes und wirklich berührendes Potpouri abgeliefert. Wie wichtig ist für Dich als Musiker, sich für eine bessere Welt einzusetzen?

Ich denke, wenn du die Möglichkeit hast, dass dir wer zuhört, dann hast du die verdammte Pflicht, was zu sagen. Und, es war mir vollkommen klar vor dem Ukraine-Konzert, dass jede Band dort versucht, ihre größten Hits runter zu hauen und eine gute Stimmung zu verbreiten. Da habe ich mir halt gedacht, was ist berührender oder freiheitsaffiner als „Die Gedanken sind frei“, was die Geschwister Scholl damals gesungen haben. Da habe ich mir gedacht, wir singen das gemeinsam mit einem an die aktuelle Situation angepassten Text. Ich finde, wenn du die Chance hast, dass dir wer zuhört, dann tu etwas damit. Das habe ich vorher auch gemeint mit Therapie oder mit einer offenen, angstfreieren Haltung, mit der du den Leuten begegnen solltest. Wenn du die Chance hast, tu was damit. Ich finde, das ist eine Verpflichtung.

Ich hör von Freunden, dass Du auch sozial sehr engagiert bist. „Tu Gutes und rede darüber…“ oder im Verborgenen machen?

Spenden tut man leise.

Ein Land braucht Zukunft, in welche Richtung wĂĽrdest Du die Steiermark entwickeln?

Jetzt sind wir wieder beim Erfolg. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass man seinen Kompetenzradius gut einschätzen kann. Ich bin absolut kein Politiker und kein Zukunftsforscher. Wenn man mich fragen würde, „was machen wir mit den Metallern“ - keine Ahnung, ich weiß nicht, was wir mit den Metallern machen sollen. Aber was ich mir wünschen würde ist, dass wir hoffnungsvoll, nächstenliebend, angstfrei und positiv versuchen, jedem und jeder zu begegnen, dass wir uns mit einer logischen Herzenswärme begegnen und nie aufhören, dazu zu lernen.

Was ist gut im Land?

Bei uns? Das sprengt den Rahmen. Also ich bin ein riesen Fan unserer Kultur. Wenn du Kasnocken auf der Loser-Hütte bis zum besten gelben Muskateller bei Groß in Ehrenhausen alles hast. Du bekommst bei uns so eine Bandbreite, das ist gestört einfach. Egal ob jetzt vom Grundlsee bis zur `Schott-Azur´ wie man den Schwarzlsee nennt, ist es einfach ein Hybrid, ein Spagat aus so vielen Details, Möglichkeiten und großartiger Vielfalt. Ich könnte nicht mehr Steirer sein, als ich bin.

Paul Pizzera | © STG | Jesse Streibl
Paul Pizzera | © STG | Jesse Streibl

Als Multitalent passt Du so gut wie in keine Schublade. Wenn Du irgendwo Deine Berufsbezeichnung nennen musst - was sagst Du?

Ich würde sagen Unterhalter. Also es schimpfen sich so viele Künstler, die keine Kunst machen, dass es mir weh tun würde, mich auch Künstler zu nennen. Weil ich mir denke „Ich bin Künstler, und ich fühle mich wohl in meiner Unverstandenheit.“ Nein. Ich unterhalte Leute, ob das jetzt auf einer lyrischen Ebene ist, ob das auf einer musikalischen Ebene ist oder einfach nur zum Lachen ist. Ich möchte Emotionen kreieren. Und wenn sich jemand angesprochen fühlt, wenn wer traurig, lustig, dankbar oder einfach nur entlastet ist, dann habe ich irgendetwas richtig gemacht. Und ich sage immer, wenn sich wer nicht ernst nimmt, dann kann ich ihn ernst nehmen. Ich weiß, dass ich ein austauschbarer Furz in der Landschaft bin. Aber gerade in diesem authentischen Understatement kannst du Menschen dann etwas Gutes tun. Und – für was bin ich da, ich habe so ein Zeitfenster, und da wäre es ja wirklich schön, wen man für irgendwen was besser machen könnte.

Gibt es in der Steiermark noch eine Location, die Dich fĂĽr einen Auftritt reizen wĂĽrde?

Ja, absolut. Ich finde den Nikolaus-Lenau-Hügel in Aussee so cool. Man ist dort wirklich im Epizentrum von Zinken, Trisselwand, Loser, Sandling – du bist umzingelt von Bergen, das ist so schön. Und du siehst auf den Dachstein, oder wie die Ausseer sagen, den „Stoa“. Das täte mich schon reizen, dort in diesem alpinen Ding. Wir durften vor kurzem auf der Reiteralm in Schladming spielen, das war so schön, dort wirklich vor diesem Bergmassiv zu stehen – vor Bischofsmütze und Stoderzinken. Irgendwo oben, das wäre schon toll.

Du bist ja auch bekannt dafür ein „Ziager“ zu sein, einer der gern unter die Leut´ geht. Wir sitzen gerade in der Gamlitzer, einem der letzten bodenständigen Grazer Wirtshäuser. Gibt´s für Dich noch so was wie Privatsphäre. Oder anders gefragt, der Pizzera zum Angreifen, ist das anstrengend?

Ich finde, zu 99 % sind die Leute total nett. Was lustig ist und mir auffällt ist, dass wenn ich mit meiner Verlobten unterwegs bin, mich weniger Leute anreden, was total schön ist, weil sie denken, nein jetzt sind sie zu zweit. Wenn du allein bist es voll ok, für was sind wir denn da, da musst dir sonst einen anderen Beruf aussuchen. Ich finde, das ist ein positiver Kollateralschaden von deinem Schaffen. Es gehört einfach dazu. Da hat man auch die Verpflichtung, dass man nett und freundlich ist.

Was ist für Dich Heimat, der Begriff hat - berechtigt oder unberechtigt - ja so ein bissl einen Geruch…

Ich glaube, der Gerd Steinbäcker hat das in „Steiermark“ am besten auf den Punkt gebracht mit „ich hab da meine Wurzeln und meine ältesten Freund.“ Heimat ist Sicherheit, und hängt viel, viel mehr von Personen ab als von Geografie. Niemand ist gerne allein, und ich weiß einfach, dass wenn ich mich zu meiner Dame zuwikuscheln darf, dann bin ich daheim. Das ist eine Sicherheit und ein sich fallen lassen können und der Mut dazu, schwach zu sein.

Die fünf „Must Sees“ in der Steiermark?

Auf jeden Fall einmal die Gamlitzer Weinstubn. Also wenn man einen fähigen, integeren und nächstenliebenden Wirt sehen will, dann muss ma da auf jeden Fall einmal hin. Die Google-Bewertungen von der Gamlitzer Weinstubn sind so geil, einmal 1 Stern – Begründung Ruhetag. Wenn ich in Graz bin, dann bin ich auf jeden Fall in der Gamlitzer. Ich bin ein totaler Salzkammergut-Fan, also das Ausseerland ist einfach großartig. Rauf gehen auf den Loser, Sommersbergsee – das sind Sachen, da spürst du die Erhabenheit und die Demut vor der Natur. Das ist so eine Hochmutsprävention, wenn du merkst, wie groß alles ist und wie klein du bist. Das ist ein gesunder Katalysator für deine Hybris-Vermeidung. So auf die Art, deswegen halte ich die Natur für so wichtig. Ich esse und trinke sehr gerne, das ist kein Geheimnis. Also Ehrenhausen Weinbank, beim Zach und beim Fuchs. Beim Grünen See bin ich auch oft und gern, die Teichalm liebe ich heiß und innig und auch die Bärenschutzklamm.

Woran liegt es Deiner Meinung nach, dass gerade aus der steirischen Szene so viele KĂĽnstler - von STS ĂĽber die Verunsicherung bis zum Boris Bukowski und in der jĂĽngeren Generation eben einen Paul Pizzera - hervor bringt.

Ich habe keine Erklärung dafür. Ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich einen Thomas Spitzer als Freund bezeichnen darf, ich bin wahnsinnig dankbar, dass ein Gerd Steinbäcker vor mir gespielt hat. Wenn mir das einer vor vielen Jahren gesagt hätte – unmöglich. Ich finde es ist wichtig, dass man nicht die Asche aufbewahrt sondern das Feuer weiterträgt. Das ist unsere Verantwortung irgendwie, dass man das in eine neue Richtung macht und mit Respekt und Würde behandelt und einfach die aufgestoßenen Türen gut ölt und schmiert und versucht, gemeinschaftlich das weiter zu tragen.

Du bist auf der berühmten einsamen Insel, welche drei (Überlebens)mittel aus der Steiermark wären in der Kühltasche mit dabei?

Wenn es steirische Tschick gibt auf jeden Fall Zigaretten. Eine Gitarre vom Hammer und wahrscheinlich ein paar TaschentĂĽcher, wenn es eine einsame Insel ist.

Wenn Du einem Blinden das Land schildern mĂĽsstest, wie wĂĽrdest Du die Steiermark beschreiben?

Ich würde ihn etwas wahnsinnig ästhetisch Schönes angreifen lassen und dann würde ich sagen, und jetzt mal 10.

Wenn Du unterwegs bist, was aus der Steiermark vermisst Du?

Ganz ehrlich? Das erste, an das ich denke ist der gemischte Salat von der Gamlitzer Weinstube, weil das ist der Beste, den du in Graz essen kannst. Es gibt sonst kein Lokal, wo ich zum Schluss aus der SchĂĽssel heraustrinke. Und meine Mutter natĂĽrlich. Ich bin a Mama-Bua, meine Mutter hat mir immer das GefĂĽhl gegeben, dass ich ok bin. Ich habe zwar keine Kinder, aber vielleicht passierts einmal, ich hoffe. Dieses GefĂĽhl, dass man so wie man ist in Ordnung ist, dass man scheitern darf, traurig, schwach und fragil sein darf, und dass man trotzdem nicht weniger wert ist, das hat mir total viel gegeben. Und da sind wir wieder beim HeimatgefĂĽhl, da darf man schwach sein. Den Mut zu haben, zu sich zu stehen. Das ist glaube ich das, was man mitkriegen sollte und hoffentlich auch mitkriegt.

Paul Pizzera | © STG | Jesse Streibl

Wordrap

ScheiĂź Dir nix, dann fehlt Dir nix.

Mehrere, aber die Leichtigkeit, die Laissez-Faire eines Thomas Spitzer möchte ich mir mein Leben lang im Herzen und im Hirn behalten.

Ein gemischter Salat in der Gamlitzer Weinstube.

Ganz klassisch eigentlich Monet.

Rastlos.

Eierschwammerl-Gulasch mit Semmelknödel.

Gelassenheit.

Dienstags bei Morrie von Mitch Albom.

Dass sie mich aushalten.

Alles was Herz und Hirn hat.

Nicht zu wissen, was ich alles noch lernen muss.

Gelber Muskateller von Gross.

Ein Hybrid aus Seelenheil und Dankbarkeit.

ALLE HERZBOTSCHAFTER AUF EINEN BLICK

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