Bergseen in der Steiermark: Stille Seen und wilde Wasser
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- Wanderroute Vom Gletscher zum Wein , Sommer, Wandern, Wellness & Gesundheit, Sommerfrische
- Autorin: Marie-Thérèse Močnik
Die Bergseen in den Niederen Tauern
Giglachseen in den Schladminger Tauern
Die Steiermark ist Land der vielfältigen Wasserlandschaften. Die Giglachseen sind einen Besuch wert: Der Untere Giglachsee erstreckt sich wie ein Fjord im hohen Norden in die Landschaft. Der Obere Giglachsee ist kleiner und noch ein Stück höher gelegen. Mit dem Wanderbus gelangt man bis zur Ursprungalm. Von dort führt eine mittlere Wanderung zu den Giglachseen. Eine deutlich anspruchsvollere Variante startet bei der Hochwurzen. Mit der Schladming-Dachstein Card sind viele Bus- und Bergbahnfahrten während des Aufenthalts inkludiert.
Klafferkessel: Bergseen für eine anspruchsvolle Tour
Die alpine Seenlandschaft der Schladminger Tauern liegt außerdem direkt an der beliebten Wanderroute Vom Gletscher zum Wein. Wer eine anspruchsvolle Bergtour sucht, kann den Klafferkessel erkunden. Rund 30 Bergseen prägen das hoch gelegene Seenplateau.
Bergseen in der Region Murau
Wildenkarseen in Krakau
In der Region Murau liegen Bergseen zwischen grünen Almen, Wäldern und felsigen Gipfeln. Die Wildenkarseen versprechen große Naturerlebnisse. Von Krakau führt die abwechslungsreiche Wanderung vom idyllischen Etrachsee zum Unteren und Oberen Wildenkarsee.
Zwieflerseen am Sölkpass
Die Zwieflerseen beim Sölkpass zeigen sich von ihrer rauen Seite. Die Eiszeit hat die Landschaft rund um die Zwieflerseen deutlich geprägt. Oberhalb des Waldes bestimmen Fels, Bergseen und alpine Pflanzen das Bild. Der Weg führt zunächst steil durch Fichten- und Zirbenwald. Weiter oben öffnet sich der weite Blick auf die Berglandschaft.
Stille Waldseen in der Steiermark
Brunnsee in Wildalpen
Nicht jeder Bergsee liegt oberhalb der Baumgrenze. Manche Seen verstecken sich zwischen Wäldern und Almen und sind auch auf leichteren Wegen erreichbar. Der Brunnsee in Wildalpen in der Region Gesäuse ist ein kleiner Quellsee am Fuße des Hochschwabs. Für Kulturbegeisterte gibt es eine Besonderheit: In Wildalpen erfährt man im modernen Museum HochQuellenWasser wie Wasser aus dem Hochschwabgebiet bis nach Wien gelangt.
Auerlingsee in St. Lambrecht
Der Auerlingsee im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen liegt versteckt am Fuß der Grebenzen und ist fast vollständig von Wald umgeben. Im Sommer erreicht das Wasser etwa 18 bis 22 Grad Celsius und lädt sogar zum Baden ein – in vielen Bergseen ist das Baden nämlich nicht möglich.
Schwarzensee im Naturpark Sölktäler
In den Schladminger Tauern ist der Schwarzensee im Naturpark Sölktäler ein stiller Ort zum Verweilen. Die leichte Wanderung zum Schwarzensee führt durch den Naturpark Sölktäler und eignet sich gut für einen ruhigen Tag am Wasser. Für Ausflüge mit der Familie gibt es auch eine kinderwagengerechte Tour ab dem Parkplatz Breitlahnhütte.
Ingeringsee in den Seckauer Tauern
Der Ingeringsee in den Seckauer Tauern ist in eine sanftere Landschaft gebettet. Der Zentralalpenweg 02 und der Eisenwurzenweg 08 führen direkt am Ingeringsee vorbei. Wer Waldromantik und einen Rückzugsraum für ruhige Stunden sucht, wird hier fündig.
Fotogene Bergseen in der Steiermark
Grüner See in Tragöß
Die Steiermark beherbergt Seen, die beinahe unwirklich wirken, so schön und atmosphärisch sind sie: Der Grüne See in Tragöß in der Region Erzberg-Leoben sticht hervor, weil der See je nach Jahreszeit einen anderen Wasserstand hat. Seinen höchsten Wasserstand erreicht der Grüne See meist im späten Frühling. Im Laufe des Sommers sinkt das smaragdgrüne Wasser deutlich – auch das verändert den Charakter der Landschaft.
Spiegelsee auf der Reiteralm
Der Spiegelsee auf der Reiteralm ist ein besonders fotogener Ort. Bei Windstille spiegelt sich das Dachsteinmassiv im Wasser – eines der bekanntesten Fotomotive der Reiteralm. Eine leichte, rund eineinhalbstündige Wanderung führt zum Spiegelsee. Auch eine anspruchsvollere Rundtour um den See gibt es. Und manchmal darf die Kamera auch im Rucksack bleiben: anschauen, durchatmen, weiterwandern.
Sackwiesensee am Hochschwab
Mitten im Kalkhochland liegt der Sackwiesensee – ein hochgelegener Bergsee mit ursprünglicher Naturumgebung und typischen Dolinen, also Vertiefungen in der Karstlandschaft. Auch dieser See liegt an der Wanderroute Vom Gletscher zum Wein sowie mehreren Weitwanderwegen.
Dramatische Wasserwelten zwischen Klammen und Wasserfällen
Riesachsee und Silberkarsee in Schladming-Dachstein
Hier treffen Bergseen auf Wasserfälle, Klammen und steile Felswände. Die Kraft des Wassers zeigen diese Landschaften durch ihre rauschenden Wasserfälle oder engen Schluchten.
Auf dem Weg zum Riesachsee treffen Wasserfälle, Fels und die Höllschlucht aufeinander. Der Themenweg Wilde Wasser trägt den Titel „National Geographic Wanderweg“. Über den Alpinsteig geht es entlang der Riesachfälle hinauf Richtung Riesachsee.
Der Silberkarsee im Dachsteingebirge ist ein wildromantischer Ort mit Klamm und Wasserfällen. Der Weg zum Silberkarsee führt durch die Silberkarklamm über Holztreppen und Stege und anschließend weiter bergauf. Der Wasserstand schwankt je nach Regenfall stark, manchmal trocknet der See sogar aus.
Leopoldsteinersee in Eisenerz
Der Leopoldsteinersee ist ein geheimnisvoller See in einer fast nordischen Landschaft aus Wald und Fels. Der See ist bis zu 31 Meter tief. Ein ebener Rundweg führt auf rund vier Kilometern um den See. Seine Spiegelungen machen den Bergsee zu Recht zu einem begehrten Wanderziel.
Foto-Tipp für besonders gelungene Bilder: Am besten die Perspektive wechseln und ganz nah am Boden Richtung Bergsee fotografieren. Am Smartphone das Raster und die Wasserwaage aktivieren: So bleibt der Horizont gerade. Sehr interessant wirken auch gespiegelte Objekte auf der Wasseroberfläche – gerade bei Berglandschaften.
Ob ruhige Waldwanderung, anspruchsvolle Bergtour oder kurzer Weg zum Wasser: Die Bergseen der Steiermark zeigen, wie unterschiedlich eine Auszeit in der Natur sein kann. Manchmal reicht schon eine Pause am Ufer, bevor der Weg weitergeht.
Die schönsten Bergseen der Steiermark sind nicht nur Orte zum Anschauen – sondern Landschaften, die wir erleben.
Häufig gestellte Fragen
Viele Bergseen sind vor allem vom späten Frühling bis in den Herbst attraktive Wanderziele. Der ideale Zeitpunkt hängt jedoch vom See und seiner Höhenlage ab. Beim Grünen See beispielsweise ist der Wasserstand meist im späten Frühling am höchsten und sinkt im Laufe des Sommers deutlich.
Einige Bergseen lassen sich auf einfachen oder kurzen Wanderungen erreichen. Dazu zählen etwa der Schwarzensee im Naturpark Sölktäler, der Spiegelsee auf der Reiteralm und der Leopoldsteinersee bei Eisenerz. Um den Leopoldsteinersee führt zudem ein rund vier Kilometer langer, ebener Rundweg.
Besonders familienfreundlich ist der Schwarzensee im Naturpark Sölktäler. Die leichte Wanderung eignet sich für einen entspannten Ausflug, zudem gibt es ab dem Parkplatz Breitlahnhütte eine kinderwagengerechte Tour.
Besonders eindrucksvoll sind der Riesachsee und der Silberkarsee. Zum Riesachsee führt der Weg an den Riesachfällen und durch die Höllschlucht vorbei. Der Silberkarsee wird über die Silberkarklamm mit ihren Holztreppen, Stegen und Wasserfällen erreicht.
Für erfahrene Wanderinnen und Wanderer bieten sich unter anderem der Klafferkessel mit seinen rund 30 Bergseen, die Zwieflerseen am Sölkpass oder die anspruchsvollere Tour zu den Giglachseen ab der Hochwurzen an. Auch rund um den Spiegelsee gibt es eine anspruchsvollere Rundtour.