Wandern im Hochschwabgebiet | © Steiermark Tourismus | Tom Lamm Wandern im Hochschwabgebiet | © Steiermark Tourismus | Tom Lamm
Variantenreiches Tourenangebot für jeden Geschmack

Wandern in der Hochsteiermark

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Das gilt zumindest für den Wanderurlaub in der Hochsteiermark. Ob man sich nun bei Bergtouren im alpinen Gelände aktiv betätigen oder auf Themenwanderwegen Neues lernen möchte. Sich für die Kräuter der Region begeistert oder sich bei der BergZeitReise auf Spurensuche in die Vergangenheit begibt. Oder ob man die Städte der Region zu Fuß erschließen möchte. Möglich ist hier, in der von Wien und Niederösterreich aus gesehen ersten Alpinregion der Steiermark, so gut wie alles.

Wunderschöne Natur, so weit man schaut: eindrucksvolle Gebirgslandschaften. Almblumen, Heilkräuter und jede Menge Gämsen. Denn die Hochsteiermark gilt als das gämsenreichste Gebiet Europas.

Wandern durch Natur und Geschichte

Beeindruckende Berge, saftige Almen, grüne Wälder, sprudelnde Quellen: Wer sich in der Hochsteiermark seiner Wanderleidenschaft hingeben möchte, der hat ein „Problem“. Nein, nicht weil es an Möglichkeiten mangelt. Sondern weil die Entscheidung, womit man anfängt, schwer ist. Wie soll es sein: hochalpin und fordernd oder lieber sanft und entspannend? Und was ist wichtig: der großartige Ausblick auf die umliegenden Berge oder die Erforschung der eigenen fünf Sinne? Oder der Nervenkitzel auf einem der Klettersteige? 

Wandern im Hochschwabgebiet | © Steiermark Tourismus | Tom Lamm
Sackwiesensee im Hochschwabgebiet | © TV Hochsteiermark | Heinz Toperczer
Wanderung in Wartberg | © TV Hochsteiermark | nicoleseiser.at

Wandern (nicht nur) am Hochschwab

Eine Wanderroute der ganz besonderen Art ist die BergZeitReise. Sie führt quer durch die Hochsteiermark, vom alpinen Gelände des Hochschwabs über Schneealm und Rax bis zur Waldheimat des Dichters Peter Rosegger. 

Die Wandertour im Überblick: 

  • Start- und Endpunkt: Eisenerz, Tourismusinformation
  • Distanz: 302 km
  • Etappen: 18
     

Tipp: Man kann sich auch nur für Teilabschnitte dieses Weitwanderwegs entscheiden. Das ist sogar zu empfehlen, denn die Routen haben ganz unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Mitten im Geschehen – Stadtwanderungen

Nicht nur die Natur kann man sich zu Fuß erschließen. Auch die verschiedenen Städte bieten dazu reichlich Gelegenheit. Wie wäre es mit einem Spaziergang auf den Brucker Schlossberg? Oder einem Rundgang durch Mürzzuschlag mit seinem historischen Stadtkern und den vielfältigen Augebieten der Mürz?

Eine Schulung der Sinne

Naturpark Mürzer Oberland

Insgesamt 23 Kraftplätze hält der Wald der Sinne für alle bereit, die ihre Wahrnehmung schärfen möchten: Klangstäbe findet man hier, eine Balancierscheibe, einen Hörtrichter und vieles mehr. 

Und natürlich steht auch im Naturpark Mürzer Oberland eines ganz oben auf dem Programm: das Wandern. Entlang von Themenwegen oder auf klassischen Wandertouren. Auf alle Fälle aber immer in wildromantischer Natur. Und wer weiß: Mit etwas Glück bekommt man sogar einen der raren Steinböcke zu sehen, die wieder angesiedelt wurden. 

Für Familien und Romantiker

Themenwege

Alle, die es überschaubarer mögen, entscheiden sich für einen der vielen Themenwanderwege. Und es gibt viele: für Familien genauso wie für Romantiker. Auch wer auf den Spuren des Komponisten Johannes Brahms oder denen des Dichters Peter Rosegger wandeln möchte, findet hier die passende Tour.

Der Liebe folgt man etwa auf dem „Hob mi gern“-Steig in Aflenz. Kinder werden zu kleinen Entdeckern auf dem Erlebnisweg Rosslochklamm oder am Erlebnisweg „klimawandeln“ im Naturpark Mürzer Oberland. Erfrischend wird es auf dem Bründlweg am Pogusch, dem höchstgelegenen Barfußweg der Hochsteiermark mit seinen 22 Brunnenanlagen. Unbedingt auch eine Wanderung wert: der Jakobusweg Turnau.

Ein Teil des UNESCO-Welterbes Semmeringeisenbahn liegt immer im Blick, wenn man dem Bahnwanderweg Semmering-Mürzzuschlag folgt. Denn die Strecke von Gloggnitz über den Semmering bis Mürzzuschlag gilt als Meilenstein der Eisenbahngeschichte und gehört seit 1998 zum UNESCO-Welterbe.

Das Schöne an den Themenwanderungen: Es sind meist Rundwanderwege. Man kommt am Ausgangspunkt wieder an und muss sich über den Rücktransport keine Gedanken machen. Die perfekten Routen für Familien mit Kindern.

Der Blick vom Gipfel

Klettersteige

Erzherzog Johann von Österreich (1782–1859) hat gewusst, was sich lohnt: und zwar der Ausblick von weit oben nach ganz unten ins Tal. Und so war der Bruder Kaiser Franz’ I. der allererste Tourist in der Geschichte, der den Hochschwab erklommen hat. 

Wer es ihm gleichtun möchte, der findet im alpinen Gelände der Hochsteiermark dazu reichlich Gelegenheit, und die in allen Schwierigkeitsgraden. Klettersteige finden sich nicht nur auf dem Hochschwab selber, sondern etwa auch im Schneealm-Raxgebiet. 

Arnica, Berglavendel und Co

Kräuterwanderungen

Der Steirische Semmering, das imposante Hochschwabgebiet und die Fischbacher Alpen haben vieles gemeinsam. Unter anderem sind sie auch Heimat zahlreicher Heilkräuter, duftender Almblumen und wunderbarer Würzpflanzen. 

Auch der Naturpark Mürzer Oberland ist ein Paradies für Kräutersammler. Wer sich auskennt, kann sich bei seinen Wanderungen eine hübsche kleine Hausapotheke zusammenstellen. 

Und wer noch keine Erfahrung hat, der meldet sich einfach für eine der Kräuterwanderungen oder einen Kräuterworkshop im Naturpark an. Arnica, Baldrian, aber auch der scharfe Kren (Meerrettich) sind wunderbare Helfer unter anderem bei Erkältungskrankheiten oder zur Stärkung des Immunsystems. 

Strudelwürmer entdecken oder Waldrätsel lösen, das und noch vieles mehr kann man beim NaturErlebnisProgramm. Wald- oder Kräuterpädagogen lassen mit ihrem Fachwissen die Ausflüge zu spannenden Ereignissen werden.

Gut zu wissen: Alle, die die gesamte BergZeitReise absolvieren, folgen damit automatisch auch der einen oder anderen Kräuterwanderung. 

Der Weg zum Wesentlichen

Pilgern

Was zählt im Leben wirklich? Um dieser Frage nachzugehen, braucht man manchmal etwas Zeit. Und Muße. Die wunderbaren Pilgerwege in der Hochsteiermark sind für diese Art der inneren Suche wie gemacht. 

An erster Stelle steht der Mariazellerweg 06, dessen Ziel die Basilika in Mariazell ist, die wichtigste Wallfahrtskirche in Österreich und eine der bedeutendsten in Europa. Daneben gibt es noch viele weitere Wege, die durch die Hochsteiermark zum Heiligtum in den Wallfahrtsort führen. Und auch sonst finden sich überall in der Region romantische kleine Kapellen und Kirchen. All diese Wege laden ein, zur Ruhe zu kommen und sich wieder auf das zu besinnen, was wichtig ist.

Übrigens: Um zu pilgern, muss man nicht zwangsläufig katholisch sein. Einem Pilgerweg zu folgen, ist immer eine großartige Möglichkeit zur inneren Einkehr. Allein der Weg kann schon Ziel sein. Man konzentriert sich völlig aufs Gehen und kommt so Schritt für Schritt sich selbst näher. 

Hüttenkulinarik Schwarzriegelalm | © TV Hochsteiermark | nicoleseiser.at

Unbedingt einplanen: Hütteneinkehr!

Aber was wäre eine Wanderung ohne die klassische Einkehr? Zu der laden die vielen Almen und Hütten entlang der Wege ein. Verwöhnt wird man hier mit regionalen Köstlichkeiten aus Flüssen und Seen und von den Almen. Für die perfekte Kulisse sorgt die so atemberaubende wie malerische Landschaft zwischen Wäldern, Bergen und Wasser.

Kulinarik in der Hochsteiermark

Wanderurlaub in der Hochsteiermark planen