Sommer & Herbst in der Oststeiermark: 10 Erlebnisse
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- Familie, Herbst, Sommer, Lebensraum, Sommerfrische
- Autor: Günther Steininger
Zwischen Almenland und Pöllauer Tal, Fischbacher Alpen, Hochwechsel, Apfelstraße und Römerweinstraße verändert die Landschaft immer wieder ihr Gesicht.
Diese Bucket List zeigt dir 10 Erlebnisse für einen Sommer- oder Herbsturlaub in der Oststeiermark.
1. Über die Almen des Naturparks Almenland wandern
Früh am Morgen liegt noch Ruhe über den Almwiesen. Kühe grasen neben dem Weg, in der Ferne zeichnen sich die Gipfel ab. Und spätestens bei der ersten Einkehr wird klar: Im Naturpark Almenland gehören Landschaft, Landwirtschaft und Genuss zusammen.
Das Herzstück des Naturparks bilden Teichalm und Sommeralm. Gemeinsam prägen sie eine weitläufige Kulturlandschaft, die durch die Almwirtschaft entstanden ist und bis heute gepflegt wird. Der Naturpark Almenland gilt als größtes zusammenhängendes Niedrigalm-Weidegebiet Mitteleuropas.
Wer gemütlich unterwegs sein möchte, findet Wege rund um den Teichalmsee und auf der Sommeralm. Wer höher hinaus will, nimmt einen Gipfel ins Visier. Klassiker sind der Hochlantsch und der leicht zu erreichende Plankogel. Nach dem Gipfelsieg schmeckt die Einkehr gleich noch viel besser.
Noch mehr Inspiration findest du unter Wandern in der Oststeiermark.
2. Entdecken, warum Natur wirklich wirkt
Natur lässt sich anschauen. Man kann sie aber auch verstehen, riechen, schmecken und ihre Geschichten kennenlernen. Genau hier setzt „Natur wirkt!“ an. Das Programm verbindet Naturführungen, Wissen und regionale Kulinarik in den beiden Naturparken Almenland und Pöllauer Tal.
Naturpark Almenland: Almleben verstehen
Warum sehen die Almwiesen so aus, wie sie aussehen? Welche Rolle spielt die Bewirtschaftung? Und was braucht es, damit diese Kulturlandschaft erhalten bleibt?
Bei Natur wirkt!-Erlebnissen wie „125 Alpträume in Grün“ rückt das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur in den Mittelpunkt. Die 125 Einzelalmen werden dabei zum Ausgangspunkt für einen neuen Blick auf die Landschaft.
Naturpark Pöllauer Tal: Zwischen Streuobstwiesen und Hirschbirnen
Nur wenige Landschaftswechsel später bestimmen sanfte Hügel, Wiesen und Obstbäume das Bild. Die Streuobstwiesen sind charakteristisch für den Naturpark Pöllauer Tal und wichtige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten.
Hier wird Naturwissen gerne mit Genuss verbunden. Bei „Hirschbirn hirsch'n“ führt der Weg zur Pöllauer Hirschbirne und zu regionalen Produzenten. Beim Klima-Wandern wird die Landschaft wiederum zum Lernraum für Fragen rund um Natur und Klima.
So zeigen die beiden Naturparke zwei unterschiedliche Gesichter der Oststeiermark: hier die Alm, dort die Streuobstwiese.
3. Die Oststeiermark Schritt für Schritt entdecken
Die Wanderschuhe dürfen auch außerhalb der Naturparke geschnürt bleiben. Denn zwischen Almen, Gipfeln, Wäldern und Hügelland verändert sich das Wandererlebnis laufend.
In den Fischbacher Alpen liegt das Wanderdorf Fischbach, das mit dem Österreichischen Wandergütesiegel ausgezeichnet ist. Rund um den Ort führen unzählige Wanderwege über blumenreiche Wiesen und durch Roseggers Waldheimat bis zum markanten Teufelstein.
Panorama steht dagegen bei der Hochwechsel-Runde im Mittelpunkt. Der Weg führt über Schwaigen zu mehreren Hütten und bis hinauf auf den Hochwechsel.
Wer lieber im sanfteren Hügelland bleibt, findet mit dem G.E.R.A. Park-Rundweg eine weitere Seite der oststeirischen Wanderlandschaft.
Wandern in der Oststeiermark
Rajchl reist
4. Auf zwei Rädern zwischen Schwaigen und Apfelgärten unterwegs sein
Manchmal darf die Landschaft ein bisschen schneller vorbeiziehen. Mit dem Rad reicht die Bandbreite in der Oststeiermark von entspannten Touren durch das Hügelland bis zum Mountainbike-Trail.
Die Steirischen Wexl Trails verbinden Panorama- und Shared-Trails mit der Bergwelt am Wechsel. Dabei führen einige Strecken über die für das Gebiet so typischen Schwaigen und eröffnen immer wieder weite Ausblicke.
Noch mehr Trail-Abwechslung wartet bei der Funbase Holzmeisterlift auf der Sommeralm. Flowline, Singletrails, Kidstrail und Uphilltrail sprechen verschiedene Könnensstufen an. In der Mountainbike Area Gleisdorf nahe Graz geht es wiederum auf eigens angelegten Lines mal flowig, mal technisch zur Sache.
Gemütlich oder sportlich?
Nicht jeder Urlaubstag braucht Höhenmeter und Adrenalin. Auf den Radwegen durch Obstgärten, Weinberge und Dörfer geht es auch entspannt voran. Einen Überblick bietet die Seite Radfahren in der Oststeiermark.
Praktisch für einen längeren Radurlaub sind die Bett+Bike-Betriebe. Die spezialisierten Gastgeber bieten unter anderem sichere Abstellmöglichkeiten, Trockenplätze für Radbekleidung und Unterstützung bei kleineren Pannen.
Perfekt im Sommer: Tour de Gelato ;)
5. Einen Perspektivwechsel wagen – und unter die Erde gehen
Nach Weitblick kommt Tiefgang. Einige besondere Seiten der Oststeiermark liegen nämlich unter der Erde.
Die Drachenhöhle Mixnitz verbindet Naturgeschichte mit alten Sagen. Fossile Knochenfunde, ihre Bedeutung als Fledermausquartier und das große Höhlenportal machen schon den Weg dorthin zum Erlebnis. Besucht wird die geschützte Höhle ausschließlich im Rahmen geführter Touren.
Im Schaubergwerk Arzberg geht es dagegen auf die Spuren des Silberbergbaus. Unter Tage erzählen Stollen und Führung vom Arbeitsalltag früherer Bergleute. Gerade an einem Regentag ist das eine spannende Alternative zum Draußensein.
Und dann ist da noch das Katerloch: eine Höhlenwelt mit großen Hallen, Tropfsteinformationen und unterirdischen Wasserlandschaften.
Tipp: Öffnungszeiten, Führungszeiten und notwendige Anmeldungen vor dem Besuch direkt beim jeweiligen Ausflugsziel prüfen.
6. Die Oststeiermark kosten – direkt dort, wo sie wächst
Wie schmeckt eine Landschaft? In der Oststeiermark lässt sich diese Frage ziemlich konkret beantworten.
Da ist zunächst der Apfel. Dann die Pöllauer Hirschbirne mit ihrem herbsüßen Geschmack. Dazu kommen Käferbohnen, Kren, Wein, Aronia oder Fleisch vom ALMO-Rind und vom Weizer Berglamm. Viele dieser Produkte erzählen gleichzeitig etwas über Landschaft, Landwirtschaft und Menschen.
Besonders spannend wird es dort, wo man hinter die Kulissen blicken kann. Bei Führungen, Verkostungen und Besuchen bei Produzenten wird aus einem regionalen Produkt ein Erlebnis. Einen Überblick geben die kulinarischen Erlebnisse in der Oststeiermark und die regionalen Produkte.
Auch beim Wandern lässt sich Genuss mit Wissen verbinden. Der Erlebnis-Weinlehrpfad Hoferberg führt durch Weingärten. Stationen am Weg erzählen von Rebsorten, Arbeiten im Weinberg und der Kulturgeschichte des Weinbaus.
7. Durch Apfelgärten und Weingärten reisen
Im Spätsommer und Herbst bekommt das Leitmotiv dieser Bucket List besonders viel Geschmack. Jetzt rücken Ernte, Obstgärten und Weinberge in den Mittelpunkt.
Steirische Apfelstraße
Die Steirische Apfelstraße schlängelt sich mitten durchs Herz der Oststeiermark. Das Zentrum der Apfelstraße bildet der idyllisch gelegene kleine Ort Puch bei Weiz. Unterwegs begegnet der Apfel in vielen Formen: frisch vom Baum, als Saft und Most oder verarbeitet in der Küche. Direktvermarkter und Hofläden laden dazu ein, näher hinzuschauen und zu kosten.
Gerade im Herbst lohnt sich ein langsameres Tempo. Dann wird in den Obstgärten geerntet. Wanderwege und Radtouren führen mitten durch diese Kulturlandschaft.
Oststeirische Römerweinstraße
Ein paar Hügel weiter übernimmt die Weinrebe. Die Oststeirische Römerweinstraße führt durch Hügelland, Wälder und Weinberge. Die Geschichte des Weinbaus reicht hier bis in die Römerzeit zurück. Buschenschänke und Weinhöfe machen daraus ein genussvolles Urlaubserlebnis.
Wer beide Welten verbinden möchte, steigt aufs Rad. Rundtouren führen durch Apfel- und Weinlandschaften und verbinden sportliche Bewegung mit genussvollen Zwischenstopps.
8. Von Burgen bis Street Art: Kultur in der Oststeiermark
Urlaub in der Oststeiermark muss nicht bedeuten, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu fahren. Manchmal reicht es, durch eine Stadt zu gehen und sich Zeit zu lassen.
Hartberg ist dafür ein guter Ort. Als eine der „Kleinen Historischen Städte Österreichs“ verbindet die Stadt jahrhundertealte Bauwerke mit Kultur und einem lebendigen Zentrum. Stadtwege laden dazu ein, die Geschichte beim Spazieren zu entdecken. Wer Street Art liebt, ist beim hARTberg walk richtig. Der gebürtige Hartberger NYCHOS initiierte das Projekt. Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt entstanden zahlreiche Murals im Stadtgebiet.
Doch Kultur begegnet auch außerhalb der Städte. Burgen und Schlösser, das Augustinerstift Vorau, Kirchen, historische Spuren der Römer und kleine Kulturdenkmäler liegen mitten in der Landschaft. Manches lässt sich sogar erwandern oder mit dem Rad entdecken.
Mehr Ideen findest du bei den Kulturschätzen der Oststeiermark und bei den Burgen und Schlössern.
hARTberg walk
9. Einen Platz finden, an dem einmal nichts passieren muss
Eine Bucket List darf auch einen Punkt enthalten, bei dem nichts abgehakt werden muss. Vielleicht ist es ein Platz in einem Naturschaugarten oder an einem heißen Tag das Strandtuch am Stubenbergsee. Vielleicht aber auch eine Bank mit Blick über die Hügel. Ein Spaziergang durch einen stillen Wald. Oder ein Nachmittag im Wellnessbereich, wenn draußen der Herbstregen auf die Landschaft fällt.
Die Oststeiermark bietet viele Möglichkeiten, bewusst langsamer zu werden. Almen, Streuobstwiesen, Kräutergärten, Barfußwege und Wellnessangebote schaffen ganz unterschiedliche Räume für eine Pause.
Unter Ruhe & Gesundheit in der Oststeiermark findest du weitere Ideen für Tage, an denen Erholung ganz oben auf der Liste steht.
10. Aus der Bucket List einen Urlaub machen
Zehn Ideen sind ein Anfang. Welche davon in deinen Urlaub kommen, darf spontan bleiben.
Praktisch dabei ist die GenussCard. Sie ist bereits ab der ersten Nächtigung bei einem teilnehmenden Partnerbetrieb inkludiert und umfasst mehr als 280 Ausflugsziele und Leistungen in vier steirischen Erlebnisregionen. Dazu zählen auch zahlreiche Angebote in der Oststeiermark.
Wer möglichst nah an der Natur übernachten möchte, findet außerdem Camping- und Stellplätze in der Oststeiermark. Die Auswahl reicht vom Apfelland übers Joglland und Wechselland bis zu den beiden Naturparken Almenland und Pöllauer Tal.
Am Ende muss eine Bucket List ohnehin nicht vollständig sein. Vielleicht bleibt ein Wanderweg für das nächste Mal offen. Ein Produzent wartet noch auf einen Besuch. Oder ein Glas Wein auf einen langen Herbstabend.