Ostern in der Steiermark

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  • Frühling, Abenteuer für Groß & Klein, Essen & Trinken
Dieses Wochenende wird Ostern gefeiert und zählt zu den schönsten Festen in der Steiermark. Der Frühling hält Einzug und damit auch die Osterzeit. Am verlängerten Osterwochenende wird meist vielfältig und farbenfroh gefeiert und an schönen Tagen ein Ausflug mit der Familie gemacht. Wir erzählen wofür das Fest steht und wo es was zu erleben gibt :-)

Wissenswertes über das Osterfest

Das Osterbrauchtum spielt in Österreich eine große Rolle, aber weiß man eigentlich woher das Wort kommt, was gefeiert wird oder wann Ostern immer stattfindet? Wir haben recherchiert und hier Infos für euch:

  • Woher das Wort "Ostern" kommt ist unklar. Ostern hat jedoch seine Wurzeln im heidnischen Frühlingsfest. Man feierte das zunehmende Licht im Frühling, die wiederkehrende Fruchtbarkeit, das Erwachen der Natur und den Neubeginn. Auch von Ostara, der germansichen Frühlingsgöttin ist im Zusammenhang mit Ostern immer wieder die Rede.  

  • Wann ist Ostern? Das Datum kann im Gegensatz zu anderen Feiertagen variieren. An welchem Wochenende das Osterfest stattfindet bestimmt nämlich der Mond. Das Osterwochenende ist immer am Wochenende nach dem ersten Frühlingsvollmond. Frühestens kann der Ostersonntag auf den 22.März fallen und spätestens auf den 25. April. 

  • Ostereier und Osterhase: Das Ei symbolisiert neues Leben und Fruchtbarkeit. Nach der eierlosen Winterzeit, so hieß es, fangen die Hühner wieder an Eier zu legen - ein weiteres Zeichen für den Frühling. Auch der Hase steht für Fruchtbarkeit, bekannt als Begleiter der Frühlingsgöttin Ostara. 

  • Osterfeuer: Das Frühlings- oder Osterfeuer dient zum endgültigen Austreiben des Winteres und zur Begrüßung des Frühlings und der Sonne. Zudem hofft man auf eine gute Ernte im Herbst. Entzunden werden die Osterfeuer in den Abend- und Nachtstunden am Karsamstag. (Heuer aufgrund der Covid-Situation vielerorts abgesagt).

Weitere Informationen über das Osterfest gibt es hier.

 

Oster-Ausflugstipps fürs verlängerte Wochenende

Ostereiersuche und Rätselrallye beim Ökopark Hartberg
Im Ökopark Hartberg gibt es noch bis morgen (2. April) eine Ostereiersuche, zur Einstimmung auf die Osterzeit. In den Ferien vom 29. März bis 2. April sind in allen Ausstellungen (Experimentarium, Mineralienwelt, Bionikausstellung) ganz viele Ostereier versteckt. Wer ein Osterei findet, kann es an der Kassa gegen ein kleines Geschenk eintauschen. 

Für Kinder ab 8 Jahren gibt es zusätzlich eine Osterhasen-Rätselrally, wo man dem Osterhasen hilft, knifflige Rätsel zu lösen. Auch hier wartet ein kleines Geschenk auf die jungen Helfer.

Osterhasendorf in Fischbach
Noch bis 11. April hat sich der Höhenluftkurort Fischbach zu einem entzückenden Osterhasendorf verwandelt. Die Gärten und Plätze vor den Häusern sind mit vielen Osterhasen geschmückt und können von den Besuchern bei einem gemütlichen Spaziergang durch den Ort bestaunt werden. Wer gerne einen Osterhasen oder hochwertige Bastel- und Handarbeiten kaufen möchte, kann dies bei einigen Familien und im Verkaufslokal der Hand- und Heimarbeit aus der Waldheimat tun.

Freilichtmuseum Stübing
Wie haben die Urgroßeltern gelebt, gearbeitet und gefeiert? Antworten auf diese und viele weitere Fragen findet man im „Tal der Geschichte(n)“, dem Österreichischen Freilichtmuseum Stübing.

Das Österreichische Freilichtmuseum Stübing bei Graz, zählt zu den zehn größten und eindrucksvollsten Freilichtmuseen Europas und zeigt rund 100 historische bäuerliche Bauten aus ganz Österreich. Auf der (Zeit)Reise begegnet man Objekten aus sechs Jahrhunderten, die viel Wissenswertes über das Leben und den Alltag unserer ländlichen Vorfahren vermitteln.
Das Freilichtmuseum Stübing hat täglich von 09:00-17:00 Uhr geöffnet.

 

Osterpinze selbst gemacht

Die Osterpinze gehört zum Osterfest wie der Osterhase. Warum sich nicht einmal selbst am beliebten Osterlaib probieren? Hier gibts ein Rezept mit Gelinggarantie:

Zutaten:

  • ca. ½ L Milch
  • 1 TL ganzer Anis
  • 1 Würfel frische Germ
  • 80-100 g Zucker
  • 150 g flüssige Butter
  • 6 Dotter
  • 1 kg glattes Weizenmehl
  • 1 gestr. EL Salz

Zum Bestreichen wird ein Ei benötigt.

 

Die Zubereitung:
1. Milch mit Anis erwärmen und mehrere Stunden ziehen lassen. Vor dem Verarbeiten die Milch abseihen.

2. In einer Rührschüssel zuerst ein Dampfl ansetzen. Dafür Germ und eine Prise Zucker in etwas lauwarmer Milch bröseln und versprudeln. Etwas Mehl darüberstreuen und aufgehen lassen.

3. Dotter, Butter und Zucker mit der restlichen Milch schaumig versprudeln. Zeigt das Dampfl Bläschen, kann man die Dottermilch mit dem Dampfl abrühren. Mehl und Salz hinzugeben. Die Zutaten nun mit dem Kochlöffel vermengen und anschließend mit der Hand leicht kneten.

4. Den Teig für die Osterpinze zudecken, an einen warmen Ort stellen und auf die doppelte Höhe aufgehen lassen. 

5. Nun etwas Mehl auf die Arbeitsfläche streuen. Darauf den Germteig stürzen und halbieren. Die erste Hälfte in fünf Stücke teilen. Daraus runde Laibe formen (rund schleifen), diese auf ein befettetes oder mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einem Geschirrtuch zudecken. Die Pinzen nochmals auf das Doppelte aufgehen lassen.

6. Die Osterpinzen mit versprudeltem Ei bestreichen und mit der Schere dreimal einschneiden, aber nicht durchschneiden, damit das typische Pinzenmuster entsteht. Bei 200° ins vorgeheizte Backrohr schieben und die Temperatur auf 180° zurückschalten. Die Backzeit beträgt ca. 20-30 Minuten.

Während der Backzeit der ersten fünf Pinzen die zweite Teighälfte wie oben für das Backen vorbereiten. 

Das Rezept zum Download inkl. Video gibt es hier.

Wir wünschen frohe Ostern und ein buntes Fest.