Kinder im Herbst | © STG | Tom Lamm
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Herbstferien Steiermark: Tipps für alle 11 Regionen

Bunte Tage, neue Lieblingsplätze und viel Zeit miteinander.

Die Herbstferien in der Steiermark sind wie gemacht für kleine Auszeiten. Die Wälder leuchten, in den Städten wird es gemütlicher und vielerorts beginnt genau jetzt die Zeit für Genuss, Kultur und entspannte Familienausflüge.
Von Seen und wilden Wassern im Norden bis zu Weinbergen und warmem Thermalwasser im Süden: Wir nehmen dich mit durch alle elf Erlebnisregionen und zeigen dir jeweils drei Ideen für einen gelungenen Ferientag. 

Ausseerland Salzkammergut: Seen, Salz und stille Wege

Wenn sich die Wälder rund um die Seen verfärben, zeigt das Ausseerland eine besonders ruhige Seite. Für größere Bergtouren kann es Ende Oktober bereits zu spät sein. Rund um die Seen und in den Orten wartet dafür umso mehr.

1. Rund um den Ödensee spazieren: Der etwa 2,2 Kilometer lange Rundweg führt über gut gepflegte Wald- und Forstwege rund um den Moorsee. Das Naturerlebnis ist ganzjährig zugänglich und genau richtig für einen entspannten Herbstvormittag.

2. Auf der Via Artis unterwegs sein: In Altaussee, Bad Aussee und Grundlsee verbindet die Via Artis Landschaft mit Geschichten von Künstlerinnen, Künstlern und anderen Persönlichkeiten, die das Ausseerland geprägt haben.

3. Unter Tage Salz entdecken: Wenn Regen durch die Herbstlandschaft zieht, bieten die Salzwelten Altaussee eine wetterunabhängige Alternative. Aktuelle Betriebszeiten vor dem Besuch prüfen.

Erzberg-Leoben: große Abenteuer und ruhige Seen

Rund um Eisenerz und Leoben treffen Industriegeschichte und überraschend stille Natur aufeinander.

1. Mit dem Hauly auf den Erzberg: Das Abenteuer Erzberg läuft 2026 bis einschließlich 31. Oktober. Die Touren finden grundsätzlich auch bei Schlechtwetter statt, bei Schneefall kann es Einschränkungen geben. Damit passt der Klassiker noch genau in die Herbstferien.

2. Leoben von der Ruine Massenburg aus entdecken: Vom Leobener Hauptplatz führt ein kurzer Spaziergang durch den Stadtpark hinauf zur Massenburg. Oben wartet ein schöner Blick über die Stadt und die umliegenden Berge. Der Weg ist überwiegend asphaltiert, ganzjährig geeignet und damit auch für einen unkomplizierten Herbstferientag eine gute Wahl.

3. Den Grünen See einmal anders erleben: Im Herbst sinkt der Wasserstand des bekannten Sees deutlich. Aktuell ist er sogar komplett ausgetrocknet. Genau das macht den Besuch ungewöhnlich: Wege und Flächen, die im Frühjahr unter Wasser liegen, kommen zum Vorschein. Der leichte Rundweg ist 3,6 Kilometer lang.

Gesäuse: wilde Natur trifft große Kultur

Im Gesäuse muss es nicht immer hoch hinausgehen. Im Tal findest du kurze Naturerlebnisse ebenso wie eines der bekanntesten Kulturziele der Steiermark.

1. Im Stift Admont staunen: Die weltberühmte Klosterbibliothek und die Museen sind eine starke Adresse für einen kühlen oder regnerischen Ferientag. Saisonale Öffnungszeiten vorher prüfen.

2. Den Wilden John kennenlernen: Vom Weidendom führt der familienfreundliche Sagenweg entlang des Johnsbaches durch eine eindrucksvolle Schlucht. Felsfiguren, Geschichten und Erlebnisstationen sorgen unterwegs für Abwechslung.

3. Burg Strechau entdecken: Über Lassing thront die zweitgrößte Burg der Steiermark. Neben historischen Räumen wartet dort auch eine außergewöhnliche Oldtimer-Sammlung. Vorab prüfen, ob am gewünschten Ferientag Führungen angeboten werden.

Via Artis Altaussee Dieses Bild wurde vollständig oder wesentlich mit KI erzeugt oder bearbeitet.
Via Artis Altaussee
Blick auf den Erzberg | © STG | Manfred Polansky
Blick auf den Erzberg | © STG | Manfred Polansky
Stiftsbibliothek Admont | © STG | Günther Steininger
Stiftsbibliothek Admont | © STG | Günther Steininger

Erlebnisregion Graz: Stadt, Licht und ein bisschen Natur

Für die Herbstferien ist Graz besonders unkompliziert: Vieles lässt sich spontan kombinieren und bei Wetterumschwung schnell nach drinnen verlegen.

1. Graz zwischen Schlossberg und Schloss Eggenberg erleben: Starte mit einem Spaziergang durch die Altstadt und hinauf zum Schlossberg. Am Abend lohnt sich der Wechsel nach Eggenberg: KLANGLICHT bespielt das Schloss und den Schlosspark 2026 von 23. Oktober bis 7. November täglich mit Licht- und Klangkunst. Damit fällt das Festival genau in die Herbstferien.

2. Herbstzeit bei den Lipizzanern in Piber: Im Lipizzanergestüt Piber dreht sich in den Herbstferien alles um die berühmten weißen Pferde. Von 24. Oktober bis 2. November stehen unter anderem Führungen, ein herbstlicher Kindererlebnisweg und eine Kürbisrallye auf dem Programm. So wird der Ausflug auch für Familien zum abwechslungsreichen Ferientag.

3. Kunst unter freiem Himmel in Premstätten entdecken: Im Österreichischen Skulpturenpark triffst du auf zeitgenössische Kunst mitten in einer weitläufigen Parklandschaft. Der frei zugängliche Park eignet sich gut für einen herbstlichen Spaziergang und bringt eine ganz andere Seite der Erlebnisregion Graz ins Spiel.

Hochsteiermark: Waldgeschichten, Wallfahrt und Handwerk

Die Hochsteiermark kann im Herbst durchaus schon winterlich werden. Deshalb bleiben wir im Tal, in den Orten und bei gut erreichbaren Naturplätzen.

1. Durch Mariazell spazieren: Die Basilika bildet den Mittelpunkt des bekannten Wallfahrtsortes. Rundherum lassen sich Cafés, Geschäfte und traditionelle Handwerksbetriebe zu einem entspannten Ferientag verbinden.

2. Peter Roseggers Waldheimat entdecken: Rund um Krieglach ist der steirische Dichter bis heute präsent. Museen und Spazierwege erzählen von seinem Leben und von der Landschaft, die ihn geprägt hat.

3. Den Wald der Sinne ausprobieren: Klangbaum, Hängebrücke, Barfußparcours und weitere Stationen machen den Rundweg im Naturpark Mürzer Oberland besonders für Familien spannend. Der Weg ist laut von Mai bis Oktober geöffnet.

Region Murau: kleine Städte und große Naturmomente

Im Herbst wird es in Murau spürbar ruhiger. Genau darin liegt der Reiz: kurze Spaziergänge, regionale Geschichten und ein Ausflug, bei dem das Wetter nicht die Hauptrolle spielt.

1. Den Etrachsee umrunden: Auf 1.374 Meter Seehöhe erstreckt sich ein paradiesisches Fleckchen Erde: Idyllisch liegt der Etrachsee zwischen den inneralpinsten Bereichen der Niederen Tauern, dem Rupprechtseck und dem Bauleiteck. Die leichte Runde ist nur rund 1,8 Kilometer lang und dauert etwa eine halbe Stunde. So bleibt genug Zeit für weitere Entdeckungen in der Region.

2. Zwischen Holz, Bier und Geschichte durch Murau spazieren: Murau lohnt sich nicht nur für einen kurzen Stopp. Beim historischen Stadtspaziergang führen die Murauer Botschafter durch die Stadt und erzählen von alten Bauwerken, besonderen Geschichten und der jahrhundertealten Holz- und Biertradition. Dabei trifft historische Architektur immer wieder auf moderne Akzente.

3. Die Brauerei der Sinne besuchen: Auf der knapp 2-stündigen Erlebnistour werden alle 5 Sinnesorgane mit Hilfe von audiovisuellen Stationen, sowie Geruchs- und Gehörstationen angesprochen. Führungen werden bis 31. Oktober von Dienstag bis Samstag angeboten.

Murtal: Sterne, Silber und stille Schätze

1. Im Sternenturm zu den Sternen reisen: Hoch über Judenburg wartet im Stadtturm ein Planetarium mit einem abwechslungsreichen Ferienprogramm. Rund um die Herbstferien stehen täglich mehrere Shows am Spielplan: von Familienvorstellungen wie „Ferien unter Sternen“ oder „Der kleine Major Tom“ bis zu Reisen durchs Universum. Ein guter Tipp für graue Herbsttage und Astronomie Fans.

2. In Oberzeiring auf den Spuren des Silberbergbaus: Im Schaubergwerk Oberzeiring tauchst du in eine Bergbaugeschichte ein, die bis weit ins Mittelalter zurückreicht. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung geht es bei einer rund 60-minütigen Führung in den Schaustollen. Im September und Oktober finden täglich Führungen statt. Warme Kleidung und festes Schuhwerk gehören mit ins Gepäck.

3. Abtei und Lebkuchen in Seckau verbinden: Die Benediktinerabtei Seckau ist eines der bekanntesten Kulturziele im Murtal und lohnt sich schon wegen ihrer besonderen Atmosphäre und der eindrucksvollen Basilika. Danach kannst du noch gemütlich durch den Ort spazieren und bei der Konditorei Regner einkehren, wo seit Generationen Seckauer Lebkuchen gebacken wird. So wird aus dem Kulturstopp direkt ein kleiner Genussausflug.

Oststeiermark: Tiere, Äpfel und bunte Hügel

In der Oststeiermark bleibt der Herbst oft lange mild. Statt hoch hinaus geht es zwischen Apfelgärten, kleinen Städten und bekannten Familienzielen durch die Ferien.

1. Die Tierwelt Herberstein besuchen: Während der Herbstferien ist der Tierpark besonders verlässlich planbar: Vom 1. Oktober bis 1. November 2026 ist er täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

2. Um den Stubenbergsee spazieren: Wenn der sommerliche Trubel vorbei ist, wird es am See ruhig. Eine Runde am Wasser lässt sich gut mit einem Besuch in Herberstein kombinieren.

3. Hartberg zwischen Altstadt und Street Art entdecken: In Hartberg treffen historische Gassen auf überraschend moderne Kunst. Beim hARTberg walk führen 31 Murals an 20 Plätzen durch die Stadt – darunter Werke internationaler Street-Art-Künstler rund um den gebürtigen Hartberger Nychos. Die kurze Route startet am Hauptplatz, führt durch die Innenstadt und über den alten Stadtpark wieder zurück. So lernst du Hartberg beim Spazieren gleich von zwei Seiten kennen: historisch und urban.

Spraykunstwerk von Nychos in der Josef-Hallamayr-Straße 36 in Hartberg | © Oststeiermark Tourismus | Rabbit Eye Movement
Spraykunstwerk von Nychos in der Josef-Hallamayr-Straße 36 in Hartberg | © Oststeiermark Tourismus | Rabbit Eye Movement
Stubenbergsee, Oststeiermark | © STG | Popp-Hackner
Stubenbergsee, Oststeiermark | © STG | Popp-Hackner
Unterwegs mit dem Bummelzug | © Tierwelt Herberstein I Harry Schiffer
Unterwegs mit dem Bummelzug | © Tierwelt Herberstein I Harry Schiffer

Schladming-Dachstein: Wasser, Stadtgeschichte und Familienzeit

Ende Oktober kann es in höheren Lagen bereits winterlich werden. Deshalb bleiben wir für die Herbstferien bewusst im Tal und bei Erlebnissen, die sich gut und ohne große Höhenmeter planen lassen.

1. Durch die Talbachklamm bis ins Untertal spazieren: Direkt in Schladming startet der Weg entlang des rauschenden Talbachs. Eine Aussichtsplattform gleich zu Beginn gibt den Blick in die Klamm frei, danach führt der breite Weg weiter bis Untertal-Dorf. Die gesamte Runde ist rund 4,9 Kilometer lang und dauert etwa eineinhalb Stunden. Aktuell ist der obere Talbachweg wegen Steinschlags gesperrt, eine Umgehung ist ausgeschildert.

2. Schladming beim Stadtrundgang kennenlernen: Der rund 3,2 Kilometer lange Rundgang führt in etwa 50 Minuten zu vielen Spuren der Stadtgeschichte. Vorbei geht es unter anderem am Rathauspark, an Resten der alten Stadtmauer, an der evangelischen Kirche, am Stadtmuseum und am Salzburger Tor. Auch der Eingang zur Talbachklamm liegt auf der Route. So lässt sich die Stadt gut zu Fuß entdecken, ohne dass daraus gleich eine Wanderung wird.

3. Im Erlebnisbad Schladming abtauchen: Wer zwischendurch Lust auf Wasser statt Wanderschuhe hat, findet im Erlebnisbad Schladming Becken für Familien und Schwimmer sowie Rutschen und Ruhezonen. Das Bad hat während der Herbstferien täglich geöffnet. Damit lässt sich ein aktiver Vormittag gut mit ein paar entspannten Stunden im Wasser verbinden.

Südsteiermark: unterwegs zwischen Weingärten und Aussichtspunkten

Im Herbst zeigt sich die Südsteiermark von einer besonders farbenreichen Seite. Zwischen Weingärten, kleinen Orten und aussichtsreichen Wegen lässt sich die Region jetzt gut zu Fuß entdecken.

1. Am Eorykogel Aussicht sammeln: Die große gläserne Weintraube bei Leutschach wurde 2025 sogar zum schönsten Platz der Steiermark gewählt. Der Abstecher lässt sich gut mit einer Fahrt entlang der Südsteirischen Weinstraße verbinden.

2. Im Motorikpark Gamlitz balancieren: Rund um die Gamlitzer Landschaftsteiche warten 41 Stationen mit fast 150 Übungselementen & bringen so Bewegung in den Ferientag. Gerade mit älteren Kindern ist der Motorikpark eine schöne Abwechslung zum klassischen Spaziergang.

3. Auf dem Kitzecker Weinwanderweg durch den Sausal: Der rund 9,8 Kilometer lange Rundweg startet beim Weinmuseum in Kitzeck und führt durch Weingärten, Wald und den Kroisgraben. Unterwegs liegen eine alte Wassermühle, Fischteiche und immer wieder weite Ausblicke über das südsteirische Weinland. Für die Runde solltest du etwa vier Stunden einplanen – genug Zeit also, um die Landschaft in Ruhe zu genießen und unterwegs eine Pause einzulegen.

Thermen- & Vulkanland: Burgen, Schokolade und warmes Wasser

Zwischen Vulkanhügeln, Burgen und Thermen liegen hier ganz unterschiedliche Erlebnisse nah beieinander. An einem Tag geht es hinauf auf eine Burg, am nächsten durch die Welt der Schokolade. Zwischendurch bleibt genügend Zeit zum Abtauchen und Entspannen.

1. Die Riegersburg erobern: Schon der Weg hinauf macht den Besuch zum Erlebnis. Oben erzählen Burg-, Hexen- und Waffenmuseum von der bewegten Geschichte der Riegersburg. Für Familien gibt es in den Herbstferien täglich eine eigene Kinderführung, bei der junge Besucher spielerisch in die Welt von Rittern und Burgfräulein eintauchen. Auch eine Schnitzeljagd entlang der sieben Burgtore sorgt für Abwechslung.

2. Bei Zotter Schokolade kosten und entdecken: In der Schoko Erlebniswelt bei Riegersburg kannst du verfolgen, wie aus der Kakaobohne Schokolade entsteht und dich dabei durch zahlreiche Verkostungsstationen probieren. Für die Schoko-Genuss-Tour solltest du etwa 90 Minuten einplanen. Danach lohnt sich noch eine Runde durch den Essbaren Tiergarten mit alten Nutztierrassen, Wiesen und Erlebnisstationen. Für die Tour ist gerade in den Ferien eine Reservierung empfehlenswert.

3. Im Thermenresort Loipersdorf abtauchen: Thermalwasser und Familienaction lassen sich hier gut verbinden. Im Erlebnisbad warten fünf Wasserrutschen, ein Indoor-Wasserspielpark für Kinder ab drei Jahren und ein eigener Baby Beach mit warmem Becken, Sand und Mini-Rutsche. Wer es ruhiger angehen möchte, findet daneben Thermalbecken und Entspannungsbereiche – so können Familien den Tag ganz nach ihrem Tempo gestalten.

 

Herbstferien planen: flexibel ist besser

Gerade Ende Oktober liegen zwischen goldenem Herbst und erstem Wintereinbruch manchmal nur wenige Stunden. Für Ausflüge in der Obersteiermark lohnt sich daher immer ein Blick auf Wetter, Wegzustand und aktuelle Öffnungszeiten.

Am einfachsten planst du pro Ferientag eine Draußen-Idee plus Schlechtwetter-Alternative. So wird aus Sonnenschein ein Spaziergang am See und aus Regen kurzerhand ein Museums-, Genuss- oder Thermentag.

Und das Beste: Du musst dich nicht für eine Seite der Steiermark entscheiden. Alle elf Erlebnisregionen haben im Herbst ihren eigenen Rhythmus – manchmal bunt und lebendig, manchmal angenehm still.