Osterhase im Blüte-Frühling | © STG | Bernhard Loder Osterhase im Blüte-Frühling | © STG | Bernhard Loder

Osterferien in der Steiermark

  • Publiziert am
  • 7 Minuten Lesezeit
  • Frühling, Familie
  • Autorin: Julia Maierhofer
Ostern zählt zu den schönsten Festen in Österreich. Der Frühling hält Einzug & das ganze Land blüht auf. Am verlängerten Osterwochenende wird in der Steiermark farbenfroh gefeiert und die ganze Familie macht erste Ausflüge im Freien.

Wissenswertes über Ostern

Wer bei der Familienfeier mit Osterwissen glänzen will, sollte sich unbedingt unsere Must Knows über steirische Osterbräuche durchlesen. Dann kannst du dem rechthaberischen Onkel zeigen, wer wirklich der klügste Kopf der Familie ist.

Woher das Wort „Ostern“ kommt, ist unklar - es wurzelt jedoch im heidnischen Frühlingsfest. Man feiert das Erwachen der Natur, die länger werdenden Tage und das zunehmende Licht. Auch die germanische Frühlingsgöttin Ostara könnte eine Rolle spielen. Wann das Osterwochenende stattfindet, hängt übrigens vom ersten Frühlingsvollmond ab. Frühestens kann der Ostersonntag auf den 22. März fallen, spätestens auf den 25. April.

 

Ostereier färben mit Zwiebelschalen am Zehenthof in Semriach | © STG | Tom Lamm
Ostereier färben mit Zwiebelschalen am Zehenthof in Semriach | © STG | Tom Lamm
Ostereier färben mit Zwiebelschalen am Zehenthof in Semriach | © STG | Amra Candic
Ostereier färben mit Zwiebelschalen am Zehenthof in Semriach | © STG | Amra Candic
Osterkorb mit Ostereiern | © STG | Amra Candic
Osterkorb mit Ostereiern | © STG | Amra Candic

Warum schenkt man zu Ostern (bunte) Eier?

Auf der einen Seite haben Eier eine symbolische Bedeutung: Sie stehen für neues Leben und Fruchtbarkeit. Im Winter, wenn es draußen kalt und dunkel ist, werden auch die Hennen müde und legen nicht so viele Eier. Kaum wird es wieder wärmer, steigt auch die Legefreudigkeit der Hennen. Auf der anderen Seite gibt es auch eine historische Theorie hinter dem Brauch des Eierschenkens. Am Gründonnerstag mussten die Bauern ihre Steuern an die Grundherren abtreten, die oftmals mit Naturalien beglichen wurden. Durch die fleißigen Frühlingshennen und die Fastenzeit ergab sich ein Eierüberschuss, wodurch sich die Eier zum idealen Zahlungsmittel anboten.

Sogar die frühen Christen in Mesopotamien färbten schon ihre Eier, aber aus praktischen Gründen. Man konnte durch die Zugabe von Pflanzen mit starken Farbstoffen beim Kochen der Eier die gekochten von den frischen leichter unterscheiden, da die Schale die pflanzlichen Farbstoffe annahm. Auch heute freuen wir uns noch über verschieden gefärbte Eier im Osterkorb – weil es einfach so schön aussieht.

Ostermärkte in der Steiermark

Die Ostermärkte in der Steiermark locken jedes Jahr mit frühlingshafter Atmosphäre, traditionellem Kundsthandwerk sowie kulturellen und kulinarischen Highlights. Hier finden Besucher alles, um in Osterstimmung zu kommen – von kunstvoll verzierten Ostereiern bis hin zu handgefertigten Holzschnitzereien und österlicher Dekoration, die das Zuhause in festliche Stimmung versetzt. Ein Besuch auf den steirischen Ostermärkten ist der perfekte Start in die Osterzeit, so wie am Ostermarkt Hartberg, Ostermarkt Wildon, Ostermarkt Fürstenfeld, Ostermarkt Leoben oder am Ostermarkt im Steirischen Heimatwerk in Graz.

Ebenfalls zum Schmöckern und Flanieren ladet der Höhenluftkurort Fischbach der sich jährlich zu Ostern zu einem entzückenden Osterhasendorf verwandelt. Die Gärten und Plätze vor den Häusern sind mit vielen Osterhasen geschmückt. Wer gerne einen Osterhasen oder hochwertige Bastel- und Handarbeiten kaufen möchte, kann dies bei einigen Familien und im Verkaufslokal der Hand- und Heimarbeit aus der Waldheimat tun.

Bunte Holzosterhasen beim Osterhasenkirtag in Fischbach in der Oststeiermark | © Tourismus Fischbach
Bunte Holzosterhasen beim Osterhasenkirtag in Fischbach in der Oststeiermark | © Tourismus Fischbach

Ausflugstipps zu Ostern in der Steiermark

Wie haben die Urgroßeltern gelebt, gearbeitet und gefeiert? Antworten auf diese und viele weitere Fragen findet man im „Tal der Geschichte(n)“, dem Österreichischen Freilichtmuseum Stübing, das mit April nach der Winterruhe wieder öffnet. Am besten du besuchst das Museum noch vor der Osterjause mit Onkel Herbert, damit du deinen Wissensschatz erweitern kannst – denn hier finden sich die echten Experten für Brauchtum und Tradition.

Das Österreichische Freilichtmuseum Stübing bei Graz zählt zu den zehn größten und eindrucksvollsten Freilichtmuseen Europas und zeigt rund 100 historische bäuerliche Bauten aus ganz Österreich. Auf der (Zeit)Reise begegnet man Objekten aus sechs Jahrhunderten, die viel Wissenswertes über das Leben und den Alltag unserer ländlichen Vorfahren vermitteln. Unser Tipp: Beim Palmbuschenbinden teilnehmen und Brauchtum hautnah erleben.

Wer noch mehr Natur möchte, besucht den Waldpark Hochreiter
Wie fühlt sich der Wald wirklich an – und was gibt es dort alles zu entdecken? Antworten darauf liefert der Waldpark Hochreiter, ein Ort, an dem Natur zum Erlebnis wird. Am besten du planst gleich einen ganzen Tag ein, denn es erwarten dich abwechslungsreiche Wege durch die Natur, Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt sowie Begegnungen mit Tieren aus nächster Nähe. Ein Ausflug, der entschleunigt, begeistert und Groß wie Klein gleichermaßen in seinen Bann zieht.

Immer ein Ausflug wert ist die Zotter Schoko-Erlebniswelt in Riegersburg, wo Naschen ausdrücklich erlaubt ist. Am besten du kommst mit genügend Zeit (und Appetit), denn hier wird aus einem Ausflug schnell eine genussvolle Entdeckungsreise.

In der Erlebniswelt von Zotter tauchst du Schritt für Schritt in die Welt der Schokolade ein: von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel. Bei der Verkostungstour durch das Schoko-Laden-Theater kannst du an zahlreichen Stationen probieren, staunen und live miterleben, wie Schokolade entsteht . Ergänzt wird das Ganze durch den „Essbaren Tiergarten“, eine Bio-Erlebnis-Landwirtschaft mit Tieren, Natur und viel Platz zum Entspannen . Ein Ausflug, der Wissen, Genuss und Erlebnis auf ganz besondere Weise verbindet – und garantiert in Erinnerung bleibt.

Österreichisches Freilichtmuseum Stübing, Region Graz | © Österreichisches Freilichtmuseum Stübing
Österreichisches Freilichtmuseum Stübing, Region Graz | © Österreichisches Freilichtmuseum Stübing
Waldpark Hochreiter | © STG I JM
Waldpark Hochreiter | © STG I JM
Waldpark Hochreiter | © STG I JM
Waldpark Hochreiter | © STG I JM

Frühlingshafte Ostergenüsse – so schmeckt der Weihkorb am besten

Die Steiermark ist bekannt für ihre kulinarischen Schätze und zu Ostern kann sie für den Inhalt des Weihkorbes all ihre Trümpfe ausspielen: Geselchtes, Trockenwürstl, Ostereier, Striezl und Pinze, knackiges Gemüse und Kren sind nur die ersten Gaumenfreuden, die das Steirer:innenherz höherschlagen lassen. Wer seine Produkte direkt vom Bauern beziehen möchtest, findet hier eine Übersicht über die steirischen Bauernmärkte, Direktvermarkter und kleine aber feine Hofläden.

Das Beste daran? Über den regionalen Einkauf freut sich nicht nur das Grüne Herz 💚, wegen der kurzen Transportwege und ihre Produzenten, sondern auch die ganze Familie. 

der Weihkorb zu Ostern: mit Osterbrot/Pinze, Geselchtem, Würstel, Ostereiern, Kren (Meerrettich), Salz, Wein, Palmbuschen,... | © STG | Tom Lamm
der Weihkorb zu Ostern: mit Osterbrot/Pinze, Geselchtem, Würstel, Ostereiern, Kren (Meerrettich), Salz, Wein, Palmbuschen,... | © STG | Tom Lamm

Osterpinze selbst gemacht

Die Osterpinze gehört zum Osterfest wie der Osterhase. Warum sich nicht einmal selbst am beliebten Osterlaib probieren? Hier gibts ein Rezept mit Gelinggarantie:

Zutaten:

  • ca. ½ L Milch
  • 1 TL ganzer Anis
  • 1 Würfel frische Germ
  • 80-100 g Zucker
  • 150 g flüssige Butter
  • 6 Dotter
  • 1 kg glattes Weizenmehl
  • 1 gestr. EL Salz
  • Zum Bestreichen wird ein Ei benötigt.

Die Zubereitung:
1. Milch mit Anis erwärmen und mehrere Stunden ziehen lassen. Vor dem Verarbeiten die Milch abseihen.

2. In einer Rührschüssel zuerst ein Dampfl ansetzen. Dafür Germ und eine Prise Zucker in etwas lauwarmer Milch bröseln und versprudeln. Etwas Mehl darüberstreuen und aufgehen lassen.

3. Dotter, Butter und Zucker mit der restlichen Milch schaumig versprudeln. Zeigt das Dampfl Bläschen, kann man die Dottermilch mit dem Dampfl abrühren. Mehl und Salz hinzugeben. Die Zutaten nun mit dem Kochlöffel vermengen und anschließend mit der Hand leicht kneten.

4. Den Teig für die Osterpinze zudecken, an einen warmen Ort stellen und auf die doppelte Höhe aufgehen lassen. 

5. Nun etwas Mehl auf die Arbeitsfläche streuen. Darauf den Germteig stürzen und halbieren. Die erste Hälfte in fünf Stücke teilen. Daraus runde Laibe formen (rund schleifen), diese auf ein befettetes oder mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einem Geschirrtuch zudecken. Die Pinzen nochmals auf das Doppelte aufgehen lassen.

6. Die Osterpinzen mit versprudeltem Ei bestreichen und mit der Schere dreimal einschneiden, aber nicht durchschneiden, damit das typische Pinzenmuster entsteht. Bei 200° ins vorgeheizte Backrohr schieben und die Temperatur auf 180° zurückschalten. Die Backzeit beträgt ca. 20-30 Minuten.

Während der Backzeit der ersten fünf Pinzen die zweite Teighälfte wie oben für das Backen vorbereiten. 

Das Rezept zum Download inkl. Video gibt es hier.

Osterbrot bzw. Pinzen backen am Zehenthof in Semriach | © STG | Tom Lamm
Osterbrot bzw. Pinzen backen am Zehenthof in Semriach | © STG | Tom Lamm
Osterbrot bzw. Pinzen backen am Zehenthof in Semriach | © STG | Tom Lamm
Osterbrot bzw. Pinzen backen am Zehenthof in Semriach | © STG | Tom Lamm
Osterbrot bzw. Pinzen backen am Zehenthof in Semriach | © STG | Tom Lamm
Osterbrot bzw. Pinzen backen am Zehenthof in Semriach | © STG | Tom Lamm
Wir wünschen frohe Ostern und ein buntes Fest.