Das kleine Wander 1x1

  • 5 Minuten Lesezeit
  • Wanderroute Vom Gletscher zum Wein , Sommer
Raus in die Natur, frische Luft tanken und die wunderschöne steirische Landschaft genießen: Wandern liegt nicht nur im Trend, sondern ist so beliebt wie nie zuvor. Für alle, die es selbst einmal ausprobieren möchten, haben wir die wichtigsten Tipps im Überblick. Dazu gibt es die passenden Einsteigertouren. Also Wanderrucksack gepackt und los geht’s!

Hügelige Weinberge, sprudelnde Flüsse oder sensationelle Bergpanoramen: Die Steiermark hat landschaftlich wirklich viel zu bieten. Am besten erkundet man diese Schätze natürlich zu Fuß. Doch gerade,  wenn man zum ersten Mal die Wanderschuhe schnürt, sollte man sich über ein paar grundlegende Dinge informieren. So ist man nicht nur optimal auf den Ausflug vorbereitet, sondern hat auch gleich umso mehr Spaß. Versprochen!

Wie finde ich die passende Strecke?

Besonders am Anfang ist es wichtig, die eigene Ausdauer und die Trittsicherheit nicht zu überschätzen. Kürzere, flache Strecken eignen sich daher ideal. Streckenlänge und Höhenmeter sind dabei gute Hinweise, um den Schwierigkeitsgrad einzuschätzen. Wer sich nicht sicher ist, ob die Kondition für eine Tour reicht, sollte lieber mit einer leichteren Strecke beginnen und sich nach und nach steigern. So macht das Wandern nicht nur mehr Spaß, sondern man vermeidet auch unnötige Risiken.

Unser Touren-Tipp: der Planai Panorama-Rundweg. Die abwechslungsreiche Strecke führt rund um den Planai-Gipfel und kann auch mit dem Kinderwagen absolviert werden. Wer in einem Sommercard-Partnerbetrieb vor Ort übernachtet, kann die Bergbahnen übrigens kostenlos nutzen.

Was gehört alles in den Rucksack?

  • Kleidung zum Wechseln (v.a. T-Shirt und Socken)
  • Sonnencreme und Sonnenbrille
  • Erste-Hilfe-Set
  • Ausreichend Wasser (mind. 1,5l)
  • Regenschutz
  • Jause und Snacks für zwischendurch
  • Handy und Power-Bank zum Wiederaufladen
  • Bargeld, Ausweis
  • Klapp-Taschenmesser

Wie schätze ich das Wetter richtig ein?

In den Bergen kann das Wetter oft innerhalb weniger Minuten umschlagen. Dort, wo gerade noch die Sonne geschienen hat, erschwert kurze Zeit später dichter Nebel die Orientierung im alpinen Gelände. Umso wichtiger ist es, die Anzeichen eines Wetterumschwungs frühzeitig zu erkennen. Online lassen sich aktuelle Prognosen tages- oder sogar stundenaktuell abrufen. Wer sich unsicher ist, sollte außerdem nachfragen - die Menschen vor Ort sind mit den Gegebenheiten meist bestens vertraut und können Tipps geben. Unsere Kolleg:innen aus Zauchensee haben außerdem einen hilfreichen Artikel verfasst, um die Zeichen am Himmel richtig zu deuten. Anhand von Luftfeuchtigkeit, Wolken und Wind lässt sich nämlich ebenfalls einiges ablesen.

Welche Wanderschuhe passen?

Immer wieder müssen Menschen aus den Bergen gerettet werden, weil sie nicht das passende Schuhwerk tragen. Das ist nicht nur besonders ärgerlich, sondern mitunter auch gefährlich für die Bergrettung. Damit man sich als Anfänger:in nicht in eine solche Situation begibt, ist es wichtig, sich vorab über die passenden Wanderschuhe zu informieren. Im Idealfall sollten sie fest am Fuß sitzen, aber nicht drücken. Außerdem sollen sie ordentlich Halt geben und vor Feuchtigkeit schützen. Vor der ersten Wanderung sollte man sie auf jeden Fall anprobieren und wenn möglich auch ein bisschen eingehen. So verhindert man schmerzhafte Blasen. Und nicht bei den Socken sparen!

Was tun im Notfall?

Auch bei der besten Vorbereitung kann man in eine Notlage geraten. Unter der Alpin-Notruf-Nummer 140 wird man automatisch zur nächstgelegenen Dienststelle geleitet und kann so mit den Rettungskräften Kontakt aufnehmen. Sollte der Handy-Empfang fehlen: keine Panik aufkommen lassen und einen höher gelegenen Ort aufsuchen – im besten Fall mit Sicht auf eine Ortschaft in der Nähe. Oft ist dort das Netz besser. Außerdem sollte man vor der Wanderung einer anderen Person über seine Tourenpläne Bescheid geben. Im Notfall kann dann Alarm geschlagen werden. Und noch ein weiterer wichtiger Tipp: Gerade am Anfang sollte man nach Möglichkeit nicht allein losziehen. Viele steirische Regionen bieten auch geführte Wanderungen an, bei denen man sich anschließen kann und neue Kontakte knüpft.

Weitere Tourentipps gesucht?

Bereit für das nächste Wanderabenteuer? Dann haben wir hier noch ein paar Touren-Empfehlungen:

  • Von der Murauerhütte zur Frauenalpe: Besonders aussichtsreich führt diese schöne Wanderung auf den Murauer Hausberg. Am Gipfel beschreibt eine Panoramatafel die umliegenden Berge. Dauer: ca. 1,5 Stunden.
  • Erlebnisweg Klimawandeln: Vor allem für Familien sind Erlebniswege eine spannende Alternative zum „klassischen“ Wandern. An 14 Stationen erfährt man im Mürzer Oberland alles über den Klimawandel. Dauer: ca. 1,5 Stunden.