Ansicht der Flugschanze am Kulm 1951 Ansicht der Flugschanze am Kulm 1951

Hinterberger Panoramaweg - Station Furtberg

Bad Mitterndorf

Quer durch das Hinterbergertal verläuft die Route über den sonnseitigen Höhenweg, von Kainisch/Radling, über Knoppen, Obersdorf, Singerhauserhütte, über die Simonywarte und Brentenmöser-Alm bis zur Bergeralm und weiter nach Tauplitz.
Entlang der Strecke vermitteln Infotafeln Wissenswertes zu Natur, Kultur und Geschichte des Tales.

Kulm - Der Traum vom Fliegen

Bereits in der Pionierzeit des Wintersports war Skispringen eine Mitterndorfer Leidenschaft, mit Wettkämpfen auf einer Sprungschanze am Poser. Nachdem in den 1930er Jahren an Orten wie Obersdorf, Planica oder Bischofshofen größere Schanzen errichtet worden waren, wurden auch Mitterndorfer, Tauplitzer und Ausseer Skipioniere aktiv. Nach Kriegsende bemühten sich Mitterndorfer Skifunktionäre und der Bürgermeister Alois Neuper um die Verwirklichung einer Großschanze am Kulm. 1948 wurde der Bau einer Schanze mit einem kritischen Punkt von 100 Metern beschlossen, unterstützt vom Land Steiermark. Mit tatkräftiger Unterstützung vieler Mitterndorfer und Tauplitzer wurde entsprechend der engen finanziellen Bedingungen in viel freiwilliger Handarbeit und mit nur wenigen technischen Hilfsmitteln die Schanze errichtet. Seit 1950 finden nun am Kulm regelmäßig Skiflugveranstaltungen statt. Im Lauf der Jahrzehnte wurde die Schanze ständig ausgebaut. 1965 erzielte der Skiflieger Peter Lesser (DDR) mit 145 Metern den damaligen Weltrekord. Das Skifliegen am Kulm war von Beginn an eine internationale beliebte und bedeutende Sportveranstaltung mit einem besonderen Flair.


Das Gräberfeld von Krungl

Nachdem 1873 ein Teil der Ortschaft Krungl einem Großbrand zum Opfer gefallen war, fanden Einheimische bei der Wiedererrichtung ihrer Häuser Spuren eines bis dahin unbekannten historischen Gräberfeldes. Funde wie Ausgrabungsergebnisse des Landesmuseums Joanneum stellten eine Sensation dar. Das „Gräberfeld von Krungl“ wurde weithin bekannt. In weiterer Folge fanden bis in den 1980er Jahre wiederholt Grabungen statt. Insgesamt wurden bis zu 300 Gräber erfasst. Das Gräberfeld von Krungl bildet, neben ähnlichen Funden in Hohenberg bei Aigen, den archäologischen Nachweis einer Besiedlung des Tales zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert. Die Gräber stammen aus einer Zeit, als Slawen wie Bajuwaren die Region besiedelten, als das früher selbständige slawische Herzogtum Karantanien (der Raum der Steiermark, von Kärnten und Slowenien) Teil des bayrischen bzw. karolingisch-fränkische Reichsgebiets wurde. Die Funde von Krungl zählen zu den sogenannten „karolingisch-ottonischen Reihengräberfeldern“ wie auch in Hohenberg bei Aigen oder in Aich-Assach, Stainach oder Lassing. Bis heute ist kein Nachweis für die Existenz einer zum Gräberfeld zugehörigen Siedlung nachweisbar. Warum sich an diesem Standort in einer Region mit einem verhältnismäßig rauhen Klima eine derartig hohe Anzahl an Menschen aufgehalten hat, wird, vorsichtig interpretiert, wird mit der Bedeutung von Bodenschätzen und Handelswegen (Salzhandel) in Verbindung gebracht, den die Gräber zeugen von sichtlichem Wohlstand. Möglicherweise war es Teil eines frühmittelalterlichen Kleinterritoriums zwischen Pürgg und Lassing, dessen Teil auch Krungl war, eng verbunden mit dem karantanischen Raum.


Tauplitz und Tauplitzalm

Tauplitz war historisch der Pfarre Pürgg wie der Herrschaft Trautenfels zugehörig. Ende des 18. Jahrhunderts erhielt der Ort eine eigene Pfarre und war seit der Gemeindeautonomie eine eigene Gemeinde bis 2015. Tauplitz avancierte in Verbindung mit der Tauplitzalm zu einer besonderen Wintersport- und Bergsportgemeinde. In den 1920er Jahren entstanden nicht nur neue Skischulen, sondern auch die heute bekannte Infrastruktur an Schutzhütten auf der Tauplitzalm wie zum Beispiel das Theodor-Karl-Holl-Haus der Österreichischen Sektion des Deutsch-Österreichischen Alpenvereines (1925) oder Naturfreundehaus (1926). Zu den vom Skisport faszinierten Bauernburschen in der Region zählte auch der Tauplitzer Viktor Hierzegger. Er wurde zum Lift-Pionier auf der Tauplitzalm und beeinflusste damit die spätere Entwicklung des Gebiets zum Wintersportzentrum. 1935 errichtete er den ersten konzessionierten Lift Österreichs. Ab den 1950er Jahren entstanden auf der Tauplitzalm in größerem Stil Schlepplifte und Sessellifte. 1954 nahm der Sessellift von Tauplitz auf die Tauplitzalm als damals längster Berglift Europas seinen Betrieb auf. Eine moderne Infrastruktur entstand, die das frühere Almgebiet in ein modernes „Alpendorf“ verwandelte, nach und nach wurden Hotels und andere Unterkünfte errichtet. 1963 erhielt die Pfarre Tauplitz auf der Tauplitzalm die Filialkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit. Ebenso entstanden in der Ortschaft Tauplitz neue Gasthöfe, Hotels, eine Feriensiedlung und weitere Tourismusbetriebe.

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