Was Leoben alles kann
- Publiziert am
- 6 Minuten Lesezeit
- Sommer, Essen & Trinken
- Autorin: Anja Leitner
Womit verbindet man Leoben auf die Schnelle? Vielleicht mit der Montanstadt, mit Österreichs bestem Bier und mit dem Schwammerlturm? Während das zwar alles richtig (und auch ein Punkt des Stolzes für viele Einheimische) ist, kann Leoben noch so viel mehr. City Life, Wassersport und moderne Kulinarik hatten die meisten vielleicht nicht am Schirm. Und das schauen wir uns heute an.
Breakfast at Szenerie’s
Der Tag beginnt köstlich. In dem kleinen Frühstücksjuwel, Szenerie Leoben, tischen die beiden Inhaberinnen Michaela und Natasa abwechslungsreiche Schmankerl auf. Die Empfehlungen des Hauses: der Caprese-Bagel und die norwegische Spinatwaffel mit Lachs, Avocado und Ei. Dazu bestellen wir Kaffee, einen Smoothie und ein Glaserl Frizzante, denn heute ist ein Tag zum Feiern.
Das Ambiente ist modern, trotzdem zeitlos, und künstlerisch verspielt, und während wir essen, huschen gelegentlich Kongress-Gäste vorbei. Es ist ein geschäftiges Treiben, das wir sehr genießen.
Stand-Up-Paddeln auf der Mur
Das weitere Vormittagsprogramm hat es in sich. Ein kurzer Spaziergang über den Hauptplatz, vorbei an dem geliebten Schwammerlturm und die Murpromenade entlang – schon landen wir beim LE Bootshaus. Dort wartet der Inhaber Max Klarmann mit seiner Tochter Victoria auf uns, schnittige Neoprenanzüge bereits ausgesucht. Die SUPs schnallen wir aufs Dach des Bootshaus-Autos, die Paddel in den Kofferraum, und los geht’s. Unser Einstiegsort ist Leoben-Hinterberg, von wo aus wir für einige Kilometer die Mur entlang paddeln werden. Zu Beginn gibt uns Max eine kurze Einschulung (da musst du stehen, da besser nicht, und wenn ein Busch kommt, duck dich) und dann Schiff ahoi.
Nach leichten Startschwierigkeiten, einigen Wacklern und mehrfachem doch-wieder-kurz-auf-die-Knie-Gehen stehe schlussendlich sogar ich wie ein Einser auf dem Brett – immer begleitet von Max‘ motivierenden Zurufen. Während wir von der Strömung getrieben werden und ein bisschen dahin paddeln, wird dieser obendrein noch zum Tour Guide, und erzählt uns ein paar Leoben-Fun Facts am Weg. Wir legen kurz an, machen ein paar Fotos, fahren weiter und kurz vor Schluss unserer Tour können wir ihn vom Wasser aus noch einmal bestaunen: unseren Schwammerlturm.
Für die ganz Mutigen wartet jetzt die letzte Probe: ein Sprung von der Murbrücke. Mangels Mut entscheide ich auf der Brücke, dass es von oben doch höher aussieht als gedacht, mein Kollege Markus und Max selbst stürzen sich tapfer in die Wellen.
Ein Jauserl beim Zwanzger
Zurück am Hauptplatz wollen wir die frisch verbrannten Kalorien gleich nachlegen, und kehren beim Zwanzger ein. Dort bestellen wir eine Brettljause, den Haustoast, und ein paar hübsche Getränke dazu. Besonders spannend: Der Zwanzger bezieht seine Produkte sehr, sehr lokal. Das Geschäft, wo der schwarze Zitronenkäse her ist, können wir von unserem Sitzplatz aus sogar sehen. Und auch sonst ist das Lokal am Puls der Zeit. Die weitreichende Getränkekarte, die lässige Deko und die gemütlichen Möbel machen den Zwanzger zu einem Ort, an dem man gerne seinen Nachmittag verbringt.
Gut, besser, Gösseum
Für uns geht die Reise nun zum Grande Finale – nämlich dem Biermuseum der Gösser Brauerei, dem Gösseum. Nachdem wir am Vormittag von Max schon gezeigt bekommen haben, wo das Wasser für das Gösser Bier herkommt, verstehen wir auch den damit verbundenen Stolz der Einheimischen total.
Die Brauerei liegt im namensgebenden Stadtteil Göss, und die Führung startet in den Schauräumen. Dort lernen wir, wo Hopfen herkommt, wie Mälzen funktioniert, wie man auch zuhause erfolgreich Bier brauen könnte, und wie die Herstellung früher vonstattengegangen ist.
Danach begleitet uns unser Guide Margarethe in die tatsächliche Brauerei, wo wir den ganzen Brauprozess bis zur Abpackstation bestaunen können. 55.000 Flaschen Bier gehen hier pro Stunde (!) über die Fließbänder und landen seit 1893 in nationalen und internationalen Restaurants, Bars und Heim-Kühlschränken.
Schließlich dürfen wir uns bei der Abschluss-Verkostung ein bisschen durchs Sortiment probieren, von sommerlichem Zitronenradler über das neue Biostoff bis hin zum kräftigen Bockbier – stets begleitet vom warmen Laugenbrezerl.
Und so endet unser Tag im schönen Leoben. Wir machen uns nun wieder auf den Weg in die Innenstadt – der Schwammerlturm als unser Nordstern.
Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der Region Erzberg-Leoben. 💚
Häufig gestellte Fragen
Leoben liegt in der Region Erzberg-Leoben in der oberen Steiermark. Es ist rund eine Autostunde von Graz entfernt, und verbindet Stadtleben mit Naturerlebnissen.
Leoben hat rund 25.000 Einwohner mit Hauptwohnsitz und eine Fläche von etwa 108 Quadratkilometern. Damit ist Leoben die zweitgrößte Stadt der Steiermark.
Im Sommer bietet Leoben Stadtspaziergänge, Kultur, Kulinarik, Wandern, Radfahren sowie Bade- und Wassersportmöglichkeiten.
Ja, Leoben eignet sich sowohl für einen Tagesausflug als auch für einen abwechslungsreichen Urlaub zwischen Stadt und Natur.