Radpilgern mit Ausblick | © Roman Königshofer

Radpilgern nach Mariazell: Die schönsten Pausen am Wasser

  • Publiziert am
  • 8 Minuten Lesezeit
  • Rad & Bike, Sommer, Kunst & Kultur
  • Autorin: Julia Maierhofer
Vier unterschiedlich anspruchsvolle Radrouten führen durch Täler, Wälder und über aussichtsreiche Almen zur Basilika Mariazell. Dabei stehen nicht Geschwindigkeit und Kilometer im Mittelpunkt, sondern bewusstes Unterwegssein, Naturerlebnis und kleine Pausen am Wasser. Mur, Mürz, Wasserfälle, Teiche und Bergseen sorgen im Sommer für Erfrischung.

Von der Mur bis nach Kapfenberg

Die Radpilgerroute von Bruck an der Mur beginnt nahe am Wasser. Vor dem Start lohnt sich ein kurzer Aufenthalt an der Mur oder ein Rundgang durch die historische Altstadt. Anschließend folgt die Strecke dem Mürztalradweg R5 nach Kapfenberg. Dort bietet sich die BadeWonne im Sportzentrum Kapfenberg für eine längere Pause an. Hallen- und Freibad, Erlebnisbereiche und Liegeflächen sorgen für Abkühlung, bevor die Route über Thörl, Turnau und mehrere Almen weiter in Richtung Mariazell führt.

Badewonne in Kapfenberg | © nicoleseiser.at
Badewonne in Kapfenberg | © nicoleseiser.at
Radpilgern nach Mariazell | © Roman Königshofer
Radpilgern nach Mariazell | © Roman Königshofer

Immer der Mürz entlang

Der Mürztalradweg R5 folgt dem Fluss und bietet unterwegs immer wieder Möglichkeiten, am Wasser eine Pause einzulegen und sich abzukühlen. Von Kapfenberg bis Mürzsteg führt die Route der Mürz entlang. Für einen sommerlichen Zwischenstopp bietet sich zunächst der Freizeitteich Krieglach an. Weiter flussaufwärts liegt in Neuberg an der Mürz der Freizeitteich Urani nahe der Strecke. Neben einer erfrischenden Abkühlung wartet dort auch ein Volleyballplatz.

Teichanlage Urani | © Naturpark Mürzer Oberland I Andreas Steininger
Teichanlage Urani | © Naturpark Mürzer Oberland I Andreas Steininger
Beachvolleyballplatz Teichanlage Urani | © Naturpark Mürzer Oberland I Andreas Steininger
Beachvolleyballplatz Teichanlage Urani | © Naturpark Mürzer Oberland I Andreas Steininger

Pause beim Wasserfall „Totes Weib“

Ein besonders eindrucksvoller Wasserplatz liegt direkt an der Radpilgerroute vom Semmering nach Mariazell. Zwischen Mürzsteg und Frein führt die Strecke am Wasserfall „Totes Weib“ vorbei. Das Rauschen des Wassers und der kühle Sprühnebel machen den Platz zu einem idealen Rastpunkt. Danach verlässt die Route bei Frein die Asphaltstraße und führt auf Mountainbikewegen weiter in Richtung Schöneben.

Die Etappe verbindet Flusslandschaften sowie Kulturorte, aber auch alpine Passagen & zeigt, dass beim Radpilgern auch das bewusste Innehalten dazugehört. 🧘🏼‍♂️

 

Radpilgern | © Roman Königshofer
Radpilgern | © Roman Königshofer
© Naturpark Mürzer Oberland I Günther Steininger
© Naturpark Mürzer Oberland I Günther Steininger
Radpilgern in der Hochsteiermark | © Roman Königshofer | Roman Königshofer
Radpilgern in der Hochsteiermark | © Roman Königshofer | Roman Königshofer

Erfrischung am Hubertussee

Die kürzeste Radpilgerroute schließt direkt an den Traisentalradweg an und führt vom Hubertussee auf rund zwölf Kilometern durch das Walstertal nach Mariazell. Damit bietet bereits das letzte Stück des Traisentalradwegs einen spirituellen Vorgeschmack auf den bekannten Wallfahrtsort.

Der ruhig gelegene Hubertussee mit seinen bewachsenen Ufern und Rastplätzen lädt schon vor dem Start zum Verweilen und Abkühlen ein. Anschließend folgt die Route dem Walsterbach, an dessen Ufern sich immer wieder schöne Platzerl für eine Pause finden, inklusive Gelegenheit, die Füße ins kühle Wasser zu halten. Vorbei an Kapellen, Marterln und Denkmälern geht es schließlich durch die waldreiche Landschaft weiter nach Mariazell. 💦👣

Ankommen und zum Erlaufsee weiterradeln

Nach der Ankunft in Mariazell lohnt sich eine Übernachtung, um den Wallfahrtsort in Ruhe zu entdecken und bei einem kulinarischen Zwischenstopp regionale Spezialitäten zu genießen. Am nächsten Tag bietet sich ein Abstecher zum Erlaufsee an. Der klare Bergsee liegt zwar nicht direkt an der Radpilgerroute, lädt aber zum Baden, Abkühlen und Entspannen ein. Je nach Saison können auch Ruder-, Tret- oder Elektroboote ausgeliehen werden.

Für eine genussvolle Pause serviert das Seerestaurant Seerosi Schmankerl aus der Region. Bei Schönwetter gibt es samstags und sonntags außerdem frischen Steckerlfisch mit Fisch aus der Umgebung. Wer noch einen weiteren Tag einplant, kann durch die Salzaklamm wandern: Der schattige Weg führt stets an der Salza entlang und bietet immer wieder schöne Platzerl direkt am Wasser.

Der schönste Moment ist unabhängig von der Route die Ankunft. Wenn man in Mariazell einfährt und die Türme der Basilika sieht. Die Basilika Mariazell ist das Ziel aller vier Radpilgerwege aus der Hochsteiermark. Mariazell ist einer der traditionsreichsten Wallfahrtsorte in Österreich und Europa: Seit Jahrhunderten pilgern Menschen hierher.

Tipp: An Sonn- und Feiertagen findet um 14 Uhr am Lambrechterplatz eine Fahrzeugsegnung statt. 

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Hochsteirmark entstanden. 🚵🏼🤸🏼‍♀️