Pilgerwege in der Hochsteiermark
Beim Weitwandern zu sich selbst finden
Die Zeiten, in denen man für eine Pilgerreise tiefgläubig sein musste, sind längst vorbei, das Bedürfnis nach innerer Einkehr geht inzwischen weit über Religion hinaus. Gerade das Weitwandern ist ideal geeignet, um in der Natur Schritt für Schritt den Stress hinter sich zu lassen und klarer zu sehen, was man zu einem erfüllten Leben braucht. Und in der Hochsteiermark liegt eines der wichtigsten Pilgerzentren Europas: der Wallfahrtsort Mariazell.
Pilgern in der Hochsteiermark
Wer sich auf den spirituellen Weg machen möchte, hat dazu auch in der Hochsteiermark reichlich Gelegenheit. Ziel ist immer der Wallfahrtsort Mariazell.
Der Mariazeller Gründerweg
Auf dieser Route geht es über Forststraßen, Waldwege, alpine Strecken und Steige von Aflenz nach Mariazell. Geübte Wanderer bewältigen die 38 Kilometer an einem Tag (Dauer: 5 Stunden). Kirchen und Kapellen laden immer wieder zum Innehalten ein.
VIA Sacra
Die heilige Route von Wien nach Mariazell
Seit über 800 Jahren führt die Via Sacra, die „Heilige Straße“, Pilger aus Wien und Niederösterreich zum berühmten Wallfahrtsort Mariazell. Als ältester Pilgerweg Österreichs verbindet er spirituelle Tradition mit einzigartiger Natur. Dichte Wälder und majestätische Bergpanoramen begleiten den 120 Kilometer langen Weg auf den letzten Etappen nach Mariazell. Eine Wanderdauer von fünf Tagen wird empfohlen.
Romea Strata
Auf den Spuren der Pilgertradition
Die Romea Strata ist ein historischer Pilgerweg, der von Nordosteuropa über Österreich bis nach Rom führt. Auch die Hochsteiermark ist Teil dieses bedeutenden Pfades, der Pilger aus ganz Europa miteinander verbindet. In der Hochsteiermark verläuft die Romea Strata entgegengesetzt des Mariazeller Gründerweges. Dieser Weg bietet Pilgern die Möglichkeit, auf einer alten Route neue spirituelle und kulturelle Eindrücke zu sammeln.