Peter Rosegger Alpl | © TV Hochsteiermark | nicoleseiser.at Peter Rosegger Alpl | © TV Hochsteiermark | nicoleseiser.at
Auf den Spuren des großen Dichters Peter Rosegger

Die hochsteirische Waldheimat

Heute trägt das ganze Gebiet nach einem Roman Roseggers den Namen Waldheimat. Der Dichter sagt es schon: Tannenwälder, Täler und hochgelegene Wiesenflächen. Ein Landschaftsidyll, ideal zum Wandern. Und natürlich die Geburts- und Wirkstätte des großen steirischen Schriftstellers Rosegger – der übrigens nicht als „Heimatdichter“ bezeichnet werden wollte.

„Kein Mensch auf Erden hat mir so viel Freude gemacht als die Natur mit ihren Farben, Klängen, Düften, mit ihrem Frieden und ihren Stimmungen.“
Dichter Peter Rosegger (1843–1918)

Mit diesen Worten beschreibt der Dichter Peter Rosegger (1843–1918) seine Heimat, die Region um die Orte Krieglach und Alpl in den Fischbacher Alpen. Verbunden werden beide durch den Pass das Alpl.

Die Welt des Peter Rosegger

In der Waldheimat Urlaub zu machen und nicht auf den Spuren Roseggers unterwegs zu sein, das ist so gut wie unmöglich. Immer wieder begegnet man faszinierenden Stationen, die Zeugen von seinem Leben und Wirken sind. 

Geburtshaus und Waldschule am Alpl

Wer wissen möchte, wie schlicht das bäuerliche Leben in Roseggers Kindheit war, der macht sich auf den Weg zum Kluppeneggerhof auf 1.150 Meter Höhe inmitten der idyllischen Waldheimat. Und zwar zu Fuß, eine direkte Zufahrt mit Pkw oder Bus ist nicht möglich. Ca. 30 Minuten dauert der malerische Weg vom Parkplatz bei der Waldschule zum Geburtshaus, das heute eine Gedenkstätte ist. 

Gut zu wissen: Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wird auf Anfrage ein Shuttleservice von Taxi Almer (Tel: 03855 2213) oder Sigi’s Taxi (Tel: 03855 2481) zum Kluppeneggerhof angeboten. Die Kosten liegen bei ungefähr 50,00 Euro pro Kleinbus mit Platz für acht Personen.

Die Waldschule wurde im Jahr 1902 auf Initiative Roseggers hin erbaut, um den Kindern der umliegenden Bauernhöfe den Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Bis ins Jahr 1975 wurde hier tatsächlich unterrichtet. Heute zeigt das Haus ein historisches Klassenzimmer, außerdem ist das Österreichische Wandermuseum in den Räumen untergebracht.

Tipp: Das Museums-Picknick im Grünen ist eine Reise auf den Spuren von Peter Rosegger. Wandern, Genuss, Information und nicht zuletzt ein fantastischer Ausblick in die Fischbacher Alpen gehen dabei eine gelungene Symbiose ein.

Rosegger-Museum in Krieglach

Im Jahr 1877 ließ Rosegger in Krieglach nach eigenen Plänen ein Sommerhaus – das heutige Rosegger Museum – für sich und seine Familie erbauen. Er war inzwischen in der Welt herumgekommen und längst vom Bauernbub zum kritischen Denker geworden. An den politischen Peter Rosegger erinnert derzeit eine Sonderausstellung mit dem Namen wald.heimat, der vom Dichter geprägt wurde. Zu Roseggers Lebzeiten bot der Wald Schutz und Nahrung für Menschen, Wald ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die Darbietung thematisiert einerseits die Bedeutung des Waldes aus der Sicht von Rosegger, der einiges über die Beziehung von Mensch und Wald zu erzählen hatte. Andererseits wird auch die Rolle des Waldes heute präsentiert.

In der Dauerausstellung „Wem gehört der Großglockner“ wird der kritische, politische und sich selbst inszenierende Steirer näher vorgestellt.

Wandern in Roseggers Waldheimat

Wo die Natur so großzügig ihre ganze Schönheit zeigt, da ist das Wandern fast schon ein Muss. Und auch hier trifft man wieder auf den steirischen Dichter. Etwa bei der zweistündigen Wald-zu-Wald-Tour am Alpl.

Und auch der berühmte Mariazellerweg zur Wallfahrtskirche in Mariazell passiert die Waldheimat. Ein Streckenabschnitt der Route 706 B führt über das Alpl weiter nach St. Barbara im Mürztal und von da aus nach Mariazell

Wintertipp für eine besinnliche Weihnacht

Ein ganz besonderes Ereignis ist die Christtagsfreude-Wanderung, jeweils am letzten Sonntag vor dem Heiligen Abend. Auch eine Lesung, Musik und kleine Speisen gehören zum Programm. Die Besucher gehen denselben Weg, den auch der, damals noch kleine Peter Rosegger, im Jahr 1855 von seinem Geburtshaus in Krieglach bis nach Langenwang zurückgelegt hat. Er wurde von seinen Eltern geschickt, um Lebensmittel für das Weihnachtsfest zu kaufen. Was für den Bauernbub eine Notwendigkeit war, wird heute zur Einstimmung auf Weihnachten.

Nähere Informationen bei der Marktgemeinde Langenwang, Tel: 03854 615516 

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