Radfahren am Fuße der Ruine Eppenstein | © STG | Tom Lamm

Herbstliche Radtour im Murtal: Mit dem E-Bike durchs Zirbenland

Kommt Zeit, kommt Rad: Radfahren im Murtal verbindet abwechslungsreiche Landschaften, beeindruckende Ausblicke und regionale Kulinarik. Besonders im Herbst zeigt sich die steirische Region von ihrer genussvollen Seite. Wir erkunden heute das Zirbenland mit dem E-Bike und genießen ein paar steirische Spezialitäten. Dank des Radknotensystems lässt sich die Tour so gestalten, wie wir es wollen. Ein Tag auf zwei Rädern zeigt, was die Region so ideal für das Radfahren mit Genuss macht.

Eine frische Brise liegt in der Luft – der Z’HERBST ist da. Mit ihm kommen warme Farben und die letzten kräftigen Sonnenstrahlen. Der Zirbenherbst in der Erlebnisregion Murtal zeigt sich an diesem Tag von seiner besten Seite.

Wir starten unsere Radtour beim Tourismusbüro in Judenburg und schon beim Eintreten empfängt uns der Duft von Zirbenholz. Hier bekommen wir alles, was wir brauchen: ein herzliches Willkommen, eine Radkarte, ein Tourenheft und ein paar Tipps zum Radknotensystem.

Judenburg | © STG | Tom Lamm
Judenburg | © STG | Tom Lamm
Radkarte | ©  TV Murtal
Radkarte | © TV Murtal
Radknotensystem | © Markus Tischhart | STG
Radknotensystem | © Markus Tischhart | STG

Radknotensystem im Murtal: Radtouren flexibel planen

Radbegeisterte können sich im Murtal von Punkt zu Punkt orientieren und so erkunden. Das Radknotensystem spannt sich dabei praktischerweise über die gesamte Region. Egal ob mit E-Bike, Mountainbike oder Rennrad: Das Murtal hat viele Radangebote für jeden Geschmack.

101 nummerierte Knotenpunkte lassen sich mithilfe der Radkarte „Nimm’s Radl“ zu individuellen Routen verbinden. Wir wählen unsere Ausflugsziele aus und folgen der Beschilderung zum ersten Knotenpunkt. So starten wir gemütlich in den Vormittag auf unserer individuellen Variante der Zirbenlandrunde und radeln uns abschnittweise durch die ruhige Landschaft.

Wallfahrtskirche Maria Buch in Weißkirchen

Unsere erste Station führt uns zur beeindruckenden Wallfahrtskirche Maria Buch. Die spätgotische Hallenkirche ist nicht nur eine der ältesten Wallfahrtskirchen in Österreich, sondern hat auch eine große Raumwirkung im Inneren und einen prächtigen Hochaltar.

Auch wenn wir auf dem Weg zur Kirche ein paar Höhenmeter überwinden müssen, lohnt es sich: Ein Besuch in diesem besonderen Bauwerk soll bei unserer Radtour nicht fehlen und gibt uns zeitgleich die erste Verschnaufpause.

Wallfahrtskirche

Burgruine Eppenstein: Radtour mit Aussicht und Skywalk

Das längliche Murtal eröffnet uns den Blick auf Gipfelpanoramen, während wir entspannt an Sägewerken mit duftenden Holzbrettern und grünen Weiden mit Pferden und Schafen vorbeiziehen.

Die nächste Station ist die auch bei Einheimischen beliebte Ruine Eppenstein in Weißkirchen. Die Räder stellen wir an einem Bike&Hike-Platz ab und spazieren einen der Wanderwege hinauf.

Oben angekommen sehen wir, wie engagiert der Burgverein die über 1.000 Jahre alte Anlage pflegt: Die bequeme Metallstiege bringt uns zum neu errichteten Skywalk, einem Steg, der mehrere Meter über den felsigen Abgrund ragt. Runterschauen ist nur was für Mutige.

Nach einem kurzen Nervenkitzel auf dem Skywalk geht es weiter zum höchsten Punkt der Ruine. Oben genießen wir die Aussicht auf das umliegende Bergpanorama bei einer kurzen Rast am Picknicktisch, wieder sicher umgeben von dicken Mauern.

Burgruine Eppenstein | © Markus Tischhart | STG
Burgruine Eppenstein | © Markus Tischhart | STG
Skywalk bei der Burgruine Eppenstein | © Markus Tischhart | STG
Skywalk bei der Burgruine Eppenstein | © Markus Tischhart | STG
Burgruine Eppenstein | © Anita Fössl  | TV Murtal
Burgruine Eppenstein | © Anita Fössl | TV Murtal

Kulinarische Pause im Gasthaus Zeilinger in Obdach

Nach diesem Ausflug legen wir auch schon die nächste Rast ein. Vorbei an Kuhweiden und ruhigen Seitenstraßen erreichen wir den hübschen Ort Obdach. Im Gasthaus Zeilinger kehren wir ein und werden vom Seniorchef Franz herzlich empfangen.

Neben den Klassikern wie Schnitzel und Backhendlsalat gibt es hier auch frische Pizza und Burger. Dank unserer Radtour sind die großzügigen Portionen hier eine willkommene Energiequelle.

„Tut‘s schön z‘sammessen!“ ist der persönliche Tipp vom Seniorchef, der uns damit guten Appetit wünscht – und wir bemühen uns. Nur ein Dessert geht sich nach der großen Schale Knoblauchrahmsuppe mit extra Schlagobershaube und dem zweifachen Steaktoast einfach nicht mehr aus. Da kommt uns die große Zirbenbank am Hauptplatz für eine Rast gerade recht.

Regionale Spezialitäten im Bauern Genussladen Obdach

Im Bauern Genussladen Mandl direkt am Hauptplatz in Obdach finden wir alles von Aroniasirup und frischen Bauernkrapfen bis zu Steirerkäs und Zirbenprodukten. Eingelegtes, Schafspeck und Hirschwürstl gibt es hier genauso wie Seckauer Lebkuchen und Honig aus der Region.

Für die Mama daheim gibt es einen speziellen Sirup vom Spitzwegerich. Helga, die den Laden mit viel Begeisterung für regionale Produkte führt, rät: „Jeden Tag ein Löffel fürs Xundbleiben – der Mama unbedingt sagen!“

Nach einem Einkauf von Marmelade, Sirup, Lebkuchen und Zirbenshampoo schwingen wir uns wieder auf die Räder und folgen dem Radknotensystem zum nächsten Abenteuer.

Bauern Genussladen Mandl | © Markus Tischhart | STG
Bauern Genussladen Mandl | © Markus Tischhart | STG
Bauern Genussladen Mandl | © Erlebnisregion Murtal | Anita Fössl
Bauern Genussladen Mandl | © Erlebnisregion Murtal | Anita Fössl
Bauern Genussladen Mandl | © Markus Tischhart | STG
Bauern Genussladen Mandl | © Markus Tischhart | STG

Mit dem E-Bike nach St. Georgen in Obdachegg

Weil wir nach dem Essen viel Energie loswerden wollen, entschließen wir uns spontan für eine Änderung der geplanten Tour im Tal. Statt der flachen Route entscheiden wir uns für einen zusätzlichen Anstieg. Mit den ausgeschilderten Punkten auf allen Weggabelungen und einem E-Bike ist das kein Problem: Dank der durchgehenden Beschilderung finden wir problemlos den Weg bergauf.

Kurz vor St. Georgen in Obdachegg erwartet uns ein beeindruckendes Panorama. Wir genießen die Stille und den weiten Blick über die Landschaft und legen eine ausgiebige Pause auf einer Wiese ein. Am liebsten würden wir noch länger bleiben, ein bisserl napseln, ein bisserl träumen. Etwas wehmütig, dass wir auch wieder nach unten fahren müssen, sind wir schon.

Doch auch die lange Abfahrt hat ihren Reiz – zuerst über ein paar unbefestigte Schotterwege und schließlich lang bergab über ruhige Straßen durch dichte Wälder. In der tief stehenden Herbstsonne fahren wir zurück ins Tal und lassen unsere Sonnenspeicher wieder auffüllen.

 

Zurück nach Judenburg: Ein Radtag voller Genuss

Auf dem Rückweg grüßt die Burgruine Eppenstein von hoch oben herunter. Über Seitenstraßen geht es noch bei Tageslicht zurück nach Judenburg. Mein Kollege Markus und ich sind uns einig: Der Tag könnte gern wieder von vorn beginnen!

Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der Region Murtal. 💚

Häufig gestellte Fragen

Das Murtal bietet zahlreiche Möglichkeiten für abwechslungsreiche Radtouren. Besonders beliebt sind die Strecken entlang der Mur, die Zirbenland-Runde rund um Weißkirchen und Obdach sowie individuelle Touren über das Radknotensystem. Ob gemütliche Genussradtour oder sportlicher Ausflug mit dem E-Bike: Die Region bietet passende Routen für unterschiedliche Ansprüche.

Das Radknotensystem im Murtal umfasst 101 nummerierte Knotenpunkte, die sich zu individuellen Radtouren verbinden lassen. Mithilfe der Radkarte „Nimm’s Radl“ können Radfahrende ihre gewünschte Strecke zusammenstellen und unterwegs den ausgeschilderten Nummern folgen. So lassen sich Touren flexibel verlängern, verkürzen oder spontan verändern.

Entlang der Zirbenland-Runde gibt es verschiedene Einkehrmöglichkeiten mit regionaler Küche. In Obdach lädt beispielsweise das Gasthaus Zeilinger zu einer kulinarischen Pause ein. Im Bauern Genussladen am Hauptplatz können Radfahrende außerdem steirische Spezialitäten und Zirbenprodukte entdecken.

Ja, besonders im Herbst bietet das Murtal mit seinen bunten Wäldern, weiten Ausblicken und regionalen Spezialitäten ideale Voraussetzungen für genussvolle Radtouren. Je nach Wetter und Höhenlage können die Bedingungen jedoch unterschiedlich sein. Deshalb empfiehlt es sich, die Tour bei Tageslicht zu planen, passende Kleidung mitzunehmen und vorab die Wettervorhersage zu prüfen.

Die Radkarte „Nimm’s Radl“ und das dazugehörige Tourenheft sind in den Tourismusbüros der Erlebnisregion Murtal erhältlich und können auch online bestellt werden. Die Karte zeigt das Radknotensystem mit seinen 101 nummerierten Knotenpunkten. Zusätzlich stehen auf steiermark.com Tourenbeschreibungen und GPX-Daten für ausgewählte Radrouten zur Verfügung.