Rosegger-Denkmal (Krieglach) | © Steiermark Tourismus | Harry Schiffer

Gedenkstätten

Eine Zeitreise durch die Waldheimat: Die Werke und Geschichten des steirischen Dichters und Journalisten lassen sich in den Gedenkstätten spüren und erleben. Genießen Sie die Aussicht am Alpl mit Führung durch die Geburtsstätte Roseggers oder erkunden Sie sein Leben und Werk im Rosegger-Museum in Krieglach.


Weitere Informationen über Peter Roseggers Spuren, Denkmäler und das Roseggerjahr 2018 gibt es ebenso auf www.peter-rosegger.at.

Roseggers Geburtshaus (Kluppeneggerhof) am Alpl (Hochsteiermark) | © Universalmuseum Joanneum | KH. Wirnsberger

Geburtshaus

Es war ein hartes Leben, als Peter am 31. Juli 1843 auf die Welt kam. Ob Magd, Knecht, Peters Eltern oder die Kinder – am „Vorderen Kluppeneggerhof“ der Roseggers arbeiteten alle von früh bis spät. Sechs Geschwister sollte der „Waldbauernbub“ noch bekommen – vier davon starben in frühen Jahren. Er selbst blieb 17 Jahre bei der geliebten Mutter, bis er beim Schneidermeister Ignaz Orthofer in die Lehre ging.

Der Hof umfasste Wohngebäude, Stallungen für 20 Rinder, 8 Schweine, 25 Schafe und Hühner. Schuppen, Stadel, Geräte- und Vorratskammern. Auch ein Ausgedinge war vorhanden. Als Peters Eltern 1868 aus Not alles verkaufen mussten, zogen sie dorthin.

Das Land Steiermark erwarb das Geburtshaus 1927 und erhält es bis heute als Gedenkstätte.
Nach einer ca. 30-minütigen Wanderung vom Parkplatz der Waldschule aus ist dasGeburtshaus über einen Waldpfad bequem erreichbar.

Zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und aktuellen Informationen.

Roseggers Waldschule | © Steiermark Tourismus | Harry Schiffer

Waldschule und Österreichisches Wandermuseum

Durch eine Spendenaktion gelang es Peter Rosegger 1902, die Waldschule am Alpl zu erbauen um so der Landflucht entgegen zu wirken. Nach der Einstellung des Unterrichts wegen Schülermangels (1975) wurde das Haus renoviert und ist seit 1982 Museum. Das Schulzimmer sowie das Roseggerzimmer sind im Original erhalten. Die Waldschule beherbergt zudem das Österreichische Wandermuseum.

Zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und aktuellen Informationen.

Waldschule & Österreichisches Wandermuseum
Nr. 42
8671 Alpl
Tel.: +43 (0)3855/8238
E-Mail: waldschule@krieglach.at 
Website: www.waldheimat.at

Rosegger-Denkmal (Krieglach) | © Steiermark Tourismus | Harry Schiffer

Rosegger Denkmal

Sechs wichtige Stationen sind es, die Sie besuchen sollten, wenn Sie dem Leben des Peter Rosegger einen Tag oder mehr widmen möchten. Eine davon ist das Denkmal des kleinen Walbauernbuben in Krieglach.

Da sitzt er im Park, der mitten in Krieglach nach ihm benannt wurde: Der kleine Waldbauernbub, der Peter der seine Tiere, die Rinder, Schafe und Ziegen hütet, Flausen im Kopf hat und auf seine Walheimat hinaufblickt….

Rosegger Denkmal
Roseggerpark
8670 Krieglach
Tel.: +43 (0)3855 / 2355-0
E-Mail: info@waldheimat.at 
Website: www.waldheimat.at

Christtagsfreudewanderung nach Peter Rosegger, Hochsteiermark | Josef Polansky

Rosegger-Ausstellung in St. Kathrein am Hauenstein

Mit St. Kathrein am Hauenstein verband Rosegger eine besondere Beziehung: Mit Eltern und Geschwistern kam er oft hierhin in diesen Teil der Waldheimat mit dem entzückenden Kirchlein – der Lieblingskirche des religiösen Mannes.

Vor allem zur Christmette kam die Familie jedes Jahr. Der „Christmettenweg“ führt vom Geburtshaus, dem Kluppeneggerhof, über Wälder und Wiesen beim Bauernhof „Schmiedhofer“ vorbei, an einer Weggabelung beim „Lendkreuz“ rechts weiter zum „Ziesler Anger“. Von dort bergab zum Bauernhof „Hochegger“ und das letzte Stück durch das Mühlental nach St. Kathrein und zur Pfarrkirche. Die Route ist heute sowohl im Sommer, als auch im Winter beliebt. Seit einigen Jahren wird der „Christmettenweg“ von Rosegger Geburtshaus auch am Heiligen Abend organisiert.

In St. Kathrein am Hauenstein ist übrigens eine besonders liebevoll gestaltete Dauerausstellung zu besuchen: fünf Bühnenbilder vermitteln einen guten Einblick vom Leben des jungen Peter. Von seiner Schulzeit bis zur Schneiderlehre. Von seiner tiefen Verbindung zum kleinen Kircherl und zur hübschen Maid im Dorf – seiner ersten Liebe…

Zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und aktuellen Informationen

Gemeinde St. Kathrein am Hauenstein
Nr. 132
8672 Gemeindeamt St. Kathrein am Hauenstein
Tel.: +43 (0)3173/4030
Fax: +43 (0)3173/4030-4
E-Mail: gde@st-kathrein-hauenstein.steiermark.at 
Website: www.st-kathrein-hauenstein.at

Rosegger-Landhaus in Krieglach | Jakob Hiller

Rosegger-Museum

1877 ließ Peter Rosegger nach eigenen Plänen und Vorstellungen sein Landhaus in Krieglach erbauen, wo er am 26. Juni 1918 starb. Im Erdgeschoß erwarten die Besucher eine Dokumentation zum Leben und Werk des großen Schriftstellers sowie ein Medienraum. Im 1. Stock sind das Sterbezimmer und sein Arbeitsraum im ursprünglichen Zustand erhalten.

Zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und aktuellen Informationen

Rosegger-Museum
Roseggerstraße 44
8670 Krieglach
Tel.: +43 (0)3855 / 2375
E-Mail: info-rosegger@museum-joanneum.at
Website: www.museum-joanneum.at/rosegger-museum-krieglach

Peter Rosegger | © Steiermärkisches Landesarchiv

Rosegger Grab

Schon viele Jahre vor seinem eigentlichen Tod 1918 hat Peter Rosegger sein „letztes Platzerl“ ausgesucht. Er wollte seiner Waldheimat treu bleiben. In einem ganz bescheidenen Grab, am Friedhof in Krieglach.

In der südwestlichen Ecke des Krieglacher Friedhofs liegt der große Heimatdichter begraben.

Er wollte „das einfachste Grab, wie es jeder Bauer hat“. Auf dem Lärchenholzkreuz sollte nur Peter Rosegger stehen. Keine Daten, kein Spruch. Er war der Überzeugung: „Wenn man nach 50 Jahren wissen wird, wer der Rosegger war, genügt dies ohnehin.“ Fichten aus Alpl wachen über dem Grab von Peter Rosegger. Neben ihm ruhen seine zweite Frau Anna, sein Sohn Hans Ludwig (1880-1929), der in die Fußstapfen seines Vaters trat und ebenfalls Karriere machte. Außerdem fanden seine Tochter aus erster Ehe und sein Enkerl, das bald nach der Geburt starb, hier ihren letzten Frieden.

Im alten Teil des Friedhofes findet sich auch das Grab seiner über alles geliebten Mutter und seines Vaters. Im selben Grab ruht sein Bruder Jakob, den Rosegger wegen seines bäuerlichen Geschicks „Mann mit den sechs Händen“ nannte.