Wandern
Wer das Gesäuse erfahren will, gehe zu Fuß. Und weil es bei uns bergtechnisch hoch her geht, empfiehlt sich der Wanderschuh. Auf den Pfaden, felsig und kantig oder weich und moosig, schreitet man um unsere begehrenswerten und gewaltigen Berge herum. Oder man legt es drauf an und erkämpft sich den „steinernen“ Weg bis zum Gipfel. Egal wie, am Ende ist man zufriedener mit sich und der Welt um einen herum.
An einem Ort, an dem sich nicht nur die Buchstein-, Hochtor- und Reichensteingruppe in die hellgrauen Augen schauen, sondern mit Haller Mauern und Rottenmanner Tauern auch noch zwei andere Gebirgsstöcke ein Wörtchen mitzureden haben, da fühlen sich Herr und Frau Wanderer wie im Paradies. Apropos Paradies: Mit unseren 12 Schutzhütten vergeht so gut wie keine Bergtour ohne lohnende Einkehr. Es geht ja schließlich nicht um deine Bestzeit. Zwischen den schroffen Gesäusebergen ergibt sich somit ein alpines Arrangement, wo alles kann und nichts muss. Wer sich unserer grandiosen Bergnatur mit dementsprechender Demut nähert, wird seine ganz persönliche Sehnsucht erfüllt sehen.
Dass man durch den einzigen Nationalpark und durch den größten Naturpark der Steiermark wandert, wird einem im Gesäuse schnell klar. Naturwälder mit viel Totholzbestand und eine Pflanzen- und Tierwelt, die streng geschützt nur hier vorkommt, fühlen sich gleich viel anders an als anderswo. Doch neben der Wildnis haben wir uns auch eine wunderbare alpine Kulturlandschaft erhalten. Sanft und wild gleichzeitig, dieses Gesäuse.