DA LOAM Kunst- und Keramikstudio
Graz
Seit mehr als 20 Jahren sind die Galerie und das Studio DA LOAM ein Schaufenster für das handwerkliche und künstlerische Schaffen von Selma Etareri. Das Spektrum reicht von Zeichnungen über Bilder zu großen Gefäßen und Figuren aus Steinzeug bis zu hochwertigem Porzellangeschirr.
Motto: "Die Kunst ist mein Leben"
An der Ränderscheibe, einem einfachen Drehteller, entsteht gerade ein großes Gefäß. Peu à peu setzt Selma Etareri kleine Tonwülste übereinander, immer im Kreis, mal im Stehen, mal im Sitzen. „Das ist der Prozess, der in meinem Schaffensraum der meditativste ist“, sagt sie. Da Loam ist das Dialektwort für „der Lehm“ – für die Künstlerin der ursprünglichste Zustand der formbaren Erde. Am Anfang steht bei ihr die Zeichnung, aus der sich vieles Weitere entwickelt: organisch-figurative Objekte und Gefäße aus Steinzeug oder Bronze, oft vom weiblichen Körper inspiriert – jeder Name ein Manifest: „Lady with special hair“, „I am you“ oder „Another Mother“.
Dazu kommen großflächige Wandbilder aus Porzellan und Geschirr, von alltagstauglich bis zum zarten Festtagsgeschirr mit Gold- und Platinbemalung. Seit 2009 widmet sich die Künstlerin der Porzellanherstellung, vom Entwurf bis zum letzten Schliff. Vor allem die Gastronomie zählt zu ihren Auftraggeber:innen. Ihre Formensprache trägt Etareri seit der Kindheit in sich. Lebhaft erinnert sie sich an glasierte, weiße Milchbecher, aus denen sie auf der Alm Buttermilch trank – ein Gefäß, das sie so gern in der Hand hielt, dass sie später unzählige Varianten davon fertigte.
Kunst war im Elternhaus selbstverständlich: "Mein Vater war Künstler, Drechslermeister und Bildhauer", erzählt sie. "Das Dirndl wird Keramikerin", habe es geheißen, "die ist vom Gatsch nicht wegzubekommen." Etareri ist Absolventin der Keramikfachschule Stoob und der Meisterklasse der Ortweinschule in Graz. Die Ausdrucksstärke ihrer Werke entwickelte sich auch aus einer intensiven Beschäftigung mit Tanz-Performance und Clownerie. Jahrzehntelang praktiziert sie Butoh, eine japanische Tanzform, bei der jeder seelische und körperliche Zustand zum Ausdruck gebracht wird. "Versuche nicht, schön zu sein", ein Ausspruch ihrer Lehrerin Yumiko Yoshioka, ist für sie bis heute von Bedeutung. Zudem kuratiert sie regelmäßig Ausstellungen und holt Künstler:innen, vor allem aus Westafrika, nach Graz. Im Laufe ihres Lebens hat sie die Grenze zwischen Performance, Bildhauerei und Keramik aufgelöst, erzählt sie: „Es ist alles gleich viel wert."
WAS MICH BESONDERS AUSZEICHNET:
Handwerkliche Präzision und künstlerische Freiheit gehen bei mir Hand in Hand.
Vom Einzelstück mit individueller Handschrift bis zur funktionalen Serie für die Gastronomie. Ich biete Ausbildungsplätze für Geschirrkeramik und stehe für einen direkten, respektvollen Umgang und ein Arbeitsumfeld, in dem Individualität Platz hat.
Fotos & Videos
Die aktuellen Öffnungszeiten sind unter folgendem Link ein sehbar (ganz unten).
Kontakt
Selma Etareri
Mariahilferstraße 11
8020 Graz