Spazier‘ mit mir: Steirische Städte und ihre Besonderheiten

  • 8 Minuten Lesezeit
  • Sommer
Für alle, die in ihrem Steiermark-Urlaub gerne unterwegs sind, aber lieber gemütlich die Umgebung entdecken als hohe Berge zu erklimmen, holen wir heute spannende Städte mit ihren Besonderheiten vor den Vorhang.

...nach Bad Radkersburg

Ab in den Süden...

An der Grenze zu Ungarn gelegen, hatte Bad Radkersburg seit dem 13. Jahrhundert eine strategisch wichtige Bedeutung als Festung. Die mittelalterliche Stadt war von einer Ringmauer umgeben und einem Graben umschlossen. Im 16. Jahrhundert wurden zahlreiche Festungen erneuert und erweitert. Es waren vor allem italienische Baumeister, die mittelalterliche Anlagen modernisierten, so wie etwa Domenico dell’Allio. Noch heute kann man Überreste wie die Renaissance-Befestigungsanlage und historische Fassaden bewundern und in idyllischen Hinterhöfen italienisches Flair genießen. Die romantische 700-jährige Altstadt kann auf eigene Faust erkundet oder bei geführten Stadtrundgängen genauer unter die Lupe genommen werden.

Die Innenstadt lädt im Sommer zum Flanieren und RAdieren ein, denn Freitagabend verwandelt sich die Fußgängerzone in ein mediterranes Paradies, wo man sich in den steirischen Gastgärten mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen darf.

Die Region Bad Radkersburg hat nicht nur kulinarisch und architektonisch viel zu bieten. Viele Freizeitangebote warten darauf entdeckt zu werden. So kann man sich zum Beispiel aufs Rad schwingen, virtuell anRADeln und sich auf verschiedene Touren wie die „Genusstour“ oder die „Nostalgietour“ begeben. Zahlreiche Panoramatouren durch Weinberge oder der UNESCO-Biosphärenpark entlang der Mur laden zum aktiv sein aber auch zum Genießen und Verweilen ein.

Tipp: Unbedingt einen erfrischenden RAdierer probieren.

...in Weiz und St. Ruprecht an der Raab

Stadt erkunden, Land erleben...

Im Herzen der Oststeiermark ist die Stadt Weiz in vielerlei Hinsicht Zentrum der Lebensenergie. Mit ganz viel Charme, Lebensqualität und Naherholungsmöglichkeiten punktet die Stadt.

Weiz ist sehr facettenreich und hat eine interessante Entwicklung hinter sich. Bei einer Stadtführung oder einem Besuch im Stadtmuseum haben Besucher die Möglichkeit, die faszinierende Geschichte von Weiz kennenzulernen.

Zudem gibt es viele Sehenswürdigkeiten zwischen der Basilika am Weizberg und der Taborkirche die zum Verweilen einladen. Gleichzeitig hat man hier eine große Auswahl an Möglichkeiten, sich kulinarisch in stimmungsvollem Ambiente verwöhnen zu lassen.

Verbinden kann man den Stadturlaub mit einem Aufenthalt in der Marktgemeinde St. Ruprecht an der Raab, der Heimat der Käferbohne. Die Käferbohne kann man hier mit allen Sinnen bei einer kulinarischen Entdeckungsreise durch die Region erkunden und genießen. St. Ruprecht an der Raab hat mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie der Friedensgrotte, dem historischen Park oder der Stefaniequelle, einiges zu bieten.

Besonders verbindende Elemente der beiden Orte sind die vielen wunderbaren Ausflugsziele wie zum Beispiel die Raabklamm, die Tropfsteinhöhlen Katerloch und die Grasslhöhle sowie viele Wander- und Radwege. Wer sich also eine Auszeit nehmen will, lernt hier die landschaftliche und kulinarische Vielseitigkeit von Weiz und St. Ruprecht/Raab kennen und genießt ein paar herrliche Sommertage.

...in Bruck an der Mur

Eine der ältesten Städte Österreichs entdecken

Bruck an der Mur zählt mit vier weiteren steirischen Städten zu den Kleinen Historischen Städten. Diese vermitteln Geschichte und Ambiente und erwecken mit besonderer Gastfreundschaft fernab von Hektik und Großstadtlärm Lebensfreude und Lebenslust.

Bruck wurde 860 als „ad pruccam“ erstmalig urkundlich erwähnt und 1263 zum ersten Mal als Stadt bezeichnet. Dazumal entstand die Anordnung der Innenstadt, die auch heute noch wie bereits vor über 750 Jahren besteht. Durch den Handel (Murschifffahrt und Salzhandel) gelangte Bruck zu immer größerem Ansehen. Das gotische Kornmesserhaus stellt dabei noch heute ein sichtbares Zeichen für den damaligen Reichtum der Stadt dar.

Zahlreiche Spaziergänge laden zum Erkunden ein. So zum Beispiel der Stadtspaziergang, der am Brucker Hauptplatz startet, vorbei am Eisernen Brunnen „durch“ das ehemalige Grazer Tor und an der Minoritenkirche vorbei zum Schlossbergsteig führt. Der Schlossberg kann über einen kurzen, etwas steilen Treppenaufstieg erklommen werden. Oben angekommen, wartet der markante Uhrturm, das Wahrzeichen von Bruck, die Kanonenhütte und das Schlossbergplateau darauf, entdeckt zu werden.  Zum „Genuss am Fluss“ laden zahlreiche Betriebe entlang der Mur, wo man bei einer kleinen Altstadtrunde die kulinarische Vielfalt der Kornmesserstadt kennen lernen kann.

Tipp: Stadtführung bei Nacht mit Nachtwächterin Helga Papst.

...in Leibnitz

Dem Wein hinterher...

Die Stadt Leibnitz ist ca. 40 km von Graz entfernt der ideale Ausgangspunkt um die Südsteiermark mit all ihren Facetten zu entdecken.

Aber auch die Stadt an sich hat einiges zu bieten: Neben einer facettenreichen Gastronomie, die von der Brettljause, bis hin zum feinen Abendessen reicht, gibt es zahlreiche weitere Besonderheiten. Der Leibnitzer Hauptplatz bietet beispielsweise eine gute Infrastruktur für einen ausgiebigen Shoppingtag inkl. Erholungsmöglichkeit in einem der vielen Kaffeehäuser oder Gastgärten.

Zudem findet man in Leibnitz einige Museen und das bekannte Schloss Seggau am Seggabuerg, dessen Räumlichkeiten als ehemaliger Bischofssitz so einiges zu erzählen haben. Am Grottenhof in Kaindorf gibt es eine großartige Ausstellung zum Thema Naturpark Südsteiermark sowie einen Bauerngarten, der zum Naschen einlädt.

Besonders bekannt ist die Stadt Leibnitz auch durch das alljährliche Herbstfest im Oktober, das den krönenden Abschluss der Herbst- und Weinlesefeste in der Südsteiermark darstellt*. Die Bilder der vergangenen Jahre zeigen auf, dass die Sonne am zweiten Oktoberwochenende besonders gerne in Leibnitz vorbeischaut.

*2021 leider abgesagt.

...nach Murau

Auf in die Holzhauptstadt...

Die Stadt Murau, auch als „Holzhauptstadt“ Österreichs bekannt, bietet eine Mischung aus wunderschönem Altstadtkern und international preisgekrönter Architektur. Die Stadt wird dabei von der seit 1495 aufrechterhaltenen Tradition des Bier-Brauens geprägt. Erleben kann man die Braukultur hautnah in der Brauerei der Sinne, wo einem auf lebhafte Art und Weise der Bierentstehungsprozess von Anfang bis zum Ende nähergebracht wird.

Nicht nur Bierliebhaber kommen in Murau auf ihre Kosten. Auch für Natur- und Kulturliebhaber gibt es allerhand zu entdecken. So kann man zum Beispiel bei der Murauer-Stadtrunde die historische Altstadt mit Bauten wie dem Alten Rathaus und wunderschöne Hausfassaden in unterschiedlichen Baustilen bestaunen. Der Spaziergang führt über die Murpromenade und gilt als Tipp der Region rund um den Murauer „Hausberg“, die Frauenalpe. Zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten warten darauf besichtigt zu werden, wie das Schloss Murau, das gemächlich über der Stadt thront. Auch die Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“ und der Murradweg machen Halt in der Bier- und Holzstadt.

Ein weiterer Punkt: es gibt viele Genussadressen, die zum Verweilen und Verkosten einladen. Die Region Murau-Murtal füllt ihre Regale und Restaurants mit Fisch- und Wildspezialitäten, Pilzen und Beeren, Zirbenköstlichkeiten, sowie Murauer Bier und Murtaler Käse.

Wer sich wundert, warum die wunderschöne Hauptstadt Graz in diesem Artikel nicht genannt wird: Die hat schon mehrere, eigene Beiträge.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit  dem TV  St. Ruprecht an der Raab / Weiz entstanden. 

RedakteurIn

Lena Maikisch
„Lenas Lieblingsplatz: Im Winter die Langlaufpiste, im Sommer die Sonnenterrassen der Buschenschank.“
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RedakteurIn

Julia Maierhofer
„Zeit lassen, genießen und die Leute kennen lernen – es lohnt sich. “
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