Dem Himmel so nah: 5 Almen, die es zu entdecken gilt

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  • Sommer
Während im Tal noch Ruhe herrscht und sich alle noch einmal ins Bett kuscheln, haben die Sennleute auf den Almen bereits alle Hände voll zu tun. Aus der wahrhaft frischen Milch wird Butter und herrlich duftender Käse zubereitet, in der Stube wird frisches Bauernbrot gebacken, und dazu gibt`s dann selbst geräucherten Speck, Hauswürste und vieles mehr an Spezialitäten. 5 Almen, die man insbesondere im Spätsommer und Frühherbst entdecken sollte, stellen wir heute vor.

Die Sommerweiden der Lipizzaner

UNESCO Kulturerbe trifft auf spannende Aktivitäten inmitten unberührter Natur. Im Südwesten der Steiermark erhebt sich der sanfte Bergzug der Stubalpe. Die Almregion beheimatet nicht nur die Sommerweiden der weltberühmten Lipizzaner-Junghengste, sondern bieten auch herrliche Almwanderungen. Wer es sportlich haben möchte und einen Gipfelsieg sucht, ist mit dem Rappoldkogel und Speikkogel am richtigen Weg. Wer es gemütlicher mag, genießt bei einem Picknick auf der Stubalm die malerische Natur und lässt sich von den Gestütsmitarbeitern alles über die langjährige Tradition der Pferdeaufzucht erzählen. Almgasthäuser wie der Gasthof Salzstiegl-Moasterhaus oder Almhütten wie die Großebenhütte, die von Barbara Schweighart bewirtschaftet wird, sorgen dabei für die nötige Stärkung ;-) 

 

Warum man diese Alm besuchen sollte: Die Stubalm vereint immaterielles UNESCO Kulturerbe mit spannenden Touren für kleine und große Gipfelstürmer.

Abschalten bei der Almwellness im Naturpark Almenland

Das Almenland ist gleich aus mehreren Gründen ein ausgezeichnetes Urlaubsziel. Wer gerne mitten auf der Alm logiert und dennoch viele Ausflugsziele in der Nähe hat, der wird sich hier ziemlich wohlfühlen. Im Grazer Bergland liegend, bezaubert der Naturpark mit ausgedehnten Waldlandschaften und herrlichen Ausblicken. Rund um die Teichalm und Sommeralm stehen kleine Spaziergänge ebenso zur Auswahl wie große Wanderungen.

Als Wanderhotel und zugleich als auserlesene Adresse für Almwellness ist das Almwellness Hotel Pierer in dieser Region bekannt. Naturgenießer wissen es zu schätzen: Beim genussreichen Frühstück blickt man auf die Berge hinaus und im 20 Meter Infinitypool auf 1.237 Meter Seehöhe schwimmt man sozusagen in die Almlandschaft hinein. Geachtet wird in diesem Traditionsbetrieb insbesondere auf die regionale Kulinarik. Aus dem hauseigenen Ab-Hof-Laden können steirische Spezialitäten für zuhause mitgenommen werden. Das packt man doch gerne in den Koffer: Chutneys, Weine vom eigenen Weingut in Gamlitz/Südsteiermark, Kernöl und Essige. Für eine Herbstfrische auf der Alm ist das Almwellness Hotel Pierer also für jene Gäste ideal, die gerne alles in Kombination erleben möchten: Ruhe, guten Geschmack auf höherer Ebene und die Näh ezur weitläufigen Natur mit ihren vielfältigen Facetten. Und natürlich: Ein einzigartiges Panorama mit unterschiedlichen Wandermöglichkeiten. 

Warum man das Almenland besuchen sollte: Mit gleich 125 zusammenhängenden Almen ist der Naturpark eines der größten Almgebiete Österreichs. Köstlich zum Einkehren während der Wanderung: Die Sonnenterrasse der Latschenhütte am Teichalmsee. Zum Ausklingen: Eine Kräuterstempelmassage im Almspa des Almwellness Hotel Pierer.

Auf den Spuren der Almwirtschaft

Der „Balkon zum Gesäuse“: Zwischen Admont und St. Gallen thront die Grabneralm inmitten des Nationalparks Gesäuse und lädt Wanderer, Bergsteiger und Mountainbiker dazu ein, auf aussichtsreichen Höhenmetern in die Almkultur einzutauchen.

Vom Buchauer Sattel aus kann man über einen recht gemütlichen Wanderweg die Grabneralm erreichen, welche vor 100 Jahren als Schule für Alpwirtschaft fungierte. Auf einem Lehrpfad kann man bei imposanter Aussicht über die Gesäuseberge mehr über die Geschichte der Alm erfahren. Danach hat man sich die hausgemachte Köstlichkeiten bei einem Ausblick über 18 Nationalparkgipfel wahrhaft verdient. Wer auf seinem Wanderkonto noch weitere Höhenmeter gutschreiben will, kann sich auf den Weg zur Admonter Warte machen oder über den Jungfernsteig (Klettersteig A) den Grabnerstein erklimmen - den wohl schönsten Blumenberg der Steiermark.

Warum man diese Alm besuchen sollte: Die Grabneralm lädt dazu ein, mehr über die Geschichte der Alpwirtschaft zu erfahren und die florale Artenvielfalt zu erkunden.

Tierwelt trifft auf kulinarischen Hochgenuss

Die Walcheralm ist über einen leichten Wanderweg oder auch mit dem Montainbike erreichbar. Nach einer einstündigen Wanderung am Fuße der Dachstein Südwände mit atemberaubendem Ausblick auf die Schladminger Tauern lässt man sich von den charmanten Gastwirten der Walcheralm mit Schmankerln aus der hauseigenen Produktion verwöhnen. Tipp: eigene Käserei mit Käseverkostung!

Ein Muss im Herbst: Wenn sich für die Kühe und Kälber der Sommer auf der Alm dem Ende zuneigt, werden sie prächtig geschmückt und der Almabtrieb* wird mit einem großen Hoffest zelebriert.

*Im Herbst 2020 findet die Veranstaltung zum Almabtrieb leider nicht statt.

Wo die Kühe das Herzstück des Teams sind

Vom Wanderstartpunkt Kohlebnerstand aus am Rand des Almgebietes bieten sich traumhafte Familienwanderungen auf die Schneealm an. In einem leichten Auf und Ab mit zwischendurch kurzen steileren Anstiegen erreicht man bald die weitläufige Alm mit ihren saftig grünen Wiesen und unzähligen Kühen. Die Qual der Wahl: Welche der Hütten steuert man an?

Das Schneealpenhaus, Etappenort der Wanderroute Vom Gletscher zum Wein und der BergZeitReise, liegt am Eingang der Alm. Gemütliche Wanderwege laden aber auch auf eine kulinarische Reise zur Michlbauerhütte und zur Lurgbauerhütte ein. Diese zu besuchen wird besonders Feinschmeckern empfohlen, sind doch beide Schutzhütten zertifizierte Bio Bauernhöfe und beheimaten allerhand Köstlichkeiten aus eigener Produktion.

Warum man diese Alm besuchen sollte: Wenn man urige, bodenständige Gastgeber mag und gerne hausgemachte Spezialitäten verkostet, ist man hier genau richtig.

Weitere Tipps:

Remschniggalm – Wenn die Natur ihre Weingärten in ein herbstliches Gold färbt, sollte man auf jeden Fall die südlichste Alm Österreichs erkunden und den Grenzpanoramaweg, Teil der Wanderroute Vom Gletscher zum Wein, zwischen Slowenien und Österreich entlangschlendern.

 

Die Pretul mit dem Rosegger Schutzhaus ist ein Paradies für Biker und Wanderer. Die Tour – ob zu Fuß oder mit dem Mountainbike - auf der Hochfläche zwischen Pretul und Stuhleck, dem höchsten Gipfel am Ostrand der Alpen, gehört zu den aussichtsreichsten Höhenwegen der Steiermark und ist auch ein Teilabschnitt der Wanderroute Vom Gletscher zum Wein und der BergZeitReise.

 

Die Dreiwiesenhütte auf der Grebenzenalm zwischen der ersten und der zweiten Grebenzenhöhe ist der perfekte Ausgangspunkt für familienfreundliche Rundwanderwege und Ausflüge. Konditionsstarke nehmen die Grebenzenhöhen über die Wanderroute Vom Gletscher zum Wein in Angriff – entweder ab St. Lambrecht oder den Graslupp-Teichen in Zeutschach.

*Der Beitragsteil zum Almenland in der Oststeiermark ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Almwellness Hotel Pierer entstanden.

 

Dieser Artikel entstand gemeinsam mit unserer Praktikantin Lena Maikisch, die alle Almen genauer unter die Lupe genommen hat :-)