Tipps für Wanderungen zwischen Gletscher und Weinland

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  • Wanderroute Vom Gletscher zum Wein
Idyllische Täler, aussichtsreiche Berge und plätschernde Bäche – ein Wanderurlaub in der Steiermark kann so vielfältig sein. Hier findet garantiert jeder sein Lieblingsplätzchen, das den Sommerurlaub unvergesslich macht. Um die Suche zu erleichtern, haben wir uns gleich mehrere Touren etwas genauer angesehen … und natürlich haben wir auch Geheimtipps parat:

Die Steinernen Jungfrauen in Ramsau am Dachstein

Man muss weder Petrologe noch Mineraloge sein, um diesen Platz zu lieben: Die bizarren Felsformationen oberhalb von Ramsau am Dachstein. Die „Steinernen Jungfrauen“ sind 7 Felstürme aus Konglomeratgestein am Fuße des Dachsteins. Hier befand sich der Steinbruch für das Material zum Bau der evangelischen Kirche von Ramsau am Dachstein. Heute zählt der Ort zu den schönsten Logenplätzen Österreichs. Vom Wanderstartpunkt beim Gasthof Edelbrunn geht es über den Jungfrauensteig recht steil in Serpentinen hinauf zu den Steinernen Jungfrauen. Ein paar Meter oberhalb erreicht man am Eingang zum Edelgrieß eine gemütliche Rastbank – der perfekte Ort, um nach dem steilen Anstieg eine wohlverdiente Pause einzulegen. Von hier hat man einen grandiosen Ausblick über die Ramsau, die Schladminger Tauern mit ihren unzähligen Gipfeln bis hin zum Großglockner. Über die Austriahütte und die Brandalm oder über den Roseggersteig geht es wieder retour zum Ausgangspunkt.

Höhen erklimmen trifft Tiefenentspannung

Ab in die Höhe: Hervorstechend aus der Bergwelt des Ennstals ist der Hauser Kaibling in der Region Schladming-Dachstein, der im Sommer vor allem mit schönen Aussichtsplätzen und Wandermöglichkeiten punktet. Sowohl Spazierwege für die ganze Familie als auch anspruchsvolle Touren für Gipfelstürmer machen diesen Berg zum idealen Ausflugsziel. Besonders beeindruckt der Blick auf das Dachsteinmassiv. Eine recht sportliche Tour führt etwa direkt vom Natur- und Wellnesshotel Höflehner zum Moaralmsee. Motto: Immer dem Duft der Almkräuter nach… Durch Wälder und über Almwiesen geht es über einen Grasrücken auf den Gipfel des Hauser Kaibling hinauf, wo ein faszinierendes Panorama auf die Wanderer wartet.

Entspannungs-Tipp: Nach dieser Tour gönnt man sich gerne ein Verwöhnungsprogramm – und da ist man beim Natur- und Wellnesshotel Höflehner an der richtigen Adresse. Neben Massagen, Bädern und Yogaeinheiten lädt die Naturwasserwelt zum Ausspannen ein. Und wieder ist man umgeben von der herrlichen Aussicht über das Ennstal, direkt beim Baden oder auf der kuscheligen Liege.

Bei einer individuell abgestimmten Rückenbehandlung wirken Massagetechniken und Zirbenöl harmonisch zusammen – die ideale Kombination für alle, die ihre Wanderungen gerne mit Wellness-Momenten verbinden. Und zum Genuss-Abschluss: Im Fine Dining Restaurant wird auserlesene Kulinarik serviert, ringsum: Blick auf die Bergkulisse. 

Wer kennt Tirol in der Steiermark!?

Dass Tirol im Naturpark Mürzer Oberland liegt, überrascht vielleicht doch ein wenig. Der Ort Tirol mit seinen etwas mehr als ein Dutzend Häusern ist ein Seitental der Mürz und war von alters her eine kleine Bergbauernsiedlung. Gegründet wurde die Siedlung von Tirolern, die als Holzknechte im florierenden Mürztal arbeiteten. Das Haus Tirol 2 inmitten des Ortes beheimatete den Gasthof „Zum lustigen Tyroler“, laut Überlieferungen beliebter Treffpunkt aller Holzknechte. Heute entführt uns der wunderschön angelegte Tirolrundwanderweg, der auch mit Kinderwägen und Rollstühlen (mit Hilfe) befahren werden kann, durch das Tal. Idyllische Rastplätze am Tirolbach unterhalb der steil aufragenden Felswände laden zudem bei sommerlichen Temperaturen zum Verweilen und Erfrischen ein. Wer noch mehr über die Historie der Bergwelt in der Hochsteiermark erfahren will begibt sich am besten auf die BergZeitReise.

Abkühl-Tipp: Ganz Unerschrockene können im Tirolbach wie auch in der Mürz, die Hauptschlagader des Naturparks, natürlich auch ihr Badevergnügen finden – viel Spaß.

Auf den Spuren des Verschwenders

Dass das Schilcherland vor allem für den Weinbau bekannt ist, überrascht beim Anblick der von Weinreben überzogenen Hügel niemanden. Dass es hier in unmittelbarer Nachbarschaft der Weingärten aber auch bezaubernde Felstäler und Schluchtwälder gibt, ist vielleicht noch nicht so bekannt. Die Deutschlandsberger Klause ist seit Juni 2006 Natur 2000 Europa-Schutzgebiet. Früher wurden Teile der Klause von der Holzindustrie genutzt. Teile der Bahntrasse - der sogenannten Waldbahn – sind heute noch sichtbar. 1814 wurde am Austritt der Laßnitz aus dem Bergland in die Ebene eine Klausenanlage errichtet. Moritz Graf Fries, ein reicher Bankiersspross, der 1811 die Herrschaft Landsberg erwarb, ließ sich einen romantischen Waldweg mit einer Einsiedelei anlegen. Die ungeheuren Geldmengen, die Graf Fries im Laufe seines Lebens nach Lust und Laune ausgab, dienten übrigens Ferdinand Raimund als Vorbild für sein Werk „Der Verschwender“. Heute verläuft hier entlang der Laßnitz durch das Felstal bis zur Burg Deutschlandsberg ein idyllischer Wanderweg mit Rastplätzen und Gedenktafeln, der auch ein Teilabschnitt der Wanderroute Vom Gletscher zum Wein ist.

Kultur-Tipp: Das Museum Archeo Norico in der schönen Burg Deutschlandsberg ist Teil der steirischen Schlösserstraße. In 8 Ausstellungen mit über 5.000 Exponaten kann man auf Spurensuche nach der Burggeschichte gehen.

Ein Tanz auf dem Vulkan

Jetzt wird’s vulkanisch. Nein, wir lassen uns jetzt weder spitze Ohren wachsen und uns von Scotty irgendwohin beamen, noch werden wir von heißer Lava bedroht, sondern wir besuchen den Geo Trail Kapfenstein :) Der Themenweg durch den Krater des Kapfensteiner Vulkans veranschaulicht an 11 Stationen eines der bewegtesten Kapitel der Erdgeschichte. Durch 3 besondere Fernrohre kann man sogar einen Blick in die Vergangenheit werfen. Vom Weingut Winkler-Hermaden führt die gemütliche Wanderung zum Schloss Kapfenstein. Der Geo Trail mit dem Weingut und dem Schloss ist auch ein Teilabschnitt der Wanderroute Vom Gletscher zum Wein.

Genuss-Tipp: Ein köstliches Backhendl-Picknick inkl. Erdäpfelsalat und Rotweingugelhupf beim Weingut Winkler-Hermaden auf Schloss Kapfenstein, mitten im Weingut, das sollte man erlebt haben. Der Wein im Picknick-Korb stammt übrigens aus ganzheitlich biologischer Landschaft, das Weingut Winkler-Hermaden arbeitet seit 4 Generationen bereits mit Sorgfalt an ihren Weinen.

Unterwegs am höchstgelegenen Wipfelwanderweg Europas

Von Baum zu Baum wandert man am Wipfelwanderweg in der Rachau, einem Seitental des Murtales. Begleitet von herrlichen Ausblicken auf die umliegende Bergkulisse geht es zunächst über die Himmelsleiter mit ihren 148 Stufen bergauf. Beim Spaziergang auf einer Höhe von bis zu 20 Metern über dem Waldboden erleben wird den Lebensraum Wald aus einer ganz neuen Perspektive. Ein Bienenhotel, ein Märchenthron und 2 Riesensessel namens Rübezahl und Däumling machen den Weg für die kleinsten Besucher zum Erlebnis. Insgesamt legen wir auf dem Rundwanderweg 1.300 Stufen zurück.

Spaß-Tipp: Wer traut sich? Zu guter Letzt erwartet uns zum Abschluss eine 32m lange Rutsche.

Die Mödlinger Hütte zählt zu den wichtigsten Stützpunkten für Bergsteiger und Wanderer im Gesäuse.

Die größte Weintraube der Welt am Eorykogel zählt zu den beliebtesten Wanderzielen im Naturpark Südsteiermark.

Nach längeren Regenfällen und während der Schneeschmelze wird aus dem Tettermoor bei Rohrmoos temporär der sogenannte Tettersee.

*Der Beitragsteil zu - Höhen erklimmen trifft Tiefenentspannung - ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Natur- und Wellnesshotel Höflehner entstanden.