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Weihnachten wie früher - ohne Hektik am Bauernhof

  • 7 Minuten Lesezeit
  • Winter, Abenteuer für Groß & Klein
Im Winter, wenn die Tage kürzer werden und die Tiere wieder im Stall sind, kehrt Ruhe auf den Urlaubsbauernhöfen ein. Zeit für’s Kekse backen, für weihnachtliche Bräuche und eine unbeschwerte Winterauszeit. Wir haben uns bei einigen Urlaub am Bauernhof Betrieben umgehört und geben Einblicke in Traditionen und Bräuche rund um die Weihnachtszeit.

Kekse backen

Jährlich vor Weihnachten wird bei der Familie Grabner vom „Hoferpeter“ gemeinsam mit den Gästen Kekserl gebacken werden. Besonders stolz ist Familie Grabner auf ihre selbstgemachten Vanillekipferl. Hausherrin Sabine verrät uns auch wieso:

„Das Geheimnis unseres Rezeptes sind die Mandeln, denn diese reiben wir selbst.“

Rezept: Vanillekipferl von Sabine Grabner

  • 210 g Mehl
  • 50 g Staubzucker
  • 70 g geriebene, weiße Mandeln
  • 180 g Butter
  • 100 g Staubzucker zum Wälzen
  • 3 Pkg. Vanillezucker zum Wälzen

Zubereitung

  • Alle Zutaten rasch zu einem Teig verkneten. Anschließend den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen formen und in circa 1 cm breite Stücke schneiden.
  • Die Stücke zu Kipferl formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Vanillekipferl bei 150 Grad für 14 Minuten backen.
  • In der Zwischenzeit Staubzucker mit Vanillezucker mischen und anschließend die noch warmen Kipferl darin wälzen.

Räuchern: Eine Tradition am Hof

In zwölf mystischen Rauhnächten vertreibt man traditionellerweise zwischen Weihnachten und den Heiligen Drei Königen böse Geister, negative Energien und Krankheiten. Der 21. Dezember ist nicht nur Winterbeginn, sondern auch der erste Abend der Rauhnächte. Etwas Glut, geweihte Palmzweige, Weihrauch und Myhre kommen in einen so genannten „Rachhefen“. Danach wird jeder Raum im Haus geräuchert und mit Weihwasser ein Kreuzzeichen gemacht. Dabei wird auch der Stall nicht vergessen.

Am 5. Jänner wird der Topf mit der Glut nach dem Räuchern in den Garten gestellt und die restlichen Palmzweige verbrannt. Als Symbol und Bitte für ein fruchtbares neues Erntejahr.

Gelebtes Brauchtum: Wein- und Wasserweihe

Am 27. Dezember ist Johannestag. An diesem Tag findet an manchen Höfen auch die Wein- und Wasserweihe statt. Jedes Familienmitglied soll nach der Weihe einen Schluck davon trinken, was Gesundheit und Glück bringen soll. Ein paar Tropfen Wein kommen dabei auch auf den Kopf. Dieses Brauchtum erlebt man zum Beispiel am Hof Rami von Familie Kaltenegger in Obdach. Ganz oben auf einem Berghang gelegen, genießt man dazu noch eine herrliche Aussicht.

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Im Stall: Mit Tier und dir

Im Winter brauchen auch die Tiere besondere Zuwendung. Bei einem Winterurlaub am Bauernhof lohnt es sich daher auch mal einen Blick mit in den Stall zu werfen. Denn da ist richtig was los!

Weihnachtlicher Duft, der schmeckt

Mhhhm.. da duftet es köstlich! In der Weihnachtszeit wird in der Steiermark neben Keksen auch gerne Apfelbrot, ebenfalls bekannt als „Kletzenbrot“, gereicht. Saftig und würzig-süß. Am Hof "Himbeernest" legt man viel Wert auf weihnachtliche Traditionen. Hausherrin und Gastgeberin Andrea vom Himbeernest hat uns ihr Apfelkuchen-Rezept zum Selberbacken verraten:

Rezept: Apfelbrot von Andrea 

  • 1 kg Trockenfrüchte (nach Belieben, zB. Feigen, Cranberries, Datteln, Pflaumen, Marillen,..)
  • 200 ml Rum
  • 30 dag Walnüsse
  • 1,5 kg Äpfel
  • 1 kg Weizenmehl
  • ½ Pck Lebkuchengewürz
  • 2 Essl. Kakao
  • 2 ganze Eier
  • 1 Tl Salz
  • 2 Pck Backpulver

Tipp: diese Masse ist sehr groß, für den ersten Versuch kann man auch alles halbieren!

Zubereitung

Die Trockenfrüchte klein schneiden und mit dem Rum einweichen, am besten über Nacht – dann die eingeweichten Trockenfrüchte, die grob gehackten Walnüsse und die geraspelten Äpfel vermengen. Dann das Mehl, das Lebkuchengewürz, den Kakao, Salz und Backpulver trocken vermischen und mit den Trockenfrüchten und den Walnüssen vermengen. Noch 2 Eier unter die Masse heben und alles in längliche Formen einfüllen – diese vorher mit Backpapier auslegen.

Man kann auch mehr Mehl untermengen – so viel, dass man aus der Masse längliche Brote formen kann.

Das Apfelbrot bei 180° C Heißluft ca 1 Stunde backen.

Urlaubstipps

Während eines Winterurlaubs am Bauernhof gibt es einiges zu entdecken. Denn die Urlaubsmöglichkeiten im Winter sind so vielfältig wie die Höfe selbst. Weit weg vom Trubel kann man hier zu dieser Jahreszeit unbeschwerte Urlaubstage verbringen. Egal ob mit der Familie oder dem Partner. Einige Tipps, die man sich nicht entgehen lassen sollte: