Bärenschützklamm | © Almenland | Pollhammer

Bärenschützklamm

Viele Wege führen hinauf in den Naturpark Almenland, der eindrucksvollste führt aber sicher durch die Bärenschützklamm! Über Holzbrücken und Leitern geht’s über ungezähmte Wasserfälle und schroffe Felsen zum Teichalm-See - der Umweg über den Hochlantsch-Gipfel ist dabei sehr zu empfehlen!


Tosende Wasser, bizarre Felsformationen, seltene Pflanzen und Tiere. Die Bärenschützklamm ist eine der längsten Klammen Österreichs und lässt seine Besucher staunen: über 164 Holzbrücken mit über 2.500 Sprossen führt der Weg durch die enge Schlucht von Mixnitz hinauf bis „Zum Guten Hirten“, auf einer Länge von 1.300m werden dabei 350 Höhenmeter überwunden. Die erste Steiglänge wurde bereits 1901 errichtet, 1978 wurde die Bärenschützklamm zum „Naturdenkmal“ erklärt.

Die Bärenschützklamm ist ein Abschnitte des Zentralalpenweges 02 und Teil der wohl schönsten und spannendsten Wanderung im Grazer Bergland, deren eigentlicher Höhepunkt der Hochlantsch-Gipfel mit seiner Rundum-Aussicht ist. Mit 1.720 m ist der Hochlantsch immerhin die höchste Erhebung im Grazer Bergland. Wer von der Bärenschützklamm kommend den Hochlantsch besteigt, sollte unbedingt einen Abstecher zum hölzernen Wallfahrtskirchlein Schüsserlbrunn machen, das pittoresk am Felsen klebt und nur über Stufen erreicht werden kann. Vom Hochlantsch führt der Weg hinunter auf die Teichalm mit dem Teichalmsee und den Almen rundherum – eine wunderbar sanfte und weite Landschaft und damit der Kontrapunkt zur Bärenschützklamm.

Auf der Tour durch die Bärenschützlamm lohnt sich aber auch ein Blick auf die Seite: Aus den Kalk-Felswänden streckt uns so mach‘ hübsches Pflänzchen ihre Blüten entgegen. Schon zeitig im Frühjahr nach der Schneeschmelze zeigt die Schneerose ihre weißen Blüten. Später im Frühjahr und bis in den Sommer treibt die Scheiden-Kronwicke ihre zarten gelben Schmetterlingsblüten. Und auch der seltene Feinblatt-Eisenhut entwickelt seine gelben Blüten. Die Tierwelt ist ebenso beachtenswert und meist nicht zu übersehen: Am oberen und unteren Klammende sind häufig die stattlichen Steinböcke zu beobachten. Sie sind gar nicht scheu und lassen uns Menschen überraschend nahe herankommen. Daneben zeigen sich zwei weitere Hornträger: Mufflon und Gämse. In den Lüften ziehen immer wieder Wanderfalken ihre Kreise.

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