Juni im Gesäuse: Schutt staunen, Nacht erleben, See genießen
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- 5 Minuten Lesezeit
- Sommer, Region, Tipps & Ausflugsziele, Natur & Bewegung
- Autorin: Hanna Giraudo
Leben im Schutt
Klingt erst einmal rau. Ist aber ziemlich zart.
Am Samstag, 6. Juni 2026, geht es im Nationalpark Gesäuse um einen Lebensraum, den man oft übersieht: Geröll, Fels und Schuttrinnen. Also genau dort, wo ständig etwas rutscht, wandert, bricht und sich verändert. Und trotzdem wachsen hier besondere Arten wie die Zierliche Federnelke. Oder vielleicht gerade deshalb.
Bei „Leben im Schutt – Endemiten-Hotspot Nationalpark Gesäuse“ zeigt Barbara Bock vom Nationalpark Gesäuse, warum Schuttrinnen mehr sind als graue Steinflächen. Sie sind bewegte Spezialorte. Hart im Nehmen. Voller Leben. Und ein ziemlich guter Reminder daran, dass Natur nicht immer grün sein muss, um faszinierend zu sein.
Wann: Samstag, 6. Juni 2026
Uhrzeit: 9:00 bis ca. 15:00 Uhr
Treffpunkt: Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom
Leitung: Barbara Bock, Nationalpark Gesäuse
Kosten: € 20,–
Buchung
Steinreich war selten so schön.
Johnsbach bei Nacht
Tagsüber ist Johnsbach schon besonders. Nachts wird’s fast ein bisschen magisch.
Am Freitag, 12. Juni, und Samstag, 13. Juni 2026, nimmt dich Nationalpark Ranger Johannes Sulzbacher mit zum Johnsbacher Naturnachterlebnis. Wenn das Licht langsam hinter den Gipfeln der Reichenstein-Gruppe verschwindet, beginnt der Ort anders zu erzählen: von Bergsteigergeschichte, von Dunkelheit, von Stille. Und davon, warum Johnsbach als einer der dunkelsten Orte Mitteleuropas gilt.
Bei klarem Himmel sind hier mit freiem Auge tausende Sterne möglich. Gleichzeitig geht es nicht nur ums Schauen, sondern auch ums Wahrnehmen: Wasser hören. Schatten erkennen. Augen an die Dunkelheit gewöhnen. Und verstehen, warum natürliche Nacht ein Schutzraum ist.
Wann: Freitag, 12. Juni & Samstag, 13. Juni 2026
Uhrzeit: 20:30 Uhr
Wo: Start beim Gatshaus Kölblwirt in Johnsbach
Mit: Nationalpark Ranger Johannes Sulzbacher
Wichtig: Anmeldung erforderlich
Buchung
Tipp: Taschenlampe mitnehmen. Aber nicht gleich alles hell machen. Die Nacht kann das schon.
Erst planschen. Dann lunchen.
Schwimmen macht hungrig. Rutschen auch. Tauchgänge sowieso.
Wer im Badesee Lassing genug geplanscht, gerutscht, geklettert oder Beachvolleyball gespielt hat, muss nicht weit denken. Das Seerestaurant Lassing liegt direkt am See und ist der perfekte Stopp für alle, die nach dem Wasser wieder Appetit auf festen Boden bekommen. Der Badesee bietet unter anderem freies WLAN, Beachvolleyball-Platz, Kletterwand, zwei Wasserrutschen, Spielbach, Tischtennis, Tennis gegen Gebühr, Sandkiste und Kneipp-Becken.
Im Restaurant geht es laut Eigenbeschreibung von Klassikern bis zu kreativeren Gerichten, mit frischen und regionalen Zutaten. Also: erst ins Wasser. Dann auf die Terrasse. Dann bestellen. Sommerlogik kann so einfach sein.
Wo: Seerestaurant Lassing, Altlassing 43, 8903 Lassing
Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Sonntag 10:00 – 15:00 Uhr, Freitag und Samstag 10:00 – 22:00 Uhr
Badesee plus Seerestaurant. Mehr braucht ein Juni-Tag manchmal nicht.
Rund ums Karleck
Eine Runde, zwei Einkehrmöglichkeiten, viele Aussichten.
Die Karleckrunde führt gemütlich rund ums Karleck: von der Ardning Alm über den Arlingsattel und vorbei am Rohrauer Haus. Sie ist als mittelschwere Wanderung angegeben, 8,9 Kilometer lang und dauert rund 3:15 Stunden. Dazu kommen 539 Höhenmeter im Aufstieg, 536 Höhenmeter im Abstieg und ein höchster Punkt auf 1.417 Metern.
Das Schöne daran: Man muss sich nicht zwischen Bewegung und Einkehr entscheiden. Die Runde bietet gleich zwei Möglichkeiten dafür – die Ardning Alm Hütte und das Rohrauerhaus. An Wochenenden und Feiertagen ist außerdem das Almmuseum auf der Ardningalm geöffnet. Und am Arlingsattel erinnert ein Pilgerkreuz daran, dass man hier auf einem alten Pilgerweg unterwegs ist.
Strecke: 8,9 km
Dauer: ca. 3:15 h
Schwierigkeit: mittel
Aufstieg: 539 hm
Abstieg: 536 hm
Einkehr: Ardning Alm Hütte & Rohrauer Haus
Kurz gesagt: Natur pur, aber mit Pause.
Dvořák in der Stiftskirche
Zum Schluss wird’s feierlich.
Am Samstag, 27. Juni 2026, spielt das Waidhofner Kammerorchester in der Stiftskirche Admont. Auf dem Programm: Antonín Dvořáks Cellokonzert in h-Moll op. 104 und die Symphonie Nr. 8 in G-Dur op. 88. Solist ist Tamás Varga, dirigiert wird das Konzert von Wolfgang Sobotka.
Das Setting? Stiftskirche. Sommerabend. Große Musik. Mehr muss man fast nicht sagen.
Wann: Samstag, 27. Juni 2026
Beginn: 19:00 Uhr
Wo: Stiftskirche Admont
Karten: Vorverkauf € 32,-, Abendkassa € 35,-, Schüler:innen/Student:innen € 8,-
Psst: Auf Facebook werden in Kürze auch 2 Karten verlost. Also Augen offenhalten.
Juni, du bist vielseitig
Schutt wird Lebensraum. Nacht wird Erlebnis. See wird Mittagspause. Almweg wird Aussichtsrunde. Und Dvořák füllt die Stiftskirche.
Der Juni im Gesäuse ist kein Monat für nur eine Sache. Er ist ein bisschen Kultur, ein bisschen Natur, ein bisschen Wasser, ein bisschen Berg. Und ziemlich viel Grund, den Kalender zu öffnen.
Also: Termine eintragen. Badezeug neben die Wanderschuhe legen. Und nicht vergessen: Auch Steine, Sterne und Cello können Sommer sein.