Umweltzeichen Pionierbetrieb Hotel Kogler in Bad Mitterndorf
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- Lebensraum
- Autorin: Madeleine Mitrovic
Schön in alle Himmelsrichtungen
Eingebettet in das weitläufige Tal von Bad Mitterndorf, umgeben von Grün und mit Blick auf den Grimming, empfängt das Hotel Kogler seine Gäste. Johannes und Marion führen den Betrieb mit viel Leidenschaft und Herz. Altes und Neues sind in diesem Haus harmonisch miteinander verbunden. Die Familie Kogler hat im Ausseerland Salzkammergut ein umweltzertifiziertes Hotel mit Wohlfühlatmosphäre geschaffen.
Hier geben Natur und Kunst, Kultur und Sport einander die Hand – und auch das Handwerk spielt eine wichtige Rolle:
Tipp: Marion stellt als leidenschaftliche Keramikerin auch selbst Werkstücke her und bietet Töpferurlaube sowie Werkstattstunden für Gäste an.
Das Hotel Kogler wurde über die Generationen und Jahre stets liebevoll erhalten und erweitert. Die alte Stube präsentiert sich im typischen Ausseerland Stil, die Einrichtung ist mit natürlichen Materialien aus der Region gestaltet und dekoriert. Beim Blick hinaus fällt gleich die Wildblumenwiese auf, neben den Bäumen und dem Weingarten. In einem modernen Schiffscontainer ist der kleine Shop untergebracht, wo Marion ihre selbst getöpferten Werke anbietet.
Johannes und Marion schätzen und lieben ihren Lebensraum. Bad Mitterndorf im Ausseerland Salzkammergut ist für die beiden ein ganz besonderer Ort: „Wir haben wirklich alles da! Man kann sternförmig in alle Richtungen gehen oder biken. Die Landschaft ist wunderschön in jede Himmelsrichtung", so Marion und Johannes Kogler.
Nachhaltiges Denken ist in der Hotelier-Familie nicht neu, schon der Vater war für die damalige Zeit ein Nachhaltigkeitspionier. Johannes und Marion verfolgen heute einen moderneren Ansatz. Das Gastgeberpaar führt den Betrieb in die nächste Entwicklungsphase. 2023 starteten die beiden den Zertifizierungsprozess für das Umweltzeichen, welches 2025 zuerkannt wurde.
Weniger ist manchmal mehr
Als Gastgeber und als Familie ist es den Koglers wichtig, die Schätze der Natur mit Fingerspitzengefühl zu behandeln.
Johannes würde am liebsten auf energieintensive Angebote wie das Schwimmbad im Hotel verzichten. Er weiß aber auch, dass die Gäste sensibel, Schritt für Schritt an Nachhaltigkeit im Urlaub herangeführt werden müssen. „Da will man sich etwas gönnen und wir möchten den Gästen natürlich eine schöne Zeit bereiten“, sagt er.
Johannes und Marion selbst haben inzwischen eine klare Vorstellung davon, wie sie ihr Haus in die Zukunft führen möchten. Jetzt geht es darum, die Kommunikation zum Gast entsprechend zu gestalten.
Ein Schritt waren die Schilder an der Tür für den freiwilligen Verzicht auf die Reinigung. Sie werden sehr gut angenommen. Auch eine Information über die Nachhaltigkeit im Hause Kogler ist für jeden Gast aufgelegt.
Bei der Kulinarik passt die Nachhaltigkeit ebenfalls gut ins Konzept. Es wurden Synergien in der Küche geschaffen, es gibt Tagesgerichte, auf Wunsch kleinere Portionen und der Veggie-Teller „für eine enkeltaugliche Zukunft“ wurde auf die Karte gesetzt
Nachhaltigkeit schmeckt man
Wo es möglich ist, bezieht das Hotel Kogler Produkte wie Eier, Gemüse oder Fleisch direkt von den regionalen BIO-Bauern. Wenn ein Bauer in der Region zum Beispiel 4 Kilogramm Lamm anbietet, wird es flexibel auf die Karte gesetzt. „Wenn es aus ist, ist es aus. Aber die Portionen, die wir haben, da schmeckt man die Qualität“, so Johannes.
Koglers Bio-Eier sind nicht nur nachhaltig, sondern zudem einem berührenden Umstand geschuldet: Der mobile Hühnerwagen, von dem sie stammen, war der letzte Wunsch eines kranken Jugendlichen aus Bad Mitterndorf. Zum Gedenken an ihren Sohn behielt die Mutter die Hühner und das Hotel Kogler bot sich als beständiger Abnehmer an. Der Hühnerwagen läuft gut und der Bauersmutter war geholfen – auch das ist Nachhaltigkeit.
Ich war zuerst skeptisch. Aber die Argumente waren überzeugend, auch die wirtschaftliche Seite. Das Umweltzeichen hat wirklich Hand und Fuß.
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Der Weg zum Umweltzeichen: Herausforderung angenommen
Für die Zertifizierung mit dem Umweltzeichen entschied sich Johannes aus voller Überzeugung, auch, wenn der Gedanke erst reifen musste. Schon früher war das Hotel Kogler mit Beratungsagenturen im Kontakt, dann kam Sabrina Hofmeister von ECOFIDES ins Spiel.
Johannes nahm die Herausforderung an. „Zuerst war es ein Beratungskorso, dann wurde es für mich zur persönlichen Challenge. Ich wollte die Zertifizierung unbedingt schaffen!“, sagt Johannes. Einige Dinge waren anspruchsvoll, andere wie etwa die Kulinarik machten ihm sogar Spaß. „Ja, es hat sich gelohnt“, resümieren Marion und Johannes, „es gibt Menschen, die darauf achten und immer mehr von ihnen sagen es auch.“
3 Fragen an Johannes und Marion Kogler vom Hotel Kogler
Was sagen die Gäste?
Wir spüren, dass immer mehr Menschen die Bemühungen sehen und schätzen. Es fällt ihnen auf, wenn sie aus selbst getöpferter Keramik speisen, oder wie schön die Blumenwiese ist.
Ist Nachhaltigkeit schon ein Buchungskriterium?
Wir sind jetzt seit einem Jahr dabei und führen das Umweltzeichen auf allen gängigen Buchungsportalen an. Ich glaube schon, dass das eine Wirkung hat.
Euer persönlicher Gedanke zum „Lebensraum Ausseerland Salzkammergut“?
Für uns steckt Nachhaltigkeit in vielen kleinen Details im Betrieb, aber auch in der gesamten Region, die ja unser Lebens- und Arbeitsraum ist. Da hat sich einiges geändert, was in der Generation der Eltern noch anders gesehen wurde.
Nachhaltigkeit im Hotel Kogler in Bad Mitterndorf
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Klimafreundliche Anreise: Bad Mitterndorf verfügt über vier Bahnhöfe, von wo das Hotel Kogler einen kostenfreien Abholservice anbietet. Im Ort befinden sich zudem Ladestellen für Elektro-Fahrzeuge.
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Energieverbrauch: Gäste können die Heizung, das Licht und den Strom in Ihrem Zimmer einfach selbst regeln, um Energie einzusparen. Alle Informationen dazu sind auf Eco-Türhängern beschrieben. Wer punktuell auf das Zimmerservice verzichtet, erhält Vorteile bei Hotelleistungen.
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Wasserqualität & Verbrauch: Das Wasser, auch als „Almchampagner“ bezeichnet, stammt aus den Quelltöpfen der Tauplitzalm. Alle Duschköpfe und Wasserhähne sind wassersparend ausgestattet.
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Lebensmittel als wertvolle Ressource: Auf Sonderwünsche bei kulinarischen Bestellungen sowie kleinere Portionen wird Rücksicht genommen und aktiv nachgefragt, um Verschwendung zu vermeiden.
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Mülltrennung: Im Skikeller können Abfälle getrennt entsorgt werden. Entsprechende Behälter stehen allen Gästen zur Verfügung.
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Hochwertige, regionale und umweltschonende Produkte: Die Küche achtet auf den Einsatz von BIO-, Fairtrade- und regionalen Produkten. Für die Reinigung werden überwiegend schonende Reinigungsmittel verwendet.
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Biodiversität: Im Garten wird auf Biodiversität geachtet, eine Bienenwiese trägt aktiv zum Erhalt der Natur bei.