„Ich bin ein absolutes Gastro-Kind!“
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Die neue Pächterin der Hesshütte
Rebeka im Interview
Rebeka, zuerst einmal: Wie bist du zur Hüttenwirtin geworden?
Ich bin ein absolutes Gastro-Kind! Mein Opa hatte ein Hotel, und meine frühesten Kindheitserinnerungen spielen sich dort ab. Die ganze Familie hat immer mitgeholfen, das war das Zentrum unseres Familienlebens. Dann hat auch mein Vater eine Kneipe und später eine andere Bar betrieben. Ich kenne jede Seite des Gastro-Lebens, vom Service über die Küche bis zur Nächtigung.
Und dann kamen die Berge...
Genau, dann habe ich meine Liebe für die Hütten entdeckt – seitdem ich 17 war, habe ich jeden Sommer oben gearbeitet. Zuerst auf Hütten in der Slowakei, dann in der Schweiz, dann in Österreich, zum Beispiel am Wilden Kaiser und im Pitztal. Ich habe schon früh gedacht: Das ist genau meins, irgendwann möchte ich auch selbst eine Hütte betreiben! Studiert habe ich zwar Chemie, habe aber rasch gemerkt, dass ich draußen und oben am Berg viel glücklicher bin.
Ich bin ein absolutes Gastro-Kind!
– Rebeka "Becky" Tréfová
Wie kamst du dann tatsächlich zur Hesshütte?
Ich hab gemerkt, dass die Zeit jetzt reif ist, meinen Traum umzusetzen und habe deshalb mit dem Alpenverein Kontakt aufgenommen. Die haben mir dann die Hesshütte vorgeschlagen. Als ich die Fotos gesehen habe, hab ich schon gemerkt: Ok, das ist es, das passt! Ich habe nach mehreren Gesprächen mit den Vorpächtern und mit dem Hüttenreferenten des Alpenvereins dann auch tatsächlich zugesagt.
Und hat sich dein erstes Gefühl bewahrheitet?
Ja absolut – als ich zum ersten Mal oben war, war es nur noch schöner und besser als auf den Fotos. Die Lage, die Hütte an sich, die Berge im Gesäuse... ein Wahnsinn! Zuerst dachte ich „Wow, ja, die ist wirklich groß!“ (lacht). Und dann habe ich sofort das Potenzial gesehen und überlegt, was ich alles wie machen kann und haben möchte.
Was passiert denn jetzt gerade?
Viel! Ich bereite mich auf den Saisonstart am 23. Mai vor. Die Lieferungen müssen durchgeschaut und geplant werden, viel Büroarbeit und viele Treffen mit den Leuten hier im Gesäuse stehen an. Die Menschen haben mich sehr offen und freundlich Willkommen geheißen!
Ist dein Team für die Saison denn schon komplett?
Ja, das ging wirklich schnell. Nach einem Posting auf Social Media in verschiedenen Jobgruppen habe ich richtig viele Bewerbungen bekommen und konnte wirklich aus dem Vollen schöpfen. Wir sind jetzt mit mir ein 6-köpfiges Team plus Aushilfen in der Hauptsaison, davon drei meiner Geschwister. Ein Bruder lernt Koch, der andere geht auf die Tourismusschule – das passt also perfekt!
Was ist dir wichtig?
Dass die Gäste froh sind mit Essen und Service, dass es auch den Mitarbeitern gut geht und die Stimmung einfach passt. Ich biete auf einer fixen Karte traditionelle Hüttenkost an, aber es wird auch besondere und wechselnde Tagesgerichte geben. Auch für Vegetarier und Veganer ist natürlich gesorgt!
Worauf freust du dich am meisten?
Auf alles – besonders natürlich auf eine tolle Zeit mit den Gästen! Ich freue mich, wenn sie schauen kommen, was sich so alles verändert hat und ihre Zeit bei uns genießen. Ich freue mich auf den wunderschönen Sternenhimmel im Gesäuse. Und ich freue mich auf besondere Momente. Meine Schwester ist Musikerin und bringt ihre Gitarre mit – das wird für einige gemütliche Abende sorgen!