Klettern am steilen Fels des Gesäuses | © TV Gesäuse | Stefan Leitner Klettern am steilen Fels des Gesäuses | © TV Gesäuse | Stefan Leitner
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Sportklettern im Gesäuse: Steiler Fels, kurze Wege, große Verantwortung

  • Publiziert am
  • 5 Minuten Lesezeit
  • Natur & Bewegung, Tipps & Ausflugsziele, Region
  • Autorin: Hanna Giraudo
Das Gesäuse kann hochalpin. Wild. Rau. Nordwand. Klassiker. Abenteuer. Und dann gibt es da noch die kurzen Wege. Die Tal-Felsen. Die Sportklettergärten rund um Johnsbach. Für alle, die ohne langen Zustieg an den Fels wollen. Für Techniktraining. Für Schlechtwetterfenster. Für einen Nachmittag am Kalk. Kurz gesagt: Seil raus. Helm auf. Und bitte: Natur mitdenken. Immer.

Routen für jedes Level

In den Sportklettergärten rund um Johnsbach ist die Auswahl groß: Zahlreiche Routen führen durch kompakten Fels – von leichten Linien im 3. Schwierigkeitsgrad bis zu richtig anspruchsvollen Projekten im Bereich 10-. Damit finden Einsteiger genauso passende Routen wie erfahrene Kletternde, die an Technik, Kraft und Ausdauer feilen möchten.

Die Topos dazu findest du im Sportkletterfolder mit Topos. Darin sind die Klettergärten Alter Klettergarten, Gsengplatte, Gsengstein und Tunnel übersichtlich beschrieben.

Heißt übersetzt: Erst schauen. Dann einsteigen. Dann klettern.

Die Klettergärten

Die Sportklettergärten liegen im Talbereich rund um Johnsbach. Kurze Zustiege, griffiger Fels und eine gute Auswahl an Routen machen sie ideal für alle, die im Gesäuse Sportklettern möchten – vom gemütlichen Einklettern bis zum knackigen Projekt.

Alter Klettergarten
Koordinaten: N 47.573322° E 14.584954°
Vom Gasthof Bachbrücke geht es rund 0,9 Kilometer Richtung Johnsbach. Der Klettergarten liegt direkt neben der Straße rechts.


Gsengstein und Gsengplatte
Koordinaten: N 47.567323° E 14.580667°
Vom Gasthof Bachbrücke geht es rund 1,7 Kilometer Richtung Johnsbach. Auch hier liegt der Einstieg direkt neben der Straße rechts.

Tunnel
Koordinaten: N 47.543826° E 14.584588°
Vom Gasthof Bachbrücke geht es rund 4,3 Kilometer Richtung Johnsbach. Der Klettergarten befindet sich beim markanten Straßentunnel.

Felsbrüter zuerst

So schön der Fels ist: Er gehört nicht nur uns. Im Nationalpark haben Felsbrüter Vorrang. Für ihren Schutz können einzelne Routen vorübergehend gesperrt sein. Also bitte vor dem Klettern informieren, Hinweise vor Ort beachten und Sperren respektieren.

Klettern ist hier möglich. Aber eben nicht um jeden Preis.

Klettern mit Hausverstand

Ein paar Regeln sind schnell gelesen. Und noch schneller eingehalten: Geklettert wird nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und immer auf eigene Verantwortung. Bitte bleib auf den Wegen, nimm deinen Müll wieder mit, lass Pflanzen und Bäume stehen und führe Hunde immer an der Leine. Feuer, Campieren und Übernachten sind im Klettergebiet tabu. Das nächste WC findest du beim Weidendom oder beim Gasthof Donner. Neue Bohrhaken dürfen nur nach Absprache mit der Alpenvereinssektion Admont-Gesäuse gesetzt werden. Und ganz wichtig: Wenn Routen wegen Felsbrütern gesperrt sind, bleiben sie gesperrt.

Klingt streng? Ist eigentlich einfach.

Wer den Fels nutzt, schützt ihn mit.

Warum das wichtig ist

Das Gesäuse ist nicht irgendein Klettergebiet. Es ist Nationalpark. Lebensraum. Rückzugsort. Und gleichzeitig ein Ort mit langer Alpingeschichte.

Genau diese Mischung macht es aus.

Steiler Fels. Wilde Umgebung. Kurze Einstiege. Und das gute Gefühl, dass man nach dem letzten Zug nicht nur eine Route hinterlässt, sondern auch Respekt.

Also: Topo checken. Wetter prüfen. Sperren beachten. Früh genug starten. Und am Ende alles wieder mitnehmen, was du mitgebracht hast.

Dann wird aus einem Klettertag im Gesäuse genau das, was er sein soll: Fels unter den Fingern. Johnsbach im Blick.
Und Natur, die bleibt.