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Die „stade“ Zeit im Ausseerland

Im Ausseerland hat die Zeit vor Weihnachten ebenso eine Bedeutung wie das Fest selbst. Es ist die Zeit, zum „eiwendig“ werden, die sogenannte „stade“ Zeit. So nennen die Einheimischen das Sich-Besinnen in diesen kalten Monaten. Gemütlichkeit und Einkehr stehen im Vordergrund: Backen, stricken, schnitzen – handwerkliches Tun gehört zur „staden“ Zeit ebenso wie kleine, feine Adventmärkte, Krippenausstellungen und weihnachtliche Klänge.

Viele Menschen sind in den Wochen vor den Weihnachtstagen unter Hochdruck – und doch sagt der Biorhythmus etwas anderes: Die Tage werden kürzer, die Natur legt sich zur Winterruh, die Tiere verpacken sich in dickes Fell. In früherer Zeit zog man sich im Winter nach dem Tagwerk zurück. Es wurde gebacken, drinnen gewerkt, zusammengesessen. Im Ausseerland folgten die Menschen über viele Jahrhunderte diesem natürlichen Rhythmus im Gleichklang mit der Natur. Auch deshalb ist die Handwerkskultur so lebendig und bis heute verankert.

Kleine, feine Genussmärkte

Stimmung statt Lärm:

Die Adventmärkte wie im Kurpark von Altaussee, Bad Aussee und Bad Mitterndorf sind idyllisch und warten mit dem Handwerk wie Handgestricktem, Schnitzereien und regional hergestellten  Schmankerln auf. Es gibt bis Weihnachten eine Vielzahl an liebevoll organisierten lokalen Veranstaltungen in der Region:

  • Adventmarkt im Kaiserlichen Stall in Grundlsee
  • Krippenausstellung und Weihnachtsmarkt in der Blaa Alm
  • Kleiner feinen Adventmarkt im Alpengarten
  • Tauplitzer Advent im Dorf
  • Weihnachtsmarkt am Simalhof in Bad Mitterndorf
  • Lebenshilfe Weihnachtsmarkt

Hier findet man lokale Schmankerl wie Fleischknödel mit Sauerkraut, duftenden Punsch, Krippen-Ausstellungen und das eine oder andere wärmende Feuer.

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Ausseer Adventfeeling für daheim

Die Adventbox „Dein Ausseerland“ ist eine liebevoll ausgewählte Sammlung feiner, kleiner Schätze genau passend für die „stade“ Zeit. Sie beinhaltet eine liebevoll zusammengestellte Variation von 9 regionalen Köstlichkeiten, Handwerkskunst und weihnachtlichen Überraschungen wie z.B. ein Geschirrtuch mit traditionellem Handdruck, einen handgemachten Holz-Kochlöffel mit lebensmittelechter Wachsschicht, herrliche Wurst-, Tee-, und Backwaren.  Alle Produkte stammen von regionalen Produzenten – perfekt um sich selbst und anderen etwas Gutes zu tun. Kosten inkl. Versand: 129,- Euro (inkl. MwSt).

Brauchtum und Raunächte

Die Zeit zwischen den Jahren

Brauchtumsveranstaltungen wie das Nikolospiel in Bad Mitterndorf, von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe gelistet, der Miglo Brauch oder Krippenausstellungen mit  handgemachten Holzfiguren begleiten die Vorweihnachtszeit im Ausserland. Musikalisch werden stimmungsvolle Volkslieder und das Turmblasen dargeboten.

Ein altes Brauchtum, das auf die Römer, durchmischt mit keltischen Einflüssen zurückgeht, sind die Raunächte. Raunächte dienen der Reinigung im körperlichen wie im spirituellen Sinne und dauern im Ausseerland von der Thomasnacht am 21. Dezember, über Silvester, bis zur Perchtennacht am 5. Jänner. An vielen Höfen ist es üblich, am Heiligabend mit Weihrauch, Tannenzweigen oder Kräutern zu räuchern. Das Brauchtum der Raunächte ist eng verwoben mit den Lebensumständen und Vorstellungen der früheren Zeit, etwa mit dem Fasten, weil man im Winter mit spärlichen Vorräten auskommen musste, der Angst vor der Dunkelheit und Gestalten wie „Frau Percht“ oder dem Wunsch, die Zukunft vorherzusagen. Ein bis heute bekannter Raunacht-Brauch, ist das Aufschreiben von 13 Raunachtswünschen am 24. Dezember. Es wird ein Wunsch gezogen, ungelesen ans Universum übergeben und anschließend der Zettel verbrannt.

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