Projekttage im Nationalpark Gesäuse
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- Inspiration
- Autorin: Gabriele Grandl
Wild und einzigartig
Das Gesäuse in der Obersteiermark ist ein Ort, an dem die Natur noch richtig wild sein darf. Schroffe Felsen, dazwischen ein rauschender Fluss und Wälder, die scheinbar kein Ende nehmen – genau das macht den Reiz für Projekttage hier aus. Es geht nicht um trockene Theorie, sondern um das tatsächliche Eintauchen in eine Landschaft, die zeigt, wie stark und zugleich schön Natur sein kann.
Für Kinder und Jugendliche bedeutet ein Aufenthalt im Gesäuse oft komplett aus dem Alltag rauszukommen und eine gänzlich neue Welt kennenzulernen. Die Naturgewalten – ob Wasser, Fels oder Wald – beeindrucken und motivieren.
Mit dem frisch erschienenen Programm 2026 für Projekttage im Nationalpark Gesäuse gibt es neue Möglichkeiten, diese einzigartige Landschaft zu entdecken. Wir stellen drei unserer persönlichen Highlights vor, die zeigen wie abwechslungsreich, spannend und inviduell Tage im Nationalpark Gesäuse sind.
#1 Walderlebnis
In Österreich prägt der Wald knapp die Hälfte der Landesfläche. Ein riesiger Naturraum, der viel Potenzial für junge Entdecker:innen bietet. Gemeinsam wird grundlegenden Fragen der Natur auf den Grund gegangen: Wie unterscheidet man Fichten- von Tannenzapfen? Welche Tiere hinterlassen welche Fraßspuren? Wie fühlt sich die Rinde verschiedener Baumarten an? Schaffen wir es, diese auch mit geschlossenen Augen zu unterscheiden? Und wie verändert sich das Naturerlebnis, wenn man barfuß über Waldboden, Moos oder Nadeln geht?
Dieses Programm macht die Vielfalt des Lebensraums Wald mit allen Sinnen spürbar und kann als ganztägiger oder halbtägiger Ausflug organisiert werden. Den Besucher:innen wird vermittelt, dass der Wald nicht nur für Tiere und Pflanzen entscheidend ist, sondern auch wir Menschen stark von seiner Kraft zehren.
#2 Forschen & Entdecken im Weidendom
Der Weidendom im Nationalpark Gesäuse ist wie ein grünes Klassenzimmer unter freiem Himmel. Die Schüler:innen legen selbst Hand an und sammeln im ersten Schritt Kleinstlebewesen aus Wiese und Wasser. Diese werden anschließend unter modernen Auflichtmikroskopen genauer betrachtet. Ganz schön viel, was da an Unsichtbarem plötzlich Sichtbar wird.
Die Nationalpark-Ranger:innen begleiten durch diesen Mikrokosmos und zeigen, wie spannend Biologie sein kann. So funktioniert mitreißende Naturpädagogik. Jugendliche lernen, Fragen zu stellen, genau hinzusehen und Antworten selbst zu entdecken.
Tipp
Das Programm kann auch auf Englisch durchgeführt werden. Warum also nicht eine Englischstunde in der Natur erleben und dabei Biologie und Sprache verbinden?
#3 Nachterlebnis
Stellt euch vor, ihr betretet den Wald erst dann, wenn absolute Dunkelheit eingekehrt ist. Keine Laternen, kein Restlicht – nur das Knarren der Bäume und die leisen Geräusche der nachtaktiven Tiere. Wie finden sich Fuchs, Eule & Co. eigentlich zurecht, wenn sie in der Nacht auf Nahrungssuche gehen? Auf dieser Nachtwanderung im Nationalpark Gesäuse lernen Kinder und Jugendliche, wie stark die anderen Sinne werden, wenn das Sehen kaum noch hilft. Mit viel Feingefühl werden Gehör, Tastsinn und Geruch durch spielerische Übungen geschärft. Eine völlig neue Art den Wald zu erleben.
Erfahrene Ranger:innen des Nationalparks zeigen jungen Gruppen außerdem, wie sie sich auch ohne Taschenlampe sicher im Dunkeln bewegen und welche natürlichen Orientierungspunkte Menschen wie Tiere nutzen können. Fernab von Lichtverschmutzung gibt es mit etwas Glück vielleicht sogar magische Sternschnuppen zu beoabchten.