Auf Studienreise in der Region Murau
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- Erlebnisberichte
- Autorin: Gabriele Grandl
Murau steht für Kultur und Natur
Studienreisen leben vom persönlichen Austausch vor Ort, davon, mit Gastgeber:innen ins Gespräch zu kommen und so ein sicheres Gefühl für Klassenfahrten in neue Regionen zu bekommen. Direkt nach der Anreise und dem Check-in geht es daher gleich in den persönliche Austausch und zu einer Führung durch die Unterkunft. Nur wenige Schritte entfernt liegt die Talstation der Grebenzenbahn, die wir uns ebenfalls ansehen.
Bei einem gemeinsamen Abendessen stellen wir die Kooperationsgruppe Young Styria vor und das Team des Gästehauses Grebenzenblick gibt erste Einblicke in die Möglichkeiten vor Ort. Im Gespräch geht es vor allem darum, wie sich einzelne Angebote zu einem abwechslungsreichen Aufenthalt im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen verbinden lassen – von Naturvermittlung bis zu Kulturangeboten. Es bleibt viel Platz für Fragen und konkrete Bedarfsanalysen.
Zu Fuß zum Stift und hinein in die Holzwelt
Am Samstag starten wir früh in den Tag. Gemeinsam mit Johannes vom Grebenzenblick geht es zu Fuß zum Stift St. Lambrecht. Der kurze Spazierweg führt erst am Teich der Unterkunft entlang, danach vorbei am Fußballplatz und schließlich hinein in den weitläufigen Garten des Stifts. Die sonnenbeschienene Bergwelt rund um den Zirbitzkogel bietet uns eine beeindruckende Kulisse.
An der Stiftspforte empfängt uns Stiftsführerin Susi Moser mit einem herzlichen "Grüß Gott". Sie vermittelt sehr anschaulich die Geschichte, Architektur und das Leben im Stift. Für Schulgruppen bietet der Besuch einen guten Anknüpfungspunkt, um Historie und Volkskultur nicht nur im Klassenzimmer zu behandeln, sondern direkt vor Ort zu erleben.
Von St. Lambrecht geht es für uns weiter nach St. Ruprecht ob Murau ins modern und interaktiv eingerichtete Holzmuseum. Dort dreht sich alles um jenen Rohstoff, der die Region seit Jahrhunderten prägt. Unter dem Motto "Holz kann fast alles" macht die Ausstellung sichtbar, wie vielfältig Holz genutzt wird und welche hohe Bedeutung die Forstwirtschaft hat.
Im Herzen der Stadt
Zu Mittag kehren wir schließlich im JUFA Hotel Murau zu einer wohlverdienten Pause ein. Die anschließende Hausführung bietet persönliche Einblicke in die Abläufe und Gepflogenheiten der Unterkunft. Vom hellen Aufenthaltsbereich, über das hausinterne Kino bis zu den ansprechenden Zimmern nehmen wir viele Eindrücke mit.
Auf der Terrasse erwartet uns eine Überraschung: Die historische Figur Anna Neumann, die eng mit der Geschichte Muraus verbunden ist, nimmt uns mit auf eine Stadtführung. Begleitet von kurzweiligen Anekdoten und Einblicken in die Stadtentwicklung spazieren wir quer durch die Stadt. Annas Aufmachung in historischem Gewand und ihr großer Wissensschatz zur Region machen die Führung zu einem sehr authentischen Erlebnis.
Ach du dickes Ei
Auf dem Straußenhof Wallner lernen wir die größten Vögel der Welt aus nächster Nähe kennen. Der Rundgang am Hof startet mit einer Führung zu den Gehegen und einem Besuch im Stall. Die Tiere beeindrucken uns sehr. Ganz besonders faszinieren uns die Straußeneier, die so groß sind, dass wir eines gerade gut mit beiden Händen gemeinsam halten können. Bei einer Straußeneierspeise stärken wir uns für die rund 30-minütige Abendwanderung zurück zum Grebenzenblick.