Eine Reise durch die Zeit, Kultur und Legenden – Der Kultweg 2.0
- Publiziert am
- 10 Minuten Lesezeit
- Autorin: Jasmin Perhofer, BA
Vor nahezu 30 Jahren eröffnet, galt er damals schon wegen seines interessanten Inhaltes, seiner pädagogisch-didaktischen Herangehensweise bezüglich lokaler Sagengestalten und Brauchtum sowie seines idyllischen Wanderverlaufs zu den besten Themenwegen Österreichs. Nach drei Jahrzehnten und unzähligen Erinnerungen wurde dieser Weg am 26. Oktober neu zum Leben erweckt – und mit ihm ein Stück lebendige Geschichte.
Im Rahmen eines LEADER-Projekts wurde der Kultweg liebevoll erneuert – mit Sitzgelegenheiten, einer klaren Beschilderung und über 20 Stationen mit Infotafeln. Auf einem ca. 5 km langen Rundwanderweg wird hier die Besiedelungsgeschichte, die lokale Mythologie, Kult- und Kraftplätze sowie die Sagenwelt und deren Gestalten anschaulich vermittelt. Die Tafeln erfüllen damit nicht nur touristische Zwecke, sondern auch einen wichtigen volkskundlichen Bildungsauftrag – ideal für alle, die sich für Brauchtum, Sagen und Legenden interessieren, und auch hervorragend für Schulklassen geeignet.
Am Vormittag fanden wir uns beim Wildwiesenhof ein, um diese (Wieder-)Eröffnung gebührend zu feiern. Bevor wir uns gemeinsam auf den Weg Richtung Wildwiese machten, wurden beim Einstieg noch einige herzliche Worte gesprochen. Andreas Weber, der Projektträger, bedankte sich bei Roland Schwarhofer, der gemeinsam mit der Poly Hartberg die neuen „Riesenliegen“ entworfen hat, die den Kultweg zu einem unverwechselbaren und attraktiven Blickfang in der Urlaubsregion Joglland-Waldheimat machen, sowie bei Adalbert Schönbacher, der diesen besonderen Weg vor 30 Jahren ins Leben gerufen und nun auch bei der Renovierung maßgeblich mitgewirkt hat.
Auch Bürgermeisterin Bernadette Schönbacher fand bewegende Worte und dankte den Grundstücksbesitzerinnen und -besitzern, den Unterstützerinnen und Unterstützern und allen, die mit viel Engagement und Herzblut zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.
Oliver Felber hob hervor, wie wertvoll dieser Weg nicht nur für den Tourismus, sondern auch für die Region selbst ist. Der Kultweg zeigt auf wunderbare Weise, was die Oststeiermark einfach kostbar macht – unsere Kultur, unser Brauchtum und unsere Natur.
Dann war es soweit: Wir machten uns auf den Weg Richtung Wildwiese. Der Pfad führte vorbei an den ersten Tafeln, an liebevoll gestalteten Stationen, begleitet vom Rascheln der Blätter und Sonnenstrahlen, die immer wieder durch die Baumkronen blitzten.
Kleiner Tipp: Wer möchte, kann über die GPS-Koordinaten, die an der Tafel, der Riesenliege am Kultwegeinstieg oder im Kultwegfolder angegeben sind, noch weitere Kultplätze erkunden.
Kurz vor dem Ziel wartete eine kleine Labestation mit herrlicher Aussicht – zu einem wärmenden Punsch kann man natürlich nicht nein sagen, bevor man die letzten Meter durch den Wald Richtung Wildwiese ging.
Als wir unser Ziel erreicht hatten, freuten wir uns schon auf die Verköstigung bei der Wildwiesenhütte, aber first things first – natürlich wurde noch ein Gruppenfoto gemacht, um diesen Tag in Erinnerung zu halten. Voller Freude im Gesicht und Dankbarkeit im Herzen ließen wir den Tag ausklingen.
Tipp: Der Kultweg kann übrigens auch von Strallegg, Wenigzell oder Miesenbach aus begangen oder verlängert werden – je nach Zeit, Lust und Aktivitätslevel.
Wir empfehlen: Entdeckt diesen Weg selbst!
Der Kultweg ist nicht nur eine Wanderung durch die Region, sondern auch eine kleine Reise durch die Zeit. Und wer weiß, vielleicht ist an mancher Sage oder alten Überlieferung ja doch etwas Wahres dran.😉
Alle weiteren Infos zur Oststeiermark, zu Ausflugszielen, Radwegen, Wandertouren und der besonderen Kulinarik findet man direkt auf der Website der Erlebnisregion Oststeiermark.