Gemeinsam an der Zukunft der Region arbeiten
Rudolf Tischhart und Markus Leitner im Gespräch über die Weiterentwicklung der Tourismusstrategie.
Eine erfolgreiche Tourismusentwicklung lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Deshalb wurde die bestehende Tourismusstrategie für die Abenteuerregion Erzberg-Leoben auf den Prüfstand gestellt und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gemeinden, Betrieben, Vereinen und Partnerorganisationen geschärft. Im Interview sprechen der Vorsitzende Rudolf Tischhart und Geschäftsführer Markus Leitner darüber, welche Erkenntnisse der Beteiligungsprozess gebracht hat, warum die Einbindung der regionalen Akteure so wichtig ist und welche Impulse nun in die weitere Strategiearbeit einfließen.
Drei Fragen an Vorsitzenden Rudolf Tischhart und Geschäftsführer Markus Leitner
Rudolf, warum ist die Einbindung der Stakeholder für eine Tourismusstrategie so wichtig?
Rudolf Tischhart: Eine Strategie gewinnt durch die Expertise jener, die den Tourismus täglich gestalten. Unterschiedliche Blickwinkel machen sie fundierter, praxisnäher und letztlich stärker. Gleichzeitig entsteht etwas, das mindestens genauso wichtig ist: Wer früh eingebunden ist, entwickelt ein gemeinsames Verständnis für die Ziele der Region. Das schafft Vertrauen, stärkt die Zusammenarbeit und erleichtert es, Projekte auch langfristig gemeinsam voranzubringen. Unsere Aufgabe als Tourismusverband ist es, diese unterschiedlichen Perspektiven zusammenzuführen und daraus eine gemeinsame Richtung für die Zukunft der Region zu entwickeln.
Markus, welche Erkenntnis hat dich im Workshop besonders beschäftigt?
Markus Leitner: Spannend war die große Übereinstimmung über alle Arbeitsgruppen hinweg. Unabhängig von der jeweiligen Perspektive standen dieselben Themen im Mittelpunkt: stärkere Vernetzung, gemeinsame Angebotsentwicklung, mehr regionale Wertschöpfung und digitale Lösungen für Zusammenarbeit und Vermarktung. Das bestätigt, dass wir bei den strategischen Handlungsfeldern die richtigen Schwerpunkte setzen.
Was nehmt ihr aus diesem Prozess für die weitere Strategiearbeit mit?
Markus Leitner: Die vielen konstruktiven Beiträge helfen uns, Prioritäten klarer zu setzen und Maßnahmen noch besser an der Praxis auszurichten. Genau darin liegt der Wert solcher Prozesse: Strategische Ziele treffen auf die Erfahrungen jener, die unsere Region täglich mitgestalten. So entstehen Lösungen, die nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch von den regionalen Partnerinnen und Partnern mitgetragen werden. Die Ergebnisse fließen nun in die Strategie ein und bilden die Grundlage für erste Maßnahmenpakete sowie für die Ausrichtung der nächsten Jahre.
Rudolf Tischhart: Für mich zeigt der Workshop, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Die Rückmeldungen unserer Stakeholder haben unsere Strategie gestärkt und ein gemeinsames Verständnis für die nächsten Schritte geschaffen.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden für den offenen, konstruktiven Austausch und die Bereitschaft, die Zukunft der Abenteuerregion Erzberg-Leoben gemeinsam weiterzudenken. Mit der Weiterentwicklung unserer Strategie ist ein weiterer wichtiger Schritt geschafft – nun geht es darum, die gemeinsamen Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen zu übersetzen und den Tourismus in der Region gemeinsam nachhaltig weiterzuentwickeln.