Neustattalm in Ramsau am Dachstein | © STG | photo-austria.at

Steiermark mit Rückenwind in die zweite Hälfte der Saison

Internationale Märkte sorgen für Dynamik von Mai bis Juli. Der Juli zeigt ein neues Hoch. Sommerhitze stärkt vor allem höher gelegene Regionen mit Seen. Der Herbst hat Potenzial.

Steirische Tourismusmarketing GmbH

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Verfasst von: Ute Hödl

Die Steiermark zieht zur Sommerhalbzeit eine erfreuliche Zwischenbilanz: Von Mai bis Juli 2026 wurden laut Hochrechnung der Landesstatistik knapp 1,4 Millionen Gästeankünfte und rund 4,0 Millionen Nächtigungen verzeichnet. Damit liegen die Ankünfte um 4,5 Prozent (+59.600) und die Nächtigungen um 2,4 Prozent (+93.700) über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders dynamisch entwickeln sich die internationalen Märkte. Auch der Juli sorgt mit deutlichen Zuwächsen für Rückenwind in der zweiten Saisonhälfte.

„Der Tourismus ist auch im Hochsommer ein wichtiger Motor für Wertschöpfung und Beschäftigung in unseren Regionen. Die erfreuliche Zwischenbilanz zur Sommerhalbzeit zeigt, dass die Steiermark national wie international als attraktives Urlaubsland wahrgenommen wird – und mit den vielfältigen Angeboten im Herbst stehen bereits die nächsten Höhepunkte vor der Tür“, zeigt sich Landeshauptmann Mario Kunasek zuversichtlich und erfreut.

„Der bisherige Sommerverlauf stimmt uns optimistisch: Die umfassenden Maßnahmen auf den internationalen Nahmärkten tragen Früchte. Besonders hervorgetan haben sich Deutschland, Tschechien, Ungarn, Polen, Slowakei, Italien und das Vereinigte Königreich. Jetzt gilt es, den Schwung in den Herbst mitzunehmen. In der Bewerbung stehen besonders die steirische Herbstkulinarik, der Wanderherbst und Veranstaltungen wie das Aufsteirern im Fokus“, sagt Michael Feiertag, Geschäftsführer der Steirischen Tourismusmarketing GmbH


Internationale Märkte geben den Takt vor

Die internationale Nachfrage erweist sich zur Sommerhalbzeit als wesentlicher Wachstumstreiber. Besonders deutlich legten die Nächtigungen aus Tschechien, der Slowakei, Italien und dem Vereinigten Königreich zu. Auch der wichtigste Auslandsmarkt der Steiermark, Deutschland, entwickelte sich positiv.
Damit setzt sich ein strategisch wichtiger Trend fort: Internationale Märkte gewinnen für die Steiermark weiter an Bedeutung und sorgen für zusätzliche Dynamik.


Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick

  • Ankünfte: 1.392.900 Gästeankünfte bedeuten ein Plus von 59.600 Gästen bzw. 4,5 Prozent.
  • Nächtigungen: 4.004.000 Nächtigungen bedeuten ein Plus von 93.700 bzw. 2,4 Prozent gegenüber der Sommerhalbzeit 2025.
  • Tschechien: 195.000 Nächtigungen (+41,7 Prozent bzw. +41.700 Nächtigungen).
  • Deutschland: 860.200 Nächtigungen (+2,5 Prozent bzw. +21.200 Nächtigungen.
  • Ungarn: 102.700 Nächtigungen (+12,1 Prozent bzw. +11.100 Nächtigungen).
  • Slowakei: 39.300 Nächtigungen (+30,0 Prozent bzw. +9.010 Nächtigungen).
  • Italien: 33.900 Nächtigungen (+36,2 Prozent bzw. +9.000 Nächtigungen).
  • Polen: 80.500 Nächtigungen (+11,8 Prozent bzw. +8.500 Nächtigungen).
  • Vereinigtes Königreich: 36.000 Nächtigungen (+21,2 Prozent bzw. +6.300 Nächtigungen).

 

Inlandsmarkt hält hohes Niveau

Der österreichische Markt bleibt auf hohem Niveau stabil. Die Ankünfte liegen von Mai bis Juli um 2,0 Prozent bzw. 15.400 Gäste über dem Vorjahr. Bei den Nächtigungen gibt es einen leichten Rückgang von 1,0 Prozent bzw. 20.700 Nächtigungen.

Im Juli zeigte sich auch bei den österreichischen Gästen eine positive Entwicklung: Die Ankünfte stiegen um 5,0 Prozent. Der August bleibt traditionell der wichtigste Sommermonat für den Inlandsmarkt.


Juli bringt zusätzlichen Rückenwind

Der Juli bestätigt die positive Entwicklung und sorgt für zusätzliches Tempo: Die Ankünfte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Prozent, die Nächtigungen um 3,2 Prozent. Bei den Ankünften wurde damit ein „Allzeit-Hoch“ erreicht, bei den Nächtigungen war nur der Juli im Jahr 2022 noch stärker. 

Getragen wurde das Wachstum vor allem vom internationalen Markt. Die Auslandsnächtigungen legten im Juli um 7,8 Prozent zu, bei den Ankünften betrug das Plus sogar 13,2 Prozent.

Die außergewöhnlich heißen Wetterlagen prägten den Sommer. Für touristische Regionen mit Seen und Angeboten in höheren Lagen konnte die Hitze ein zusätzlicher Nachfrageimpuls sein: Abkühlung, Wasser und höhere Lagen wurden bei sommerlichen Temperaturen zu wichtigen Argumenten für die Urlaubswahl.

 

Dynamik auch in den Erlebnisregionen

Besonders dynamisch entwickelten sich unter anderem die Erlebnisregionen Schladming-Dachstein, Erzberg-Leoben, Murtal und Hochsteiermark.
Die unterschiedlichen Angebotsprofile zeigen dabei die Stärke der Steiermark: Von Bergen und Seen über Natur- und Bewegungserlebnisse bis hin zu Kulinarik und Kultur reicht das Angebot, das auch auf veränderte Wetterbedingungen flexibel reagieren kann.

 

Das größte Plus an Nächtigungen in absoluten Zahlen: Schladming-Dachstein: +66.222 ÜN bzw. +7,3 Prozent, Erzberg-Leoben: +17.718 ÜN bzw. 20,3 Prozent, Murtal: +14.151 ÜN bzw. +6,4 Prozent sowie Hochsteiermark: +12.871 ÜN bzw. +7,9 Prozent. 
Der Steiermark-Gast verweilt am längsten in Schladming-Dachstein (3,8 Nächte), in Murau (3,7 Nächte) und im Ausseerland Salzkammergut (3,4 Nächte).

 

Herbst bringt weitere Chancen

Die bisherige Sommerhalbzeit umfasst im langjährigen Saisonverlauf rund 49 Prozent der Sommernächtigungen. Der August ist traditionell der stärkste Sommermonat. Damit liegt noch ein wesentlicher Teil der Sommersaison vor uns.

Für September und Oktober gibt es Potenzial. In den wichtigsten Herkunftsmärkten wird die Steiermark aktuell auch als attraktive Herbstdestination positioniert. Im Rahmen z. B. der großen Herbstkampagne der Deutschen Bahn gemeinsam mit Kärnten stehen unter anderem die Erlebnisregion Graz und der Bergherbst im Fokus. 


Darüber hinaus werden diese Stärken der Steiermark im Herbst ausgespielt:

  • Herbstkulinarik und Genuss
  • Wandern und Naturerlebnisse
  • Berg- und Landschaftserlebnisse
  • Veranstaltungen wie das Aufsteirern
  • Städte- und Kulturangebote

 

Nächtigungen sind nicht die einzige Messgröße

Die positive Entwicklung bei Ankünften und Nächtigungen ist ein wichtiger Indikator. Für die wirtschaftliche Wirkung des Tourismus sind jedoch weitere Faktoren entscheidend.
„Mehr Gäste bedeuten nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Entscheidend ist auch, wie lange Gäste bleiben, wie viel sie vor Ort ausgeben und wie stark davon regionale Betriebe profitieren. Gerade bei veränderten Wetterbedingungen sehen wir, dass sich Tagesabläufe und Konsumverhalten verändern können“, so Michael Feiertag.

Steiermark mit Rückenwind in die zweite Hälfte der Saison

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