Kulturgenuss im Weiß-Grünen

Die Adventzeit war ursprünglich eine Fastenzeit, die von 11. Nov. bis 6. Jänner dauerte. Seit 1917, also seit genau 100 Jahren, wird das Adventsfasten vom katholischen Kirchen-recht jedoch nicht mehr verlangt. Gott sei Dank, denn kulinarisch reichhaltig hat sich diese Zeit mittlerweile entwickelt. Daneben steht das Handwerken hoch im Kurs.

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Verfasst von:
Ute Hödl

Advent von Graz bis Mariazell und Admont bis Zeutschach

Graz: Advent der kurzen Wege.

14 Advent- und Weihnachtsmärkte von 17. Nov. bis 24. Dezember 2017

Vorweihnachtszeit ist Marktzeit. In Graz öffnen am Freitag, 17. November die Advent- und

Weihnachtsmärkte. Alle sind mit viel Liebe gestaltet und präsentieren sich bis zum 24. Dezember mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Und noch etwas zeichnet die Grazer Adventmärkte aus: Der Weg von einem zum anderen kann bequem zu Fuß zurückgelegt werden. Wir nennen das „Advent der kurzen Wege“.

Sehr zu empfehlen: Graz und der Adventrundgang jeweils freitags im Advent (24.11., 01.12., 08., 15., & 22.12., jeweils um 16 Uhr; Dauer 1,5 -2 Stunden). Denn wer weiß, dass der erste Weihnachtsmarkt in Graz am Franziskanerplatz zu Beginn des 19. Jhds stattfand und dass die Pianistin Marie Pachler in ihrem Salon den ersten Christbaum in Graz um 1825 einführte…

www.graztourismus.at

 

Hochsteiermark: Adventhochburg mit fast 60 Adventmärkten.

Der Mariazell Advent rund um die Basilika ist natürlich der bekannteste und größte, aber auch der Jagdliche Advent in Turnau, der heuer zum 13. Mal stattfindet, zieht mittlerweile viele an, zumal dieser in der Genussregion Hochschwabwild natürlich auch einen stark wild-kulinarischen Aspekt hat. Der Bergmännische Advent in Eisenerz greift die jahrhundertealte Tradition rund um den Erzberg auf und in der Adventstadt Leoben schaut sogar das Christkind vorbei.

Ein Tipp dabei: Weihnachtliche Papierkrippen werden dabei heuer erstmalig im

MuseumsCenter Leoben gezeigt. Krippen aus Papier entstanden als Gegenpol zu den schönen und aufwändig gearbeiteten Kirchenkrippen. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es ein vorrübergehendes Verbot Krippen in Kirchen aufzustellen. Dadurch verlagerte sich das weihnachtliche Krippenbrauchtum in den privaten Bereich. So fanden Krippen aus Papier auch in kleinerem Format und günstiger in der Anschaffung Einzug in den privaten Bereich. Alle Infos: www.hochsteiermark.at

Aflenzer Nachtwächter trifft Mariazeller Advent

u.a. mit 2 ÜN im App. Inkl. Frühstück, Nachtwächterführung, Besuch Mariazeller Advent mit Rahmenprogramm,…p.P. ab 99 € beim Dörflerwirt in Aflenz. www.doerflerwirt.at

 

Gesäuse: Admonter Marzizoni und Haller Salzteufel

In alten Kochbüchern stöbern, das lohnt sich, in der weltgrößten barocken Stiftsbibliothek in Admont herrscht daran ja kein Mangel. ;-)

Konditormeister Günter Planitzer hat dabei ein über 300 Jahre altes Rezept nachgebacken, und an den heutigen Geschmack angepasst, auch wenn alle Zutaten dem Originalrezept aus 1708 entsprechen. Die Marzizoni sind geschmacksintensiv mit Gewürzen wie
Ingwer, Zimt und Nelken – und erinnern an Lebkuchen. Planitzer setzt auf 75 Prozent Marzipan anstatt der geriebenen Mandeln und versiegelt die Marzizoni mit roter und weißer Schokolade. In Rautenform geschnitten repräsentieren sie damit auch das Stiftswappen. Heute kann die regionale Köstlichkeit im Museums-Shop des Stift Admont und in der Konditorei Stockhammer in Admont erworben werden.

Alle zwei Jahre – rund um den Krampustag – steigen die Haller Salzteufel aus ihrem finsteren Salzstollen im Gangerlgraben und berichten Luzifer persönlich von ihren Schandtaten. Da sie jedoch nur magere Erfolge aufzuweisen haben, züchtigt Luzifer seine Gesellen voller Zorn, bis schließlich der Heilige Nikolaus dem teuflischen Treiben Einhalt gebietet. Auch wenn die Salzteufel sich noch so furchterregend geben; sind sie doch friedliche Gesellen, die nur

zu gerne mit Kindern für ein Foto posieren. Der heurige Salzteufel-Lauf findet am 2. Dezember im Schulhof der Volksschule Hall statt. www.gesaeuse.at

 

Stiller Advent im Thermen- und Vulkanland Steiermark

Im Thermen- und Vulkanland leben Gemeinden die Philosophie des Stillen Advents. Es ist der gemeinsame Wunsch der Kraft spendenden stillen Zeit wieder mehr Bedeutung zu geben. Als verbindendes Symbol wird in „Stille Advent-Gemeinden“ ein sensibel ausgewähltes, christlich symbolhaftes Objekt mit dem Grünen Licht beleuchtet. Als Aushängeschild, weil von weitem zu sehen, gilt hier Straden.

So wie die Gemeinden mit dem Grünen Licht ein Zeichen des Stillen Advents setzen, so ist es für die Bürger zu Hause die Laterne. Mit ihrem natürlich flackernden, bescheidenen und doch erhellenden Licht ist sie Ausdruck von Reduktion und Vorfreude auf das große Fest.
Der Stille Advent kehrt damit in die Häuser der Region. Das tägliche Ritual des Entzündens der Kerze ist Inspiration und Innehalten – für jeden Einzelnen ganz persönlich, für die Familie und damit für das Miteinander.

Gossendorfer Krippenweg: Ruhe und Kraft schöpfen und viel zu schauen hat man entlang des Krippen-Rundganges mit 30 Krippen in Gossendorf bei Feldbach. Entlang des fünf Kilometer langen Rundweges weisen Sterne den Weg zu den individuell gestalteten Krippen. Oftmals sind sie aus reinen Naturmaterialien von Privatpersonen und Familien hergestellt. Als Ausgangspunkte für die Krippenwanderung empfehlen sich der Dorfplatz oder der Gasthof Kulmberghof in Gossendorf.

Namhafte Adventmärkte der Region: Der Fürstenfelder Weihnachtsmarkt mit über 50 Ständen ist der größte, der „Advent wia´s früher wor“ in Bad Gleichberg ist der bekannteste. www.thermenland.at

 

Weitere Informationen zu

  • Oststeiermark wie in der Kindheit: Pöllau & Waisenegg & Bratlalm
  • Murtal: vom Advent in Spielberg bis in Zeutschach
  • Schladminger Bergweihnacht
  • Silvester in den Weinbergen: ein krönender Jahresabschluss
  • Handwerk hat Hochsaison
    • Faszination Flechten mit Weiden für Haus und Garten
    • Laternen bauen in Feldbach als Zeichen des Stillen Advents
    • Spinnen erlaubt
    • Adventkränze und Türkränze binden
    • Neujahrsschweinderln basteln
  • Im Winter ins Museum
    • Ins neue Museum für Geschichte in Graz
    • Ins Bett im Volkskundemuseum in Graz

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Bilder sagen mehr als tausend Worte

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