17.08.2018 Julia Einfalt

Martinas 5 „super“ Hüttentipps entlang der Wanderroute

Wo es den schönsten Hütten-Ausblick gibt? Warum man manche Almköstlichkeiten nicht verpassen sollte? Diese und weitere Geheimtipps lüftet die Superwanderin Martina für uns. Denn auf dem Weg vom Gletscher zum Wein ist sie zur kulinarischen Entdeckerin geworden…


Liebe Martina, welche Hütte hat dein Herz höherschlagen lassen?

Martina: Das war gleich auf der Etappe 2! Aber alles von Anfang an: Zuerst ging es auf der Wanderung neben den hohen Kalkwänden des Dachsteinmassives vorüber, mitten in die schönste Berglandschaft. Wenn man dann die Lärchbodenalm am Fuße des Dachsteins erreicht, die sich herrlich in die Almumgebung schmiegt, entspannt man schon beim Anblick. Da hab ich mich richtig wohlgefühlt: Beim Hineinschauen ins satte Grün der Alm, in die urigen Fensterläden.

Genießen wie damals bei Großmutter, Rezepte aus Tradition, urige Küchen … Hast du einen Alm-Tipp für uns?

Martina: Da fallen mir sofort ein paar Hütten ein. Auf der Etappe 7 führte mich mein Weg von der Preintalerhütte ins ruhige Sölktal – direkt zur Putzentalalm. Wer dort A sagt, muss auch B sagen? Klar, denn wer „Alm“ sagt muss auch „b-ester“ Kaiserschmarren sagen. Da ist die Putzentalalm ein wahrer Geheimtipp, denn der zuckergesüßte Kaiserschmarren wird hier in der Rauchkuchl über offenen Feuer zubereitet. Auch herzhaft traditionsreich: Die Möslhütte auf der Etappe 8. Naturbelassene Köstlichkeiten aus selbsterzeugten Almprodukten werden hier aufgetischt.

Verrätst du uns Ausblicke, die du lange in Erinnerung behalten wirst? Wie schläft es sich auf den Hütten?

Martina: Auf der Preintalerhütte wurde ich wunderbar überrascht: Ich durfte alleine in einem gemütlichen Zimmer mit Stockbett schlafen. Wer viel wandert weiß, ALLEINE ist man in der Hüttengesellschaft sehr selten :) Gemeinsam ist man bekanntlich ja auch weniger allein. Ich genoss die Stille in dieser Hütte, aber noch mehr: die malerische Aussicht. Auf der Terrasse habe ich der Sonne beim Farbenspiel zugesehen…Dabei wurde ich selbst auch müde und hab mich von der Bergluft in den Schlaf begleiten lassen. Schöner geht’s kaum…

Deine persönliche Neuentdeckung in Punkto Geschmack?

Martina: Mein Ratschlag – einmal im Zeichen der Zirbe jausnen. Auf der Tonnerhütte beispielsweise auf der Etappe 13 kredenzen die Hüttenleute allerhand Zirbenköstlichkeiten. Kulinarisch gesehen kann man sich durch die Zirben-Getränke verkosten: Vom Zirbenprosecco bis zum Zirbenschnapserl. Danach geht man aber besser schlafen, als auf Wanderung ;) Ich persönlich bin eher beim Zirbensafterl geblieben. Ambiente? Prädikat - empfehlenswert. Insgesamt ist die Hütte mit Zirbenholz ausgestattet, man riecht das duftende Holz und findet Entspannung mit Alm-Wellness.

Frittatensuppe, Schweinsbraten oder süße Bauernkrapfen?

Martina: Natürlich Frittatensuppe. Und wenn es der Appetit zulässt – gerne in dieser Reihenfolge! Richtig köstlich schmeckts übrigens beim Moasterhaus. Auf der Etappe 15 von Obdach nach Salzstiegl bin ich dort eingekehrt und hab mich rundum – gleich mit einem ganzen Menü - verwöhnen lassen. Übrigens besonders gut ist ebenso der Erdäpfelsalat, nach altem Geheimrezept ;) Meine Bilanz auf der Wanderroute insgesamt: 11 Frittatensuppen. Die wecken „Super“-wander-kräfte.

Danke Martina für deine köstlichen Tipps aus deinen 25 Wandertagen auf der Südroute Vom Gletscher zum Wein. Entspann dich gut nach deiner Wandertour!