31.01.2017 Anita Ericson

Hirsch für Vegetarier - mit feinem Birnenaroma

Alte Landsorten erleben derzeit hier und da ein Revival. Wie auch im Pöllauer Tal, wo große Hirschbirnbaumbestände erhalten sind, die in prächtigen Alleen und malerischen Streuobstwiesen gepflanzt wurden und so die liebliche Landschaft bis heute prägen. Die ältesten der Bäume, die noch immer Früchte tragen, sind 200 Jahre alt!


Woher die Hirschbirne ursprünglich stammt ist unbekannt. Indizien weisen darauf hin, dass sie als Zufallssämling bereits vor 1800 in der Oststeiermark entstanden ist und rasch weiter kultiviert wurde – was kein Wunder ist, harmoniert sie doch besonders gut mit den hiesigen Boden- und Klimaverhältnissen. Bemerkenswert für die Hirschbirne sind neben ihrem aromareichen Geschmack noch ihre Langlebigkeit, ihre Unempfindlichkeit gegen Frost, ihr sehr reicher Ertrag sowie ihre gute Haltbarkeit.

Ursprünglich wurde der Hirschbirnensaft zu Most vergoren, zu Schnaps gebrannt oder die Birne getrocknet und als Dörrobst verwendet (Kletzen). Heute setzt man vermehrt auf trendige Produkte wie Edelbrände oder naturtrübe Säfte. Ein besonderes Produkt ist der sortenreine Hirschbirnenessig, der sich – einzigartig unter den Fruchtessigen – durch einen delikat vollen Geschmack auszeichnet. Idealerweise lässt sich das alles im Naturpark Pöllauer Tal vortrefflich verkosten.

Der Name Hirschbirne leitet sich im Übrigen angeblich von Herbst ab, oder wie man hier sagt: Hiarscht.