06.06.2017 Anita Ericson

Herzhaft in die Pedale treten

Zügig vorankommen und doch die Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen – mit dem Rad lässt sich die Steiermark besonders sportlich erleben. Flott aber doch mit Muße können Radler die Steiermark auf über 3.000 ausgeschilderten Kilometern erkunden.


Da ist für jeden Anspruch das Richtige dabei, für Genießer speziell empfehlenswert sind die verträumten Flussradwege sowie die als Genusstouren konzipierten Runden durch die Wein- und Gartenlandschaften des Südens und Ostens: Die Wege führen über weite Almen und durch weiß blühende Apfelplantagen, vorbei an Vulkankegeln und hin zu heißen Quellen, durch üppige Weinberge und weiter zu Kernöl und Schilcher.

Zeit für geschmackvolle Pausen: Die Wirte und Buschenschänken am Wegesrand bringen regionale Delikatessen auf den Tisch, die man ohne Reue genießen darf – als Radfahrer legt man ja nur Tempo zu, nicht aber an Gewicht.

Tour entlang der Mur

Der Murradweg gilt als schönster Flussradweg im Alpenraum. Er begleitet den Fluss von seinem Ursprung in den Bergen auf seinem weiten Bogen, den er durch die Steiermark zieht, bis ins südliche Bad Radkersburg. Wer ihm folgt, durchquert die schönsten Naturräume des Landes hautnah, darf sich aber auch über kulturelle Abwechslung freuen (mit Graz als Höhepunkt). Die zahlreichen Murradweg-Gastgeber en route wissen, was Radler wünschen – so kommt auch die Erholung nicht zu kurz.

Mit Genuss auf zwei Rädern durchs Weinland

Die neue, rund 400 Kilometer lange Weinland Steiermark Radtour führt in acht gemütlichen Etappen als Rundkurs durch die verschiedenen Weinbauregionen des Landes. Auch wenn das Thema Wein im Vordergrund steht, gestaltet sich die Tour extrem abwechslungsreich, denn so unterschiedlich sich die edlen Tropfen am Gaumen zeigen, so vielfältig ist die Landschaft, in der die Trauben gedeihen. Jedes Gebiet hat so seine eigenen Reize: Da sind die steilen Lagen an der Sausaler Weinstraße, die von der Koralpe überragten Rieden des Schilcherlandes, die sanften, auch von Obstplantagen bestandenen Hügel an der oststeirischen Römerweinstraße sowie die vulkanisch geprägten Weinterrassen des Thermenlandes.

Allerlei weitere kulinarische Köstlichkeiten, vom Kernöl bis zur Käferbohne, vom Schinken bis zur Schokolade, säumen Radlers Weg, der zudem immer wieder in aussichtsreichen Buschenschänken zur herzhaften Jause angenehme Unterbrechung findet.

Freilich gibt es an diesen acht Tagen auch über die Kulinarik hinaus einiges zu entdecken: die UNESCO-zertifizierte Landeshauptstadt Graz, die entzückende historische Stadt Hartberg oder die erfrischenden Thermen um Fürstenfeld etwa liegen direkt am Weg.

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