03.02.2017 Julia Einfalt

Fasching ist in Aussee außergewöhnlich!

Wer ist 250 Jahre alt und trommelt in Aussee in weißen Gewändern im Februar durch die Straßen? Natürlich die originalen Ausseer Trommelweiber. Seit dem 17. Jahrhundert werden diese Bräuche gepflegt und gehegt, die so genannten Trommelweiber zählen zu den bekanntesten Gestalten. Lernen Sie diese nun kennen:


Von einem Fahnenträger mit einer Maschkerafahne begleitet, trommeln Männer in Frauengewändern (= die Trommelweiber) mit lauten Schlägen auf ihren großen Trommeln durch das Dorf. Die Trommelweiber tragen dabei einheitliche Masken. Mit dem Trommellärm soll der Winter ausgetrieben werden, das Gedröhne schallt von früh bis nachmittags durch die Orte. Dabei werden die Beigl mitgetragen, ein Fastengebäck, das schon über 500 Jahre lang von den Ausseern im Fasching verkostet wird. Denn die Faschingszeit ist gleichzeitig die Zeit der mundenden Beigl.

Wer jetzt Lust auf eine andere Art von Faschingskrapfen bekommen hat: Ein frischer Beigl hat eine runde Form und wird traditionell von zwei Personen mit Geschick auseinander gerissen, das so genannte: „Beiglreißen“. Wer Talent hat, erhält beim Beiglreißen das größere Stück vom leckeren Beigl. Durch die aufwendige Zubereitung der Beigl erhält das Gebäck einen besonderen, eigenen Geschmack. Erhältlich sind diese Schmankerl bei den Bäckermeistern in der Region Ausseerland-Salzkammergut.

Große Auszeichnung: Seit September 2016 zählt der Ausseer Fasching übrigens zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Und das ist erst der Anfang der Geschichte, denn neben den Trommelweibern gibt es noch weitere, eigentümliche Gestalten, die im Fasching durch das Ausseerland ziehen…

Mehr über das steirische Brauchtum und die Trommelweiber erfahren

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