25.04.2019 Julia Einfalt

Die 3 Superradler im Interview

Im Juni starten drei Superradler(-Teams) als Trekkingradler (Mehrtagestouren), Genussradler oder als Mountainbiker entlang ausgewählter Touren in der Steiermark. Wir haben nachgefragt, wie sich Martin (Trekkingrad), Anna mit ihrem Mann Florian und ihrer Tochter Gloria (Genussrad) und Anja & Sandro (Mountainbike) vorbereiten und worauf sie sich besonders freuen:


Im März wurdet ihr per Voting zu Superradlern. Im Juni geht’s los – ihr startet auf ausgewählten Touren in der Steiermark. Was genau zeichnet euch als Superradler aus?

Martin: „Ich bin begeisterter Trekkingradler und war schon in vielen Ländern Europas und auch in Österreich mit dem Rad unterwegs. Besonders längere Touren über einen größeren Zeitraum faszinieren mich. Die längste Tour führte mich zwischen Nordkap und Mittelmeer über 8000 km quer durch Europa.“

 

Anja und Sandro: „Uns gibt es nur im Viererpack: Anja, Sandro & unsere beiden Mountainbikes. Denn die sind so gut wie immer dabei, egal ob beim Wettkampf, im Urlaub oder im Auto am Parkplatz vor dem Büro, weil es auch häufig nach der Arbeit direkt für eine schnelle Runde aufs Bike geht. Beim Mountainbiken in der Natur fühlen wir uns frei, lebendig aber zur gleichen Zeit auch ausgeglichen und ruhig.“

 

Anna und Familie: „Der Juni steht bei uns im Zeichen des Genussradelns als Familie. Ich glaube, als Superradler kommt es nicht vorrangig auf die Kraft, Kondition oder Fahrtechnik an, sondern auf ein gewisses Maß an Erfahrung, um Touren einschätzen und objektiv bewerten zu können. Nicht nur, um sich selbst nicht zu überfordern, sondern auch, in Hinblick auf Informationen für andere Radfahrer.“

Ihr seid als Superradler entweder als Trekkingradler, Genussradler oder als Mountainbiker unterwegs. Warum habt ihr euch genau für diese Touren-Schwerpunkte entschieden? Welche Touren stehen bei euch im „Experten-Check“?

Anja und Sandro: „Das Mountainbiken bietet einfach immer wieder neue Herausforderungen: Man kann einen Trail schon 50 Mal gefahren sein, und trotzdem ist er beim 51. Mal – weil es zuvor geregnet hat – wieder komplett anders. Darum haben wir uns für Biketouren entschieden.“

 

Anna und Familie: „Im „Check“ stehen bei uns Genussradtouren, die familiengeeignet sind. Wichtige Punkte sind für Kinder spannende Ausflugsziele und Rastmöglichkeiten, da Kinder immer wieder Pausen benötigen, auch wenn sie im Anhänger sitzen. Touren, die vorwiegend eben sind. Sehr steile Passagen passen nicht gut für eine Familienradtour.“

 

Martin: „Für mich ist das Tourenrad das ideale Fortbewegungsmittel, um Land und Leute kennenzulernen. Man hat genau die richtige Geschwindigkeit, um größere Gebiete zu durchradeln und zu erkunden, ist dabei aber trotzdem langsam genug, um die regionalen Besonderheiten mit allen Sinnen zu erfahren – und auch mal spontan anzuhalten.“

 

Fit und flott in den Frühling oder immer mit Gemütlichkeit? Wann habt ihr eure Räder heuer zum ersten Mal ausgeführt? Wie bereitet ihr euch auf eure Touren vor?

Anna und Familie: „Hm, dieses Jahr Mitte März! Die größte Herausforderung für Familien ist es, den Rhythmus der Kinder einzuplanen, denn in Wahrheit bestimmen sie den Tag. Ausrüstung für jede Witterung sollte stets zur Hand sein, das braucht einige Vorbereitungen.“

 

Anja und Sandro: „Wir gönnen unseren Rädern nur wenige Verschnaufpausen. Die müssen meist 12 Monate im Jahr herhalten und werden maximal bei starkem Schneefall gegen die Langlaufski getauscht. Unsere Vorbereitung: Essen – Radfahren – Schlafen und wieder von vorne.“

 

Martin: „Radfahren findet für mich das ganze Jahr statt – auf dem Weg in die Arbeit, zum Einkaufen oder für einen Ausflug. Wenn der Frühling anklopft und die Natur schön langsam aus dem Winterschlaf erwacht, bekommt man aber auch wieder mehr Lust auf längere Touren. Die erste längere Tagestour führte mich entlang des Murradwegs Richtung Süden bis Spielfeld und am Eurovelo 9 bis nach Maribor. Zugegeben, es war noch etwas frisch Mitte Februar, aber trotzdem ein Erlebnis.“

Könnt ihr euch noch an eure erste Radtour erinnern? Wann habt ihr euch für das Radfahren zum ersten Mal so richtig begeistern können? 

Anja: „Da erinnere ich mich gerne zurück: Meine ersten Radtouren waren auf die Ringwarte (Hartberg), oft mit meinen Eltern, aber noch öfter mit meinem Cousin und ein paar Cent-Stücken in der Tasche. Denn dort gab’s immer eine Art Gummibärchen zur Belohnung. Das war damals unser Ansporn. So richtig begeistern konnte ich mich dann nach meinem ersten Radwettbewerb in St. Jakob im Walde. Der Pokal steht heute noch bei mir im Regal.“

 

Martin: „Meine erste Radtour war im Alter von drei Jahren, damals noch nicht wirklich am eigenen Rad. Es hat zumindest gereicht, um mich für das Radfahren zu begeistern. Die ersten längeren Touren habe ich dann erst viel später – mit Mitte zwanzig – unternommen. Ab dann aber regelmäßig und mit steigender Begeisterung.“

 

Anna und Familie: „Ich weiß, dass ich als Kind ein purpurfarbenes Fahrrad hatte. In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, gab es ein Mal im Jahr einen Radfahr-Tag, an dem wir von zu Hause aus zum Packer Stausee und zurück gefahren sind. Das war immer schön! Nachdem ich meinen Mann kennenlernte, lernte ich dann richtig Rad fahren - das ist gar nicht so lange her. Über meine Anfänge gäbe es einige lustige Anekdoten - vielleicht gebe ich die eine oder andere noch Preis. Die Radanfänge meines Mannes Florian verraten wir schon mal unten anbei im Bild …“

Was darf bei euren Radtouren nicht fehlen, was habt ihr immer mit dabei?

Anna und Familie: „Wasser für uns und den Hund! Etwas zu essen, Windeln, Werkzeug & Schlauch (oder ÖAMTC Karte), etwas Kleingeld. Und dann kann es schon losgehen.“

 

Martin: „Ganz nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur eine schlechte Ausrüstung!“ ist für mich die passende Kleidung entscheidend. Natürlich ist auch ein gut eingestelltes Rad für mich als Trekking-Radler wichtig. Neben ein paar guten Energielieferanten, meist in Form von Müsliriegeln, Äpfeln oder Bananen, sind vor allem meine Kamera und ein Erste-Hilfe-Set für Mensch und Fahrrad immer dabei.“

 

Anja und Sandro: „Ohne Mampf - kein Dampf, so heißt es in Radfahrerkreisen. Und deshalb haben wir immer ein paar Snacks in der Trikottasche und eine volle Trinkflasche im Flaschenhalter. Außerdem würden wir nie ohne Helm fahren. Wer was im Kopf hat, sollte diesen auch schützen.“

Nur noch knapp ein Monat, dann sehen wir uns am Sattel wieder. Wir wünschen euch bis dahin eine schöne Vorbereitungszeit!  

Wer mehr über die Raderlebnisse wissen möchte, liest am besten mit: Auf www.steiermark.com/superradler gibt es ab Juni die Tipps der 3 Superradler.

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