11.07.2019 Günther Steininger

5 auserlesene Wandertouren-Tipps

Warum der Sommer wunderbar für Wanderungen ist? Das verraten wir gerne: Weil man zu dieser Zeit - speziell nach solch einem schneereichen und langen Winter, der schon wieder fast in Vergessenheit geraten ist - auch gleich die steirischen Blumenberge und Bergseen einmal näher erkunden kann. Wir stellen heute eine Auswahl an unseren Touren-Favoriten vor:


Seen-Runde: Zum größten Seenhochplateau Mitteleuropas

Eine Blumenwanderung zu Bergseen und Hütten erwartet Wanderbegeisterte bei der 6-Seen-Wanderung auf der Tauplitzalm, die auch Etappenort der Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“ ist. Die Auffahrt ist besonders gemütlich, denn sie erfolgt mit der modernen Sesselbahn, die Gäste mitten hinein ins Almgebiet auf über 1.600 m Seehöhe bringt. Aufgrund der Höhenlage und der besonders schneereichen Winter beginnt hier die Alpenrosenblüte viel später als in anderen Bergregionen. Oft sind die Alpenrosen noch Ende Juli in voller Blüte. Aber auch die Steinnelken, Thymian, Nieswurz, Anemonen und viele andere bunte Blüten verzieren die Almwiesen.

Sportliche Tour: Den Klassiker am Hochschwab erkunden

Die Szenerie im Talboden am Eingang zum Trawiestal zählt zu den markantesten Alpinmotiven in der Steiermark, und der Hochschwab zu den wahren Blumenbergen Österreichs. Die Tour startet beim Gasthof Bodenbauer. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das Hochschwabmuseum, eine über 300 Jahre alter Bauernkeusche, die heute eine spannende Ausstellung über den Hochschwab beheimatet. Durch das Trawiestal geht es übers G`hackte, einen durchgehend gesicherten Steig aus Eisentreppen, zur Fleischer Biwakschachtel, wo man auch auf die Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“ treffen kann. Von hier geht es zum Hochschwabgipfel mit dem Schiestlhaus.

Rund um die Birne: Streuobstwiesen und Hirschbirnbäume queren

Die Pöllauer Hirschbirne im Naturpark Pöllauer Tal ist eine alte steirische Sorte, deren Name auf das Wort Herbst ("Hiascht") zurückzuführen ist, da sie Mitte Oktober geerntet werden kann. Die Hirschbirnbäume wurden und werden in Streuobstwiesen und Baumreihen gepflanzt und müssen nicht wie viele andere in Plantagen stehen. Die Blüte entfaltet sich im Mai schneeweiß mit karminroten Staubblättern. Auf unserer Hirschbirnwanderung, die auch ein kurzer Teilabschnitt der Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“ ist, geht es vorbei an Hirschbirnbäumen zur imposant oberhalb des Tales gelegenen Wallfahrtskirche Pöllauberg, wo uns Themengärten erwarten. Hier, rund um die Wallfahrtskirche, wurden mit viel Liebe 10 verschiedene, frei zugängliche Themengärten geschaffen. Tipp: In der Region gibt es köstliche Hirschbirnen-Produkte zu verkosten, so etwa auch im Bauernladen in Pöllau.

Ausschau halten: Weite Ausblicke über den Süden Österreichs

Der Zirbitzkogel im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen zählt zu den schönsten Aussichtsbergen in den Ostalpen. Mit seinen knapp 2.400 m Seehöhe ist seine Besteigung auch einer der Höhepunkt an der Südroute der Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“. Der Name Zirbitzkogel leitet sich vom slowenischen zirbiza, das mit Rote Alm übersetzt werden kann, ab. Grund hierfür ist die Farbenbracht der Rostblättrigen Alpenrose, dem Almrausch, der sich hier sichtlich wohlfühlt.

Kraftvoll: Aufstieg zu imposanten Bergseen

Hier geht’s ins Herz der Schladminger Tauern: Die Giglachseen, bestehend aus Oberem und Unterem Giglachsee, zählen zu den beliebtesten Wanderzielen in den Schladminger Tauern und ihre Hütten sind auch Etappenort der Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“. Der Untere Giglachsee liegt auf 1.921 m Seehöhe und erstreckt sich auf 16,5 ha gleich einem Fjord über 1 km in südwest-nordöstlicher Richtung. Der Obere Giglachsee ist deutlich kleiner und liegt auf 1.930 m Seehöhe unweit des Preuneggsattels. Im späten Frühjahr gleichen die Almen rund um die Giglachseen einem wahren Almrauschblütenmeer. Mit der Ignaz-Mattis-Hütte und der Giglachseehütte stehen auch zwei gemütliche Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung.

Weitere Touren- und Wandertipps gefällig? Gerne, gibt’s hier zum Stöbern – von Weiterwanderwegen bis zu kurzen Genussspaziergängen. Unser Blumenberge-Tipp: Das Fest zur Almrauschblüte auf der Reiteralm.