Wittmaierhütte Stanglalm | © Hochsteiermark Wittmaierhütte Stanglalm | © Hochsteiermark

Etappe 11: BergZeitReise Stanglalm - Kindberg

Geöffnet

Etappe 11 - auf einen Blick:  

Start: Stanglalm Schutzhaus bzw. L. Wittmaier Hütte (nur an Wochenenden bew.), Tel.: +43 664 / 3305950 (Schutzhaus) bzw. +43 699 / 12287101 (Wittmaier Hütte, www.alpenverein.at/leopoldwittmaierhuette)GPS Gradnetz N 47° 29' 23,6"   O 15° 32' 47,7" (Schutzhaus)  Ziel / Nächtigungsort: Kindberg bzw. Berggasthof Pölzl bei Kindberg, Tourismusinformation, Nächtigungsmöglichkeiten: Tel.: +43 3865 3764, www.kindberg.at bzw. Berggasthof Pölzl Tel.: +43 676 67 67 165, www.schwammerlwirt-poelzl.at oder www.streuobstregion.at

Taxidienste: Taxi Hinterleitner Tel.: +43 3865 3624, Sigis Taxi Tel.: +43 3865 2481 

GPS Gradnetz N 47° 31' 42,3"   O 15° 24' 54,6" (Berggasthof Pölzl) 

 

Etappenlänge: 14,2 Kilometer 

Gehzeit gesamt (ohne Pausen): 4 ½ Stunden 

Höhenmeter Aufstieg: 545 Höhenmeter 

Höhenmeter Abstieg: 930 Höhenmeter 

Schwierigkeiten: keine

 Die 11. Etappe ist äußerst abwechslungsreich - mächtige Wälder, aussichtsreiche Wiesen und Kindberg - die Stadt mit Herz prägen diesen Abschnitt.

Eigentlich bewegen wir uns hier fast immer am bekannten Mariazeller Wallfahrtsweg 06, nur bei Kindberg verlassen wir kurz diesen Weg.

Kindberg selbst ist eine der schönsten Kleinstädte der Hochsteiermark und immer einen Besuch wert. Der 24m hohe Zunftbaum, das Wahrzeichen der Stadt - oder der Kalvarienberg, der zu den schönsten seiner Art in Österreich zählt. Nicht zuletzt die Georgibergkirche hoch über der Stadt.

Eigenschaften

Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
November
Dezember

Tour in Zahlen

mittel
Schwierigkeit
13,8 km
Strecke
4:30 h
Dauer
560 hm
Aufstieg
950 hm
Abstieg
1476 m
Höchster Punkt
559 m
Tiefster Punkt

Karte & Downloads

Weitere Informationen

Alpinetappe, keine Anfahrt möglich!

Die 11. Etappe ist äußerst abwechslungsreich. Mächtige Wälder, aussichtsreiche Wiesen und das geschäftige Kindberg, die Stadt im Herzen des Mürztales, prägen diesen Wegabschnitt der BergZeitReise. 

Zunächst geht es für uns leicht bergab von der Stanglalm genau Richtung Westen bis zum Fuchseck. Wir können bereits hier oder wenige Gehminuten später beim sogenannten „Roten Kreuz“ rechtshaltend absteigen, um so in das Mürztal und somit nach Kindberg zu kommen. 

Dort sollten wir unbedingt eine Rast einplanen und den lieblichen Ortskern mit dem mächtigen Zunftbaum genießen. Immerhin war Kindberg bereits Blumenstadt – Europameisterin! 

2017 und 2018 wird das Stadtzentrum übrigens umfassend saniert und noch schöner gestaltet. 

Von Kindberg gilt es nun, das Freibad sowie das Schloss Oberkindberg zu erreichen, da unser weiterer Weg an diesen beiden Bauten vorbei zum Gasthof Pölzl führt. 

Dieser Wegabschnitt wird auch als „Herzerlfresserweg“ bezeichnet (die dazugehörige grausige Geschichte gibt es weiter unten). 

Immer gleichmäßig ansteigend stehen wir so bald beim Gasthof Pölzl, unserem heutigen Nachtquartier und berühmt für seine Schwammerlgerichte.

Der Name und das Wappenbild Kindbergs sind Inhalt einer Sage . Früher soll es zwischen Wartberg und Kindberg einen See gegeben haben, der durch ständige Überschwemmungen entstanden ist. Eines Tages stieg der Seespiegel durch ein Unwetter stark an und spülte ein Kind in einer Wiege davon. Die Mutter versuchte vergebens das Kind zu erreichen. Im heutigen Kindberg wurde das Kind schließlich völlig unversehrt angespült. Man fand es dort auf einer Wiese sitzend und mit einer Blume spielend vor. 

Eine weitere Namensdeutung ermöglicht der Fund eines Votivsteines aus der Römerzeit in der Georgibergkirche , einer bereits 1232 erwähnten Kirche auf einer felsigen Anhöhe, der ein Mädchen in norischer Tracht zeigt. Fest steht jedenfalls, dass es schon um 1172 eine erste urkundliche Erwähnung als „ Chindeberch “ gibt. 

Neben der erwähnten Georgibergkirche gibt es in und um Kindberg noch weitere interessante Kulturdenkmäler, etwa das Schloss Oberkindberg -von der Familie Inzaghi erbaut, die von eben dieser Familie Ende des 17. Jahrhunderts gespendete Kalvarienberganlage und auch einen Kultstein , ein rätselhaftes prähistorisches Megalithbauwerk. 

Das Wahrzeichen Kindbergs ist aber sicher der 24 Meter hohe Zunftbaum . Nach altem Brauch wurde dieser Maibaum als sichtbares Zeichen für Fröhlichkeit, Freude und Lebenskraft errichtet. Während früher an den seitlichen Leisten die Innungszeichen angebracht waren, hat man später die wichtigsten Berufe figural dargestellt.   

Vorbei an Schloss Oberkindberg führt ein Hohlweg zum Herzogberg – der „ Herzlfresserweg “. Dieser erinnert an eine der grausigsten Mordtaten der ganzen Region. Vor über 200 Jahren wurden von einem Knecht aus Kindberg fünf Frauen und ein kleines Mädchen auf grausame Weise ermordet. Dieser war besessen von einem Aberglauben und fest davon überzeugt, dass er unsichtbar wird und beim Kartenspiel Glück hat, wenn er die Herzen von sieben Jungfrauen isst. 1786 wurde der Knecht verurteilt und starb im Gefängnis in Graz. 

Im Jahr 2015 schloss der letzte Kindberger Skilift , jener der Familie Pölzl am Herzogberg den Betrieb.

Ähnlich erging es in den letzten Jahren auch anderen Liftbetreibern der Region, die mit den immer milderen und schneeärmeren Wintern, dem Fehlen von Investitionen und somit von von geeigneten Beschneiungsanlagen und mit den kostenintensiven Vorschriften nicht mehr zurande kamen.

Alpinetappe, keine Anfahrt möglich!
Alpinetappe, keine Anfahrt möglich!

www.bergzeitreise.at
www.steiermark.com/wandern 
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Galerie

Wie wird es die Tage

Stanz im Mürztal (649m)

morgens
2°C
55%
12 km/h
mittags
4°C
45%
16 km/h
abends
1°C
35%
12 km/h
Der Schneeregen geht in Schneeschauer über, die bis zum Abend abklingen.
morgens
0°C
10%
7 km/h
mittags
4°C
35%
8 km/h
abends
3°C
50%
7 km/h
Ein bewölkter Tag mit nur wenig Sonne zwischendurch, später Schneeregen.
29.01.2022
-1°C 5°C
30.01.2022
1°C 9°C
31.01.2022
-2°C 5°C

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