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Europäische Kulturhauptstadt 2024 – Ausseerland im Salzkammergut

Schon seit 1985 erhalten Städte aus verschiedenen Ländern für ein Jahr den Titel der Kulturhauptstadt. Für das Jahr 2024 stellt neben Estland und Norwegen auch Österreich eine Stadt als Anwärter auf den Titel.

Ziel der Kulturhauptstädte ist es, die Vielfalt des Lebens in Europa sichtbar zu machen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und nachhaltige Impulse zur Stadt- und Regionalentwicklung zu setzen.

Das Salzkammergut als Kulturhauptstadt 2024

Auch innerhalb Österreichs ist der Titel begehrt. Für 2024 traten Dornbirn, St. Pölten und das Salzkammergut gegeneinander an. Am 12. November 2019 fiel die Wahl schließlich auf das Salzkammergut.

Was den Gewinner der Kulturhauptstadt-Region so erfolgreich macht? Insgesamt 23 Gemeinden aus drei verschiedenen Bundesländern bilden zusammen das Salzkammergut als Kulturhauptstadt für das Jahr 2024.

Dazu zählen neben Bad Ischl als Aushängeschild folgende Gemeinden: Altaussee, Altmünster, Bad Aussee, Bad Goisern, Bad Mitterndorf, Ebensee am Traunsee, Gmunden, Gosau, Grundlsee, Grünau im Almtal, Hallstatt, Kirchham, Laakirchen, Obertraun, Pettenbach im Almtal, Roitham am Traunfall, Scharnstein, St. Konrad, Steinbach am Attersee, Traunkirchen, Unterach am Attersee und Vorchdorf.

In enger Zusammenarbeit wurde von den Gemeinden eine Kulturvision für das Jahr 2030 „Kultur macht den Unterschied“ entwickelt. Das Ergebnis: Veraltete Gebäude und Veranstaltungsräume sollen revitalisiert werden. Man will das Interesse der Menschen an Kultur mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm wiederbeleben und damit eine breite Zielgruppe erreichen.

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Der Weg zur Kulturhauptstadt 2024

„Die Kulturhauptstadt ist die Auszeichnung für das, was du werden willst und nicht für das, was du bist!“ – mit diesem Zitat bekundet Hannes Heide, Bürgermeister von Bad Ischl, sein Interesse an dem Titel.

Um nachhaltig an der Weiterentwicklung der beteiligten Gemeinden zu arbeiten und der Bewerbung des Salzkammerguts einen erfolgreichen Ausgang zu bescheren, fanden regelmäßig Workshops statt.

Schon im Zuge der Bewerbung wurden in einem ersten Schritt die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken für die Regionen des Ausseerlandes und auch für das Salzkammergut ausgearbeitet. Basierend darauf hat man die wichtigsten Ziele für die nächsten 15 Jahre definiert. In einem weiteren Schritt wurde ein roter Faden erarbeitet, der die Gemeinsamkeiten des Ausseerlandes mit dem Salzkammergut hervorhebt und weiters die Ähnlichkeiten und Potenziale identifiziert:

Das Salzkammergut als Ganzes steht für Sommerfrische und insbesondere für Tourismus, Tradition, und Kultur. Hier wird Brauchtum auch in modernem Umfeld gelebt. Die Gemeinden vermitteln Genuss und Lebenskultur und gelten als Sehnsuchtsorte, die man einfach besuchen muss.

Die Ausseerland-Gemeinden gelten als die Essenz des Salzkammerguts. Hier findet man eine Symbiose zwischen Kultur, Natur und Lebensfreude im kleinen und feinen Stil. Das Ausseerland präsentiert sich als Wohlfühlreservat, wo Tradition auf Vielfältigkeit trifft. Gelebtes Brauchtum ebenso wie der frische Wind freier Künstler sorgen für Abwechslung. Jung und Alt leben im Einklang miteinander und versprühen Zufriedenheit und Lebensfreude.

Die Strategie der Kulturhauptstadt 2024

Mit einer fundierten Strategie als Basis hat das Salzkammergut den Titel erlangt. Fünf Prioritäten ergaben den Fahrplan:

  1. Mit einem breiten Kulturverständnis bestehende Kulturformen zu stärken und neue mitaufzunehmen. Das Spektrum soll von Veranstaltungen mit Blasmusik bis hin zu Mega-Events mit Feuerwerk oder Lederhosen auf alle möglichen Künste und Kulturen erweitert werden.
  2. Das Potenzial der Kultur für alle freisetzen. Das Verständnis soll sich in eine Richtung entwickeln, in der jeder für sich etwas aus dem breiten Angebot konsumieren und nutzen kann.
  3. Kultur für alle zugänglich und attraktiv machen. Den kulturellen Institutionen und Veranstaltungen soll mehr Leben eingehaucht werden. Mit mehr Engagement, Einsatz und der richtigen Dosis Humor kann das Interesse an Kultur neu aufleben.
  4. Neue Lösungen für alte Probleme finden. Schon Albert Einstein erkannte, dass es reinster Wahnsinn ist, immer wieder dasselbe zu tun und dabei unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten. Durch die Bewerbung als Kulturhauptstadt werden verschiedene Aspekte aus anderen Blickwinkeln betrachtet und neu angegangen. Stichwort: Hypertourismus.
  5. Wiederbelebung ungenutzter Räume. Die Regionen des Salzkammerguts sind reich an imperialem und industriellem Erbe. Viele der Gebäude, die heute ungenutzt sind und leer stehen, sollen die ländliche Entwicklung in Sachen Kultur vorantreiben.

Kurzum: Die Traditionen der Regionen der Kulturhauptstadt Salzkammergut wollen von den Gemeinden bewahrt werden. Gleichzeitig will man über den Tellerrand hinausblicken und Platz für neue kulturelle Einflüsse schaffen. Herausforderungen der Zukunft stellt sich die Kulturhauptstadt mutig mit offenen Augen und neuen kreativen Ansätzen.

Strategieteam aus dem Ausseerland-Salzkammergut

Es sind die einzelnen Gemeinden, die mit ihrem Engagement und mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen den Titel Kulturhauptstadt 2024 erlangt haben.

Aus dem Ausseerland wirken folgende Spezialisten am Projekt mit:

Auf Kulturreise im Ausseerland-Salzkammergut

Von langjährigem Brauchtum bis hin zu frischem Wind freischaffender Künstler: Die Regionen im Ausseerland überzeugen mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm.